Txt.file hat geschrieben:
Bin mir grade nicht sicher wieviel die GDDR- mit den DDR-Speichern zu tun haben. Hatte irgendwann/irgendwo mal gelesen, dass die recht unterschiedlich sind und man GDDR5 nicht so einfach als normalen RAM nutzen könnte. Wenns einfach wäre, warum würde man sich dann mit gammlig langsamen DDR3-RAM zufrieden geben?
"Im Gegensatz zu dem, was der Name suggeriert, basiert GDDR2 auf DDR-SDRAM und GDDR3 auf DDR2-SDRAM. Dies hängt damit zusammen, dass GDDR2 und GDDR3 keine offiziellen Spezifikationen sind, sondern in gewissem Sinne nur Marketingnamen der großen Grafikchip-Entwickler darstellen." (G steht für GPU).
GDDR4 1200 erreicht 1ns Geschwindigkeit, DDR3 1666 1,25ns. In theroretischen Benchmarks ist aktuell
verbauter GDDR5 (max. 300GB/s) etwa 10x schneller als DDR3 (30GB/s). Nicht pro Chip sondern als Speicherbaugruppe. Also rein vom Chip her sind GDDR Chips vielleicht 20 % schneller. Die ganze Sache hat natürlich betriebswirtschaftliche Gründe: Die besten Module gehen in die GPU Produktion, der Rest in die RAM-Produktion für PCs. Genau wie Intel Extrem CPUs selektiert sind und OC GPUs, etc. So wird der gesamte Produktionsoutput optimal verwertet.
allgemeine Problemfelder:
Max. Speicherausbau bei GDDR ist stark begrenz (wg. Speichercontroller). Derzeit auf GPU max. 1GB/GPU. Die neuen NVIDIA GTX300 Karten Ende des Jahres sollen bereits 2 GB haben. Für PCs zu wenig. Entsprechende High-End-Grafikkarten können schnelleren Speicher i.d.R. voll ausnutzen. Man bräuchte für PC (4-16GB) bessere und schnellere Speicherkontroller (teurer).
GDDR4 und 5 sind nach wie vor pro GB sauteuer.
Intel-CPUs profitieren nicht sonderlich von schnellerem RAM (CPU ist so konstruiert), ATI bereits auch nicht mehr (früher schon). 2 schöne Links unten.
Oder anders gesagt: Der Mehrpreis für schnelleres Ram ist nach wie vor besser in einer schnelleren CPU bzw GPU (für Spiele/GPGPU) angelegt.
Leistungsunterschiede von 20% für Core i7 Rechner nur bei Anwendungen mit viel Speicherbedarf und gleichzeitig hohen Transferraten bemerkbar (Komprimierung). Alle anderen Anwendungen profitieren nur <1%.
zu 99% CPU und nicht der (schnelle) Speicher für die Geschwindigkeit ausschlaggebend auf AM3 Systemen
Warum ist das so: Schnelle CPUs profitieren mehr von den geringen Latenzzeiten (Wartezeit, bis Speicher zur Verfügung steht), als von absoluter Übertragungsrate, das sind die Angaben nach DDR 1333 (theor. Übertragungsrate 26GB/sek.)), also Latenzen z.B. 5-5-5-15-1T bis z.B. 10-10-10-28-3T. Deshalb kaufen manche einen 1666 Speicher, betreiben diesen aber bei 1066 MHz und 6-6-6-16-1T, was im Betrieb schneller sein kann, als z.B. 1666 10-10-10-28-3T. 1666 Speicher ist vergleichbar mit einem Auto von hoher Endgeschwidigkeit (Bugatti Veyron) und langsamer Beschleunigung (Trabant). 1066 Speicher mit einem Mittelklassefahrzeug (C-Klasse) und exzellenter Beschleunigung (Motorrad). Wie schon seit langem sind Speicher >800MHz(DDR2) bzw. >1066MHz(DDR3)
reine Blender.
Es gibt jedoch einen technischen Grund, zu anderen Modulen zu greifen. Das FSB/Speicherverhältnis ist z.B. ungünstige 5:3 oder 6:5. Also Zyklen, die sich kaum treffen. Bei manchen Kombinationen kann es sinnvoll sein, mit schnellerem Speicher z.B. 4:3 oder 3:2 oder 2:1 oder 3:1 oder zu erreichen. Dann ist der Durchsatz höher. Moderne Speichercontroller sind jedoch dafür nicht mehr so anfällig, wie das vor C2D/AM der Fall war. Der Grund ist besseres Cache Management, sprich im Voraus-Lesen und der Schreib-Cache des Speichers.
DDR3-Speicher aus Intel- und AMD-Sicht schön erklärt.
DDR3 ist eigentlich auf eine billigere Produktion ausgelegt und nur wegen der geringen Umsätze derzeit noch teurer. Technisch hat man bei den eigentlichen Speicherzellen schon lange keine Fortschritte mehr gemacht. Ausser bei deren Größe. Heute geht die Entwicklung in Richtung mehrere Speicheranbindungen (Core i7=3) und paralleler Speicheraufbau, da andernfalls die nötigen Geschwindigkeiten nicht erreicht werden können. Deshalb ist auch Intel's Rambus Speicher gescheitert. Man vermutete damals, dass MHz beliebig steigerbar wären. Man sprach u.a. von 5GHz P4-CPUs. Genau gegenteiliger Trend: S-ATA (Sternanordnung statt in Reihe, wie vor S-ATA). D.h. jeder Anschluss hat volle Geschwindigkeit. Hier geht es auch um vergleichsweise bescheidene 0,3GB/s.