Proteins@home, neues (französisches) Projekt angekündigt

Analyse und Vorhersage von Struktur und Faltungsweg (Folding@home, GPUGRID, Rosetta@home, ...)
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magihatfertig
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#25 Ungelesener Beitrag von magihatfertig » 08.12.2006 15:12

magihatfertig hat geschrieben:Wie werden denn bei proteins@home die Credits vergeben? Ich hab da einige unregelmäßigkeiten. Eine meiner Wus wurde 2 mal ausgegeben, beide hatten nen claimed credits von ca 6. bekommen haben aber beide ca 20! bei ner anderen wu bekam ich als einziger von 3en 0 credits, die anderen beiden 11, obwohl alle ca die gleiche anzahl, 6 glaub ich, gefordert haben. Wie ist das zu erklären?

ich wollte mich mal in erinnerung rufen, kann mir das jemand erklären?

scsimodo
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#26 Ungelesener Beitrag von scsimodo » 09.12.2006 21:27

magihatfertig hat geschrieben:
magihatfertig hat geschrieben:Wie werden denn bei proteins@home die Credits vergeben? Ich hab da einige unregelmäßigkeiten. Eine meiner Wus wurde 2 mal ausgegeben, beide hatten nen claimed credits von ca 6. bekommen haben aber beide ca 20! bei ner anderen wu bekam ich als einziger von 3en 0 credits, die anderen beiden 11, obwohl alle ca die gleiche anzahl, 6 glaub ich, gefordert haben. Wie ist das zu erklären?

ich wollte mich mal in erinnerung rufen, kann mir das jemand erklären?
Fall 1 ist wohl nur durch server side credits zu erklären. Ähnlich SIMAP gibt es je nach geleisteter Arbeit feste Credits je "Arbeitseinheit" (im Fall von SIMAP z.B. Sequenzvergleiche). Die sehen so ohne weiteres zunächst mal seltsam aus, weil kein System dahinterzustecken scheint. Fall 2 sieht mir stark nach einem ungültigem/abweichenden Ergebnis aus. Schau doch mal die WU an sich an...
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scsimodo
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#27 Ungelesener Beitrag von scsimodo » 09.12.2006 21:43

Rincewind hat geschrieben: Also, Proteins@home hat im Prinzip das gleiche Ziel wie Rosetta, es möchte vorhersagen über Proteinstrukturen machen, allerdings wird dazu nicht wie bei Rosetta eine Software entwickelt die das Protein bzw. die Aminosäureketten immer wieder in eine neue Form 'biegt', sondern man versucht von Proteinen deren 3D-Struktur man kennt die Aminosäurensequenz zu ermitteln
Klärt doch mal bitte einen Unwissenden auf. Nehmen wir ein x-beliebiges Protein über das wenig bis gar nichts bekannt ist. Da lasse ich eine Horde Biologen/Chemiker/Physiker drauflos und die bestimmen dann mit geeigneten Mitteln diverse Parameter. Irgendwann will man die 3-dimensionale Struktur auch noch wissen und wirft einen Röntgen-Kristallographen(?) an. So, nun ist aber so ziemlich alles bekannt, was dieses Protein beschreibt.

Warum also muss man von einem Protein, dessen 3-dimensionale Struktur (und damit noch viel mehr) bekannt ist, die Aminosäurensequenz per Computer ermitteln? Ist sowas nicht eine Fingerübung für jeden versierten Chemiker/Biologen/Physiker? Die Frage klingt vielleicht naiv, aber so ganz will mir das nicht in den Kopf. Die umgekehrte Richtung, also wie Rosetta es macht, ist mir allerdings schon verständlich.

Ich möchte das mal mit einem Schachspiel vergleichen. Das Schachprogramm (Rosetta) berechnet von der Ausgangstellung (bekannte Aminosäuren) die besten Züge um zum Sieg zu gelangen (tatsächliche Faltung). Bei Proteins@Home wird doch praktisch von einem Spiel mit bekannten Zügen zurückgerechnet bis alle Figuren wieder in der Ausgangstellung stehen. Oder wo ist mein Denkfehler?
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aalerich

#28 Ungelesener Beitrag von aalerich » 10.12.2006 00:55

Soweit ich das verstanden habe werden in dem Schachspiel die Figuren durch ähnliche ersetzt und man versucht dann, mit diesen, ja trotz aller Ähnlichkeit anderen Figuren die gleiche Ausgangsstellung zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
aalerich

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henna
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#29 Ungelesener Beitrag von henna » 10.12.2006 10:38

Bei mir läuft Boinc neben F@H. Alle Boinc-Projekte teilen sich die Prozessorleistung, nur protein@home schnappt sich alles. Ich hoffe das sich das noch ändert.

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#30 Ungelesener Beitrag von Rincewind » 10.12.2006 11:25

aalerich hat geschrieben:Soweit ich das verstanden habe werden in dem Schachspiel die Figuren durch ähnliche ersetzt und man versucht dann, mit diesen, ja trotz aller Ähnlichkeit anderen Figuren die gleiche Ausgangsstellung zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
aalerich
Meines Wissens nach, hast du recht, es geht darum eine Datenbank anzulegen mit in der zu einer bestimmten Form bestimmte AS-Sequenzen und die dazugehörige freigesetzte Energie gespeichert sind.
Wenn man nun auf eine neue AS-Sequenz trifft von der man die Struktur nicht weiß, möchte man anhand der schon erhaltenen Daten in der Datenbank versuchen auf die Struktur zu schließen.

Ich kenne mich zwar nicht so genau mit der Materie aus, aber ich hab mal bei einem der beiden Projekte (Rosetta oder Proteins) gelesen dass der Einsatz eines Röntgen-Kristallographen verdammt teuer ist, und die Datenbank einen wesentlichen finanziellen Vorteil hat.
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#31 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 10.12.2006 12:17

henna hat geschrieben:Bei mir läuft Boinc neben F@H. Alle Boinc-Projekte teilen sich die Prozessorleistung, nur protein@home schnappt sich alles.
Ja, das ist richtig. Habe mich auch schon drüber geärgert - allerdings stimmt es nicht, daß ALLE BOINC Projekte mit FAH 1:1 CPU-Last teilen. Einige werden auch von FAH geplättet (z.B. Nano-Hive@home).

@scsimodo: Sagen wir es mal so: Proteins@home berechnet Aminosäuresequenzen, die - wenn sie als Protein gefaltet sind - ein (hoffentlich) funktionelles Ersatzprotein für die jeweilige Vorlage ergeben. Dieses Ersatzprotein kann z.B. funktionstüchtiger sein, als das was die Natur vorgegeben hat (oder aber eben auch schlechter). Der Clou dabei ist: Es geht eben nicht nur um Proteindesign. Die zu erstellende Datenbank sollte auch etliches an neuem Grundlagenwissen darüber liefern, welcher "Aminosäuresequenzraum" (also -vielfalt) sozusagen sich gleich faltet. Daraus kann man dann hoffentlich Regeln ableiten, wie diese Auswahl gleichen Faltungsweges stattfindet. Die Mehrheit der Forscher geht heute davon aus, daß die Seitenketten der Aminosäuren den Faltungsprozeß steuern. Man könnte deshalb behaupten, eine veränderte Aminosäuresequenz kann, falls dies stimmt, nicht die gleiche Proteinfaltung ergeben. Das KANN so sein, ist aber im Experiment oft eben nicht der Fall. Ich bin mir sicher, die Seitenketten spielen eine Rolle, allerdings habe ich die starke Vermutung, daß eben nicht die Seitenketten, sondern das "Backbone" das wesentliche Element des Faltungsvorgangs darstellt und es SPÄTER JE NACH SEITENKETTEN nur eine ganz bestimmte Auswahl gibt, was an "produktivem" (d.h. proteinbildendem) Faltungsweg eingeschlagen werden kann. Diese Vorstellung ist auch die Grundlage für meinen Vorschlag, daß RKN ein eigenes DC Projekt zur Thematik aufsetzen und diesem nachgehen sollte. Das vollständige "sampeln" des kompletten Proteinfaltungsraumes findet meiner Meinung nach nicht statt. Und deswegen wird ein großer Teil der Rechenzeit von Folding@home sozusagen "unproduktiv" verwendet, obwohl ja das an sich clevere FAH nicht den gesamten Faltungsraum durchtestet, sondern nach Auffinden eines Übergangszustandes diesen weiterverfolgt. Leider ist diese "Verschwendung" von Rechenzeit beim heutigen Stand des Wissens (noch) nicht zu vermeiden. Deswegen muß dieses Wissen grundlegend erweitert werden. Und dazu setzen wir einen erheblichen Teil unserer Rechenkraft ein (in der Hoffnung, daß die heutigen Projektleiter mehr von der Angelegenheit verstehen, als wir). :D

Michael.
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#32 Ungelesener Beitrag von huraxprax » 10.12.2006 13:14

sollten nicht alle projekte auf niedrigster priorität laufen und somit gleiche anteile bekommen? unter linux ist das überall so, bei osx steig ich noch nicht ganz durch, warum wird das bei windows anders gemacht?

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henna
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#33 Ungelesener Beitrag von henna » 10.12.2006 14:49

Michael H.W. Weber hat geschrieben:
henna hat geschrieben:Bei mir läuft Boinc neben F@H. Alle Boinc-Projekte teilen sich die Prozessorleistung, nur protein@home schnappt sich alles.
Ja, das ist richtig. Habe mich auch schon drüber geärgert - allerdings stimmt es nicht, daß ALLE BOINC Projekte mit FAH 1:1 CPU-Last teilen. Einige werden auch von FAH geplättet (z.B. Nano-Hive@home).
Ich meinte natürlich alle anderen Projekte die bei mir laufen. Laut Process Explorer laufen F@H und protein@home mit idle4. Die Abstufung der Prioritäten unter Windows war vor längerer Zeit schon einmal Thema hier, aber die Sache ist nach meiner Erinnerung ziemlich kompliziert (mehrere Stufen mit jeweils mehreren Unterstufen).

henna

RT1984

#34 Ungelesener Beitrag von RT1984 » 12.12.2006 23:48

So, der Rechner ist auf PAH umgestellt und schon bin ich was den RAC angeht auf Platz 9 im Team :lol:

Was bedeutet pending? Sehe ich das richtig, dass das heißen soll, dass er noch auf das zweite Ergebnis eines zweiten Users für diese WU wartet? Was wenn der die nicht fertig rechnet? Ist meine Rechenzeit dann vergeudet?

Gruß, Tobi

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#35 Ungelesener Beitrag von Rincewind » 13.12.2006 00:02

Sehe ich das richtig, dass das heißen soll, dass er noch auf das zweite Ergebnis eines zweiten Users für diese WU wartet?
Genau so ist es, es kann auch sein, dass es 3 oder noch mehr User geben muß die diese WU berrechnet haben bis du die Credits bekommst.

Vergeudet ist die Zeit allerdings nie, denn spätestens wenn die Deahline der WU bei dem anderen User überschritten wird, wird die WU neu ausgegeben.

Die Credits bekommst du auf jeden Fall, auch wenn es anscheinend bei einigen Projekten auch schon vorgekommen ist, dass das mehrere Monate gedauert hat.
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#36 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 13.12.2006 07:28

Am besten bei solchen Fragen mal kurz im Wiki schauen: [[Pending credits]] gibt es jetzt auch dort mit den hier erwähnten Hinweisen.

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