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SpeedKing
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#229 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 05.05.2005 16:11

AFP hat geschrieben: Infos zum Fusionsreaktor ITER
Paris, 4. Mai (AFP) - Der Forschungsreaktor ITER (lateinisch «der Weg») soll die Kernverschmelzung von Atomen als Energiequelle der Zukunft erschließen. Dabei werden chemische Vorgänge nachgeahmt, wie sie in der Sonne fortwährend ablaufen.
Es werden bei der Kernfusion natürlich keine chemischen, sondern physikalische Vorgänge der Sonne nachgeahmt.
AFP hat geschrieben:KERNFUSION
Im Gegensatz zur Kernspaltung, die bereits seit 1942 mit Uran betrieben wird, wird die Verschmelzung von Atomen bislang technisch noch nicht beherrscht. Vorplanungen für den ITER gehen davon aus, dass mindestens drei Jahrzehnte erforderlich sind, um die physikalische und technische Machbarkeit zu beweisen.
Zu diesen "Eckdaten" ein paar Eckdaten:
Die erste technisch beherrschte Kernfusion gelang 1952 mit der Zündung der ersten Wasserstoffbombe durch die USA auf dem Bikini-Atoll. Die Bombe wurde wie geplant gezündet und die Fusion lief auch wie geplant ab, war also beherrscht.
Die erste kontrollierte Kernfusion (die man also nach belieben an- und abschalten kann) gelang 1970 im Forschungsreaktor "Tokamak 3" in der UdSSR, die erste kontrollierte, über mehr als 2 Sekunden stabile Kernfusion am 9.11.1991 im Forschungreaktor "JET" bei Oxford in England. Seither wurde die Brenndauer und die Energieausbeute ständig verbessert, trotzdem steht noch eine kontrollierte, stabile Kernfusion aus, aus der mehr Energie gewonnen werden kann als zu ihrem Erhalt hineingesteckt werden muß.
Den Beweis der physikalischen Machbarkeit sehen wir täglich am Himmel (naja, oder auch nicht), die technische Machbarkeit ist auch schon bewiesen, was fehlt ist der Nachweis, daß ein Fusionsreaktor auf Dauer zuverlässig und wirtschaftlich betrieben werden kann.
dpa hat geschrieben: Hawaii (dpa) - Astronomen auf Hawaii haben 12 winzige Monde des Saturns entdeckt. Die kleinen Trabanten des Ringplaneten haben Durchmesser von nur drei bis sieben Kilometern.
Wann ist ein Mond ein Mond?

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frank
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#230 Ungelesener Beitrag von frank » 06.05.2005 10:00

SpeedKing hat geschrieben:
AFP hat geschrieben:KERNFUSION
Im Gegensatz zur Kernspaltung, die bereits seit 1942 mit Uran betrieben wird, wird die Verschmelzung von Atomen bislang technisch noch nicht beherrscht. Vorplanungen für den ITER gehen davon aus, dass mindestens drei Jahrzehnte erforderlich sind, um die physikalische und technische Machbarkeit zu beweisen.
Zu diesen "Eckdaten" ein paar Eckdaten:
Die erste technisch beherrschte Kernfusion gelang 1952 mit der Zündung der ersten Wasserstoffbombe durch die USA auf dem Bikini-Atoll. Die Bombe wurde wie geplant gezündet und die Fusion lief auch wie geplant ab, war also beherrscht.
Die erste kontrollierte Kernfusion (die man also nach belieben an- und abschalten kann) gelang 1970 im Forschungsreaktor "Tokamak 3" in der UdSSR, die erste kontrollierte, über mehr als 2 Sekunden stabile Kernfusion am 9.11.1991 im Forschungreaktor "JET" bei Oxford in England. Seither wurde die Brenndauer und die Energieausbeute ständig verbessert, trotzdem steht noch eine kontrollierte, stabile Kernfusion aus, aus der mehr Energie gewonnen werden kann als zu ihrem Erhalt hineingesteckt werden muß.
Na ja komm, das ist jetzt aber spitzfindig. Wenn in einem Artikel beschrieben wird, wie weit die Planungen für ein "Kraftwerk" gediehen sind, in diesem Zusammenhang dann gesagt wird, der Prozess sei technisch noch nicht beherrscht, dann beziehe ich das natürlich auf die Energiegewinnung. Und selbsredend nicht auf eine Bombe, deren technische Beherrschbarkeit sich übrigens auch erst nach(!!) der Zündung herausstellte. Es gab damals durchaus die begründete Sorge, dass bei der Zündung einer H-Bombe die gesamte Atmosphäre in Brand gerät. Das nenne ich eher "Glück haben", als "technisch beherrschen" ;) .
Nichts desto trotz finde ich deine Auflistung, was bisher bei Kernverschmelzungen erreicht/gemacht wurde, als Ergänzung zum AFP Artikel, sehr informativ.

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SpeedKing
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#231 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 06.05.2005 11:29

frank hat geschrieben:Na ja komm, das ist jetzt aber spitzfindig.
Klar, ist ja von mir. ;)
Der ganze Artikel liest sich halt so, wie wenn jetzt zum ersten Mal eine Fusion auf Erden gezündet würde.
frank hat geschrieben:Wenn in einem Artikel beschrieben wird, wie weit die Planungen für ein "Kraftwerk" gediehen sind, in diesem Zusammenhang dann gesagt wird, der Prozess sei technisch noch nicht beherrscht, dann beziehe ich das natürlich auf die Energiegewinnung.
ITER ist ein Forschungsreaktor, kein Kraftwerk. Im Bericht wird auch von 'Testreaktor' gesprochen, nicht von 'Kraftwerk'. Das Kraftwerk wird dann geplant, wenn der Forschungsreaktor erfolgreich läuft.
frank hat geschrieben:Und selbsredend nicht auf eine Bombe, deren technische Beherrschbarkeit sich übrigens auch erst nach(!!) der Zündung herausstellte.
"Versuch macht kluch" ;)
frank hat geschrieben:Es gab damals durchaus die begründete Sorge, dass bei der Zündung einer H-Bombe die gesamte Atmosphäre in Brand gerät.
Die Befürchtung hatten aber schon damals nur die 'Forscher', die während der Vorlesung 'Atomphysik' lieber in der Kneipe geblieben sind...

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#232 Ungelesener Beitrag von frank » 06.05.2005 12:13

SpeedKing hat geschrieben:
frank hat geschrieben:Na ja komm, das ist jetzt aber spitzfindig.
Klar, ist ja von mir. ;)
Wie konnte ich nur an dir zweifeln ;)
SpeedKing hat geschrieben:
frank hat geschrieben:Es gab damals durchaus die begründete Sorge, dass bei der Zündung einer H-Bombe die gesamte Atmosphäre in Brand gerät.
Die Befürchtung hatten aber schon damals nur die 'Forscher', die während der Vorlesung 'Atomphysik' lieber in der Kneipe geblieben sind...
Nun ja, das sagt sich aus heutiger Sicht so leicht. Unbestritten ist ja wohl, dass bei Zündung einer H-Bombe ganz ordentliche Temperaturen entstehen. Und so leistungsfähige Computer wie heute, mit denen man den Vorgang mit Nebenwirkungen"mal eben" simuliert, gabs ja noch nicht. Sonst wäre es vielleicht auch ein US "patriot-DC-Projekt" geworden ;)

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#233 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 28.06.2005 14:49

Der ITER wird jetzt definitiv in Frankreich gebaut :flower:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 24,00.html

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#234 Ungelesener Beitrag von INvenTor_tERRORis » 30.06.2005 08:52

(Relativ) egal ist, dass er in Frankreich gebaut wird. Wichtig ist, dass die sich überhaupt ENDLICH mal geeinigt haben :D
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#235 Ungelesener Beitrag von frank » 06.07.2005 08:38

Neue Früh-Diagnostik bei Parkinson-Krankheit
mp Magdeburg - Ein spezielles Diagnoseverfahren soll eine Parkinson-Erkrankung frühzeitig erkennen lassen und damit größeren Erfolg bei der Behandlung ermöglichen. Die Hirnparenchymsonographie wird bereits von den Ärzte an der Klinik für Neurologie II der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg angewendet.
Die Parkinson-Krankheit gehört zu den neurologischen Erkrankungen, die der Wissenschaft noch viele Rätsel aufgeben. Die Ursache für diese Erkrankung ist der Untergang einer speziellen Gruppe von Nervenzellen. Wesentliche Fortschritte bei der Behandlung von Parkinson konnten in den letzten Jahren erzielt werden. Dies verläuft umso erfolgreicher, je frühzeitiger die Krankheit erkannt wird.
Die Magdeburger Ärzte wenden mit Erfolg das spezielle Ultraschallverfahren an, mit dem die Erkrankung bereits wesentlich früher als bisher diagnostiziert werden kann. Das Besondere hierbei ist die risikolose Untersuchung des Gehirns durch den Schädelknochen hindurch. So können ohne Röntgenstrahlen die Kerngebiete aufgezeigt werden, deren krankhafte Veränderungen mit verantwortlich für die Parkinsonsymptome sind. Voraussetzung dafür sind allerdings neben einem speziellen Ultraschallgerät auch umfassende Erfahrungen seitens des Arztes bei der Auswertung dieser Daten.
Die Magdeburger Forscher sind zuversichtlich, dass diese Möglichkeit der verbesserten Diagnosestellung unter anderem in Kombination mit der Kernspintomographie auch neue Einblicke in die Grundlagen dieser Erkrankung erwarten lässt.

CO2-Ausstoß verändert Ozeane SWR2 RADIO AKADEMIE: Übersäuerung bedroht
Leben in den Weltmeeren / Sendung am 9. Juli / Sendereihe befasst sich seit zehn Jahren mit gesellschaftlichen "Mega-Trends"

Baden-Baden (ots) - Baden-Baden. Der Mensch ist dabei, die Chemie der Ozeane innnerhalb der nächsten hundert Jahre nachhaltig zu verändern. Dieses bisher wenig beachtete Phänomen und seine möglichen Folgen für die Umwelt thematisiert die zehnte Sendung der aktuellen SWR2 RadioAkademie, die am 9. Juli in SWR2 Wissen zu hören ist. In ihrem halbstündigen Feature belegen die Autoren Dirk Neumann und Gábor Paál, dass die massenweise Freisetzung des Treibhausgases CO2 Gefahren birgt, die weit über die bisherigen Szenarien einer allgemeinen Klimaerwärmung hinaus gehen: In übersäuerten Ozeanen ist das Leben zahlreicher Arten bedroht - mit unabsehbaren Folgen für das Ökosystem. Ulf Riebesell, Planktonforscher vom Institut für Meereswissenschaften in Kiel, warnt: "Wir könnten einen Ozean erzeugen, den es so noch nie gegeben hat, an den die Organismen nicht angepasst sind, so dass wir da möglicherweise Dinge verändern, die wir nicht wieder rückgängig machen könnten."
Das Problem: Durch die Bindung des CO2 im Wasser der Ozeane entsteht Kohlensäure in enormen Mengen. Das Meer wird sauer - mit weit reichenden Folgen, denn Säure löst Kalk. Sinkt der pH-Wert des Meerwassers so weit, dass es nicht mehr mit Kalk gesättigt ist, können kalkbildende Organismen keine Schalen mehr aufbauen. Dadurch ist die Existenz von Krebsen, Muscheln, Korallen und - ganz wichtig für den Fortbestand der Nahrungskette - vielen Planktonarten unmittelbar bedroht.
Unter dem Titel "ArcheTopia - Lebensräume der Zukunft" befasst sich die diesjährige SWR2 RADIO AKADEMIE seit 7. Mai mit unterschiedlichen Aspekten unserer globalisierten Welt und den daraus resultierenden Fragen nach den menschlichen Lebensräumen. In zwölf halbstündigen Feature-Sendungen (jew. samstags um 8.30 Uhr in SWR2 Wissen) setzen sich Hörfunk-Journalisten aus Wissenschaft und Kultur intensiv mit dem Thema auseinander, zeigen Entwicklungen auf, recherchieren Hintergründe, reflektieren populäre und unpopuläre Utopien und fragen nach möglichen Perspektiven.
Seit mittlerweile zehn Jahren setzt sich die SWR2 RADIO AKADEMIE einmal jährlich in zwölf halbstündigen Feature-Produktionen mit den "Mega-Trends" auseinander, den großen gesellschaftlichen Themen und Veränderungen. Dass das Konzept aufgeht, beweist der langfristige Erfolg der Reihe: Selbst die SWR2 RADIO AKADEMIEN, die bereits längere Zeit zurück liegen, haben kaum an Aktualität verloren: Ob es um das Leben in der modernen Mediengesellschaft ging oder um die Folgen der modernen Biomedizin; um die Auswirkungen der Globalisierung oder Anspruch und Wirklichkeit der Wissensgesellschaft. Kaum ein Thema der vergangenen zehn Jahre scheint heute verstaubt, überholt oder vergessen. Dies beweist auch die ungebrochen hohe Nachfrage nach den Online-Manuskripten der Sendungen. Mehrere Sendungen der Reihe wurden ausgezeichnet, zuletzt die Sendung "Leben mit Fremdkörpern" von Uwe Springfeld (2004), die den Publizistikpreis der GlaxoSmithKline-Stiftung erhalten hat.
SWR2 Sendehinweis: SWR2 RADIO AKADEMIE; ArcheTopia - Lebensräume der Zukunft bis 23. Juli 2005, jew. Samstag, 8.30 Uhr
die nächsten Sendetermine: Sa, 9. Juli, 8.30 Uhr Ozeanische Gefühle - Welten unter Wasser Von Dirk Neumann und Gábor Paál
Sa, 16. Juli, 8.30 Uhr Ab in den Weltraum - Kosmische Träume Von Uwe Springfeld
Sa, 23. Juli, 8.30 Uhr Weltpark Erde - Wie viel Erde braucht der Mensch? Von Falk Fischer
Weitere Informationen zur aktuellen SWR2 RADIO AKADEMIE und zum zehnjährigen Jubiläum der Reihe unter www.SWR2.de/radioakademie

Und jetzt noch der Schwachsinn des Tages ;) :

Kometenbeschuss: Astrologin verklagt NASA auf Schadensersatz - 250 Millionen Euro wegen verletzter spiritueller Rechte
Moskau, 4. Juli (AFP) - Eine russische Astrologin hat die NASA am Sonntag auf Schadensersatz in Höhe von 8,7 Milliarden Rubel (250 Millionen Euro) verklagt. Als Grund gab Marina Bai laut Presseberichten an, dass die Bombardierung des Kometen Tempel 1 durch die US-Raumfahrtbehörde ihr Horoskop durcheinander bringe und damit ihre spirituellen Rechte verletze. Die NASA habe ihr Allerheiligstes angegriffen.
Bereits früher hatte die Astrologin versucht, den Schuss auf den Kometen per Gerichtsentscheidung zu verhindern, war damit jedoch gescheitert. Bais Rechtsbeistand Alexander Molokow sieht nun jedoch eine neue juristische Grundlage für die Klage: Das Experiment der NASA, die eine Repräsentanz auf russischem Boden unterhalte, habe die Sphäre des Kometen verändert und dadurch Bais Horoskop verzerrt.

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#236 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 06.07.2005 09:48

Jawoll, gleich verknacken, diese Horoskopverzerrer! :lol:

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

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#237 Ungelesener Beitrag von laguna » 06.07.2005 14:55

Michael H.W. Weber hat geschrieben:Jawoll, gleich verknacken, diese Horoskopverzerrer! :lol:

Michael.
Sie beruft sich dabei übrigens darauf, daß der Impactor den Weg des Kometen verändert, und damit sich das Feld des Universums geändert habe. Dies habe negative Auswirkung auf ihre spiritistische Aura.

Ich werde jetzt gegen den Neubau der Umgehungsstraße hier klagen. Die verändert lokal das Erdmagnetfed und führt daher zu negativen Auswirkungen auf meine spiritistische Aura. :D
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#238 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 06.07.2005 15:02

laguna2 hat geschrieben:Ich werde jetzt gegen den Neubau der Umgehungsstraße hier klagen. Die verändert lokal das Erdmagnetfed und führt daher zu negativen Auswirkungen auf meine spiritistische Aura. :D
Nicht doch, das Erdmagnetfeld gibts wirklich, das kommt uncool. :P

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#239 Ungelesener Beitrag von frank » 06.07.2005 15:35

Aber das geänderte Magnetfeld hat Auswirkungen auf die "Spiritistische Aura" und das ist das einzig interessante. Wen interessiert schon das Erdmagnetfeld, wenns um sowas wichtiges geht...

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#240 Ungelesener Beitrag von frank » 20.01.2006 10:10

Dialog mit der Zukunft: Das Informationsforum RFID e. V. Informationsforum RFID: 2006 entscheidende Weichenstellungen für RFI
Berlin (ots) -

19. Januar 2006

Enorme Potenziale der neuen Technologie für Wirtschaft und Verbraucher

2006 werden entscheidende Weichen für den Einsatz von RFID (Radiofrequenz-Identifikation) gestellt. Diese Auffassung vertrat Prof. Dr. Michael ten Hompel, Vorsitzender des Informationsforum RFID, während der Auftaktveranstaltung am 19. Januar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Das Informationsforum RFID e. V. ist eine gemeinsame Initiative von Unternehmen aus den Bereichen Handel, Konsumgüterindustrie, Automobilbranche, IT und Dienstleistung zur Förderung der RFID-Technologie.

Wichtiges Ziel der Arbeit des Informationsforum RFID ist es, die Diskussion zwischen Anwendern und Herstellern, Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Medien sowie Daten- und Verbraucherschützern beim Thema RFID zu fördern, sagte ten Hompel. Die Chancen stehen gut, dass sich die Entwicklungsdynamik im Bereich Informationstechnologie verstärke. Dazu können auch die im Bund und der EU anstehenden Entscheidungen zur Förderung von Innovation und Technologie beitragen. Schon auf der CeBIT im März werde RFID eines der wichtigsten Themen sein.

Bei der Erforschung und Entwicklung von RFID nimmt Deutschland bereits heute eine führende Stellung ein. Die Chancen, die sich für den Innovationsstandort Deutschland und die Verbraucher ergeben, sind enorm und müssen erschlossen werden. Mit einem Volumen von 7,7 Mrd. Euro ist Deutschland vor den USA und Japan auf Rang 1 der Export-Weltrangliste für Fördertechnik und Materialfluss. Industrie, Politik und Datenschutz müssten gemeinsam die Basis schaffen, damit sich der RFID-Markt erfolgreich entwickeln könne, betonte ten Hompel weiter.

Gleichzeitig spiele die sensible Balance von Freiheit und Sicherheit eine entscheidende Rolle. Der Schutz privater Daten und eine sichere Informationsübertragung sind kein Beiwerk, sagte ten Hompel. Der Verbraucher muss über das Vorhandensein eines RFID-Transponders informiert werden und eine Deaktivierungsmöglichkeit erhalten.

Für die künftige Entwicklung von RFID stehen drei Herausforderungen im Vordergrund: Die Verbesserung der Akzeptanz der RFID-Technologie durch Aufklärungsarbeit, die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen sowie die Überwindung der letzten technischen Hürden. Das Informationsforum RFID geht davon aus, dass auf dieser Grundlage RFID in den nächsten fünf bis zehn Jahren breite Einführung in Logistik, Handel und Produktion finden kann und einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Verbraucherschutz und Produktsicherheit leisten wird.

Über RFID

RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation. Diese Technologie ermöglicht es, Daten mittels Radiowellen berührungslos und ohne Sichtkontakt zu übertragen. Eine RFID-System-Infrastruktur umfasst Transponder, Sende-Empfangs-Gerät sowie das im Hintergrund wirkende IT-System. Die Sende-Empfangseinheit erzeugt ein elektro-magnetisches Feld, das die Antenne des RFID-Transponders empfängt. Der Transponder sendet daraufhin den Nummerncode an das Lesegerät. Je nach Frequenzbereich, Sendestärke und ortsabhängigen Umwelteinflüssen können Daten aus einer Distanz von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern gelesen werden.

Über das Informationsforum RFID e. V.

Das Informationsforum RFID ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Mitglieder sind Unternehmen aus den Bereichen Handel, Konsumgüterindustrie, Automobilbranche, IT und Dienstleistung. Mittlerweile ist das Informationsforum auf 16 Mitglieder angewachsen, darunter DHL, Gillette, Henkel, Hewlett-Packard, IBM, Intermec Technologies, METRO Group, Oracle, Philips, Procter & Gamble, SAP, Siemens, T Systems, Volkswagen und als Fördermitglieder GS1 Germany und der BITKOM. Eine enge Kooperation besteht mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik. Das Informationsforum RFID ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um RFID und versteht sich zugleich als Plattform für einen Dialog zwischen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien sowie Verbrauchern.

Weitere Informationen über RFID und das Informationsforum RFID
finden Sie unter www.info-rfid.de.

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