Also da muß ich wohl mal klarstellen: Ich hatte das Thema optimiert oder nicht nur angeschnitten, um mal deutlich zu machen, wo für mich die Prioritäten gesetzt werden sollten. Ich halte es für sinnvoll, daß man sich ERST mal darum kümmert, daß die Clientsoftware alles aus der aktuellen Hardware rausholt. Das wird - meiner Ansicht nach - BESTENFALLS bei <10% der Clients getan. Heute glaubt ja auch quasi jeder dritte, er könne sich mal eben ein DC Projekt zusammenstöpseln, wie man morgens sein Butterbrot belegt (Bsp:: VTU@home). DANACH erst wird für mich interessant, daß Probleme mit den Stats geklärt werden. Getan wird allerdings genau das Gegenteil, also Priorität wird gesetzt auf Stats, dann auf dem Client.
Nun hat der WCG Admin behauptet, "seinen" Code könne man nicht mehr optimieren, der sei schon am Limit der Leistungsfähigkeit. Nun, das muß er dann erst mal belegen und dazu muß er den Code schlicht offenlegen, damit sich Experten damit befassen können.
Was ich jetzt gar nicht so genau durchblicke, aber auch nicht Thema war in dem betreffenden "thread", ist die Frage, wie WCG eigentlich aufgebaut ist: Ich nehme bis jetzt an, es handelt sich um eine Infrastruktur analog zu BOINC (und dann übrigens auch in Konkurrenz zu BOINC), in die dann die eigentlichen Clients "eingeklinkt" werden. Diese Infrastruktur ist in erster Linie Eigentum von IBM und Entropia - zwei ganz eindeutige Industrieunternehmen mit den dazugehörigen "Absichten" (die ich hier jetzt auch gar nicht bewerten möchte - warum auch, im Fall der Medikamentenfindung stehe ich auf dem simplen Standpunkt, "Scheiß egal, wer's bastelt, Hauptsache der Betroffene erhält es am Ende auch"). Wenn das so ist, stellt sich die Frage, wer die Clients programmiert. Also die eigentliche "Rechenengine". Macht das ebenfalls WCG (das wäre dann anders als BOINC) oder aber machen es die Projektbetreiber (die zwar auf der WCG-Seite verlinkt sind, sich ansonsten dort aber doch recht bedeckt halten). Wenn letzteres der Fall ist, behaupte ich mal, daß der WCG Admin keine Ahnung hat. Woher sollte er auch wissen, ob und wie die dann eingehängten Clients funktionieren. Wenn WCG allerdings auch die "Rechenengine" erstellt, sollte er genau wissen, was an Optimierung geht und was nicht. Und komme mir bitte keiner, SSE wäre nur bei Matheprojekten von Sinn. Das Gegenteil beweist z.B. Folding@home. Auch sind die WCG Applikationen divers, was bedeutet, es wird eben NICHT immer das gleiche Prinzip angewandt, sodaß man keinesfalls verallgemeinernd behapten kann, daß die Clientstrukturen im Wesentlichen ähnlich sein müssen. Eine Sparte ist Docking, eine das Cancer Projekt, die neuste die Sequenzvergleiche. Man wird nicht in allen Fällen die neuste CPU-Architektur ausreizen können, das ist klar - aber ich fordere, daß es dort getan wird, wo es geht, denn es spart Resourcen (und zwar unsere). Und ich fordere, daß solche Überlegungen Vorrang haben vor Stats-Überlegungen. Mehr wollte ich eigentlich nicht feststellen, außer ihm wegen des "closed source" noch eins drüber geben. Was auch verdient ist.
Michael.