Neue Früh-Diagnostik bei Parkinson-Krankheit
mp Magdeburg - Ein spezielles Diagnoseverfahren soll eine Parkinson-Erkrankung frühzeitig erkennen lassen und damit größeren Erfolg bei der Behandlung ermöglichen. Die Hirnparenchymsonographie wird bereits von den Ärzte an der Klinik für Neurologie II der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg angewendet.
Die Parkinson-Krankheit gehört zu den neurologischen Erkrankungen, die der Wissenschaft noch viele Rätsel aufgeben. Die Ursache für diese Erkrankung ist der Untergang einer speziellen Gruppe von Nervenzellen. Wesentliche Fortschritte bei der Behandlung von Parkinson konnten in den letzten Jahren erzielt werden. Dies verläuft umso erfolgreicher, je frühzeitiger die Krankheit erkannt wird.
Die Magdeburger Ärzte wenden mit Erfolg das spezielle Ultraschallverfahren an, mit dem die Erkrankung bereits wesentlich früher als bisher diagnostiziert werden kann. Das Besondere hierbei ist die risikolose Untersuchung des Gehirns durch den Schädelknochen hindurch. So können ohne Röntgenstrahlen die Kerngebiete aufgezeigt werden, deren krankhafte Veränderungen mit verantwortlich für die Parkinsonsymptome sind. Voraussetzung dafür sind allerdings neben einem speziellen Ultraschallgerät auch umfassende Erfahrungen seitens des Arztes bei der Auswertung dieser Daten.
Die Magdeburger Forscher sind zuversichtlich, dass diese Möglichkeit der verbesserten Diagnosestellung unter anderem in Kombination mit der Kernspintomographie auch neue Einblicke in die Grundlagen dieser Erkrankung erwarten lässt.
CO2-Ausstoß verändert Ozeane SWR2 RADIO AKADEMIE: Übersäuerung bedroht
Leben in den Weltmeeren / Sendung am 9. Juli / Sendereihe befasst sich seit zehn Jahren mit gesellschaftlichen "Mega-Trends"
Baden-Baden (ots) - Baden-Baden. Der Mensch ist dabei, die Chemie der Ozeane innnerhalb der nächsten hundert Jahre nachhaltig zu verändern. Dieses bisher wenig beachtete Phänomen und seine möglichen Folgen für die Umwelt thematisiert die zehnte Sendung der aktuellen SWR2 RadioAkademie, die am 9. Juli in SWR2 Wissen zu hören ist. In ihrem halbstündigen Feature belegen die Autoren Dirk Neumann und Gábor Paál, dass die massenweise Freisetzung des Treibhausgases CO2 Gefahren birgt, die weit über die bisherigen Szenarien einer allgemeinen Klimaerwärmung hinaus gehen: In übersäuerten Ozeanen ist das Leben zahlreicher Arten bedroht - mit unabsehbaren Folgen für das Ökosystem. Ulf Riebesell, Planktonforscher vom Institut für Meereswissenschaften in Kiel, warnt: "Wir könnten einen Ozean erzeugen, den es so noch nie gegeben hat, an den die Organismen nicht angepasst sind, so dass wir da möglicherweise Dinge verändern, die wir nicht wieder rückgängig machen könnten."
Das Problem: Durch die Bindung des CO2 im Wasser der Ozeane entsteht Kohlensäure in enormen Mengen. Das Meer wird sauer - mit weit reichenden Folgen, denn Säure löst Kalk. Sinkt der pH-Wert des Meerwassers so weit, dass es nicht mehr mit Kalk gesättigt ist, können kalkbildende Organismen keine Schalen mehr aufbauen. Dadurch ist die Existenz von Krebsen, Muscheln, Korallen und - ganz wichtig für den Fortbestand der Nahrungskette - vielen Planktonarten unmittelbar bedroht.
Unter dem Titel "ArcheTopia - Lebensräume der Zukunft" befasst sich die diesjährige SWR2 RADIO AKADEMIE seit 7. Mai mit unterschiedlichen Aspekten unserer globalisierten Welt und den daraus resultierenden Fragen nach den menschlichen Lebensräumen. In zwölf halbstündigen Feature-Sendungen (jew. samstags um 8.30 Uhr in SWR2 Wissen) setzen sich Hörfunk-Journalisten aus Wissenschaft und Kultur intensiv mit dem Thema auseinander, zeigen Entwicklungen auf, recherchieren Hintergründe, reflektieren populäre und unpopuläre Utopien und fragen nach möglichen Perspektiven.
Seit mittlerweile zehn Jahren setzt sich die SWR2 RADIO AKADEMIE einmal jährlich in zwölf halbstündigen Feature-Produktionen mit den "Mega-Trends" auseinander, den großen gesellschaftlichen Themen und Veränderungen. Dass das Konzept aufgeht, beweist der langfristige Erfolg der Reihe: Selbst die SWR2 RADIO AKADEMIEN, die bereits längere Zeit zurück liegen, haben kaum an Aktualität verloren: Ob es um das Leben in der modernen Mediengesellschaft ging oder um die Folgen der modernen Biomedizin; um die Auswirkungen der Globalisierung oder Anspruch und Wirklichkeit der Wissensgesellschaft. Kaum ein Thema der vergangenen zehn Jahre scheint heute verstaubt, überholt oder vergessen. Dies beweist auch die ungebrochen hohe Nachfrage nach den Online-Manuskripten der Sendungen. Mehrere Sendungen der Reihe wurden ausgezeichnet, zuletzt die Sendung "Leben mit Fremdkörpern" von Uwe Springfeld (2004), die den Publizistikpreis der GlaxoSmithKline-Stiftung erhalten hat.
SWR2 Sendehinweis: SWR2 RADIO AKADEMIE; ArcheTopia - Lebensräume der Zukunft bis 23. Juli 2005, jew. Samstag, 8.30 Uhr
die nächsten Sendetermine: Sa, 9. Juli, 8.30 Uhr Ozeanische Gefühle - Welten unter Wasser Von Dirk Neumann und Gábor Paál
Sa, 16. Juli, 8.30 Uhr Ab in den Weltraum - Kosmische Träume Von Uwe Springfeld
Sa, 23. Juli, 8.30 Uhr Weltpark Erde - Wie viel Erde braucht der Mensch? Von Falk Fischer
Weitere Informationen zur aktuellen SWR2 RADIO AKADEMIE und zum zehnjährigen Jubiläum der Reihe unter
www.SWR2.de/radioakademie
Und jetzt noch der Schwachsinn des Tages

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Kometenbeschuss: Astrologin verklagt NASA auf Schadensersatz - 250 Millionen Euro wegen verletzter spiritueller Rechte
Moskau, 4. Juli (AFP) - Eine russische Astrologin hat die NASA am Sonntag auf Schadensersatz in Höhe von 8,7 Milliarden Rubel (250 Millionen Euro) verklagt. Als Grund gab Marina Bai laut Presseberichten an, dass die Bombardierung des Kometen Tempel 1 durch die US-Raumfahrtbehörde ihr Horoskop durcheinander bringe und damit ihre spirituellen Rechte verletze. Die NASA habe ihr Allerheiligstes angegriffen.
Bereits früher hatte die Astrologin versucht, den Schuss auf den Kometen per Gerichtsentscheidung zu verhindern, war damit jedoch gescheitert. Bais Rechtsbeistand Alexander Molokow sieht nun jedoch eine neue juristische Grundlage für die Klage: Das Experiment der NASA, die eine Repräsentanz auf russischem Boden unterhalte, habe die Sphäre des Kometen verändert und dadurch Bais Horoskop verzerrt.