DF-Textclient (Win), wieviel laufen davon auf einem Rechner?

Analyse und Vorhersage von Struktur und Faltungsweg (Folding@home, GPUGRID, Rosetta@home, ...)
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Sven
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1310
Registriert: 19.01.2002 01:00

DF-Textclient (Win), wieviel laufen davon auf einem Rechner?

#1 Ungelesener Beitrag von Sven » 23.03.2002 09:51

Hallo Rechenkraftler!

Da ich zur Zeit nur eine Kiste aktiviert habe, wollte ich da alles ausknautschen (PIII650@728/512MB/Win89SE).

Seit gut zwei Wochen nudeln vier Textclients im Hintergrund (Programmeinstellungen: Speicher geschützt, alles auf automatisch, Hintergrundaktivität hoch). Daneben läuft manchmal der T-Onlinekram, IE, MoreTV pp.

Was mutet Ihr denn euren Rechnern zu? Solange ich noch nebenher verschiedene andere Programme nutze, kann ich wohl keinen echten Vergleich der Geschwindigkeit bei 4/6 Clients vornehmen.
Wer kann dazu etwas berichten?


Tschüs,

Sven.

Benutzeravatar
Bananeweizen
Urvater
Urvater
Beiträge: 2867
Registriert: 14.06.2001 01:00
Wohnort: Kornwestheim

Re: DF-Textclient (Win), wieviel laufen davon auf einem Rech

#2 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 23.03.2002 14:54

Hi Sven !
Sven hat geschrieben: Seit gut zwei Wochen nudeln vier Textclients im Hintergrund (Programmeinstellungen: Speicher geschützt, alles auf automatisch, Hintergrundaktivität hoch). Daneben läuft manchmal der T-Onlinekram, IE, MoreTV pp.
Ob du einen Client, vier oder sechs ausführst, ist vollkommen egal, da der DF-Client sowieso mit Idle-Priorität läuft. D.h. in der Summe erzielst du mit allen Varianten das gleiche Ergebnis. Je mehr Clients, desto langsamer wird jeder davon.
Das einzige, was man dabei gewinnen kann, ist die Zeit, die für das Hochladen der Ergebnisse drauf geht. Aber das sind nur ca. 5 Minuten pro Tag (zumindest bei mir).
Hat man andererseits viele Clients laufen, um diese 5 Minuten noch rauszuholen, kann es sein, daß man sich den Speicher so zuknüppelt, daß das Arbeiten mit den normalen Programmen keinen Spaß mehr macht. Und bei aller Liebe zu DC, mein Rechner ist für mich, nicht für die DC-Programme.

Deshalb meine Empfehlung: Maximal zwei Clients.

Bei mir laufen DF und CommunityTSC. Zusätzlich (ohne Rechenlast) noch der PorivoPeer und der CapCal Agent. Das reicht auch, denke ich, schließlich wollen die anderen ca. 45 laufenden Prozesse auch noch was vom System haben.
Ohne DC habe ich ca. 200 MB belegten Speicher nach dem Booten und Einloggen, mit obigen Programmen etwa 390 MB.

Ciao, Michael.

Benutzeravatar
Sven
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1310
Registriert: 19.01.2002 01:00

#3 Ungelesener Beitrag von Sven » 24.03.2002 08:29

Hallo Michael!

Ich habe ja nun wirklich nicht mit der Stopuhr gemessen, aber rein nach Augenschein (starrer Blick auf die Fortschrittsanzeige), können bis zu vier Clients ohne Einbuße gemeinsam laufen. Nummer fünf und sechs werden nur gestartet wenn ich den Rechner mal alleine lasse. Egal, wenn ich einen PC für sowas übrig habe, werde ich mal ein paar Tage mit identischen WUs wiederholt eine unterschiedliche Anzahl Clients laufen lassen, ohne störende Nebenbeinutzung.

Der Speicherausbau dürfte hier auch nicht das Problem sein. Je nach WU werden so 68 bis 155 MB verbraten. Aber dank Win98 kann man RAM haben wie man will, es bleibt immer ein ganzer Batzen übrig und es wird geswapt das die Platte nur so knirscht.

Äh, wie soll ich denn eigentlich Onlinezeit sparen? Die Clients werden i.d.R. ja nicht zur gleichen Zeit fertig. Nach Deiner Aussage kann ein PC halt in Summe immer nur 100% Ergebnisse liefern, warum sollte das nun bei der Onlinezeit anders sein?

Und da ich Dich gerade am Draht habe; Hefe oder Kristall?


Tschüs,

Sven.

Benutzeravatar
Bananeweizen
Urvater
Urvater
Beiträge: 2867
Registriert: 14.06.2001 01:00
Wohnort: Kornwestheim

#4 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 24.03.2002 08:56

Hi Sven !
Sven hat geschrieben:Ich habe ja nun wirklich nicht mit der Stopuhr gemessen, aber rein nach Augenschein (starrer Blick auf die Fortschrittsanzeige), können bis zu vier Clients ohne Einbuße gemeinsam laufen. Nummer fünf und sechs werden nur gestartet wenn ich den Rechner mal alleine lasse.
Das ist sicher richtig, bringt aber ab dem dritten Client keinen Gewinn mehr in der Gesamtleistung. Meiner Einschätzung nach machst man mit so einer Konfiguration tendenziell sogar Verluste in der Gesamtleistung. Und zwar deshalb, weil der DF-Client einen ziemlich hohen Datendurchsatz hat, die Zeiten für das Starten und Stoppen der Clientprogramme nicht zum Rechnen beitragen und der Client meiner Erfahrung nach ziemlich viel im Kernel-Mode rechnet (unter NT).
Aber dank Win98 kann man RAM haben wie man will, es bleibt immer ein ganzer Batzen übrig und es wird geswapt das die Platte nur so knirscht.
Da ist ein Denkfehler in deiner Kosten-Nutzen-Analyse. Für das Swappen werden Anweisungen in deinem Prozessor ausgeführt. D.h. je mehr der Rechner swappt, desto mehr Prozessorzyklen gehen deinem Client verloren. Aber das ist sicher nicht meßbar...
Äh, wie soll ich denn eigentlich Onlinezeit sparen? Die Clients werden i.d.R. ja nicht zur gleichen Zeit fertig. Nach Deiner Aussage kann ein PC halt in Summe immer nur 100% Ergebnisse liefern, warum sollte das nun bei der Onlinezeit anders sein?
Ne, nicht Onlinezeit sparen. :-)
Ich meinte damit, daß bei Verwendung nur eines Clients ungefähr 5 Minuten Leerlauf pro Tag entstehen, nämlich genau die Zeit, in der Daten mit dem Server ausgetauscht werden. Und bei Verwendung eines zweiten Clients rechnet eben der zweite Client in dieser Zeit weiter. Das ist der einzige Gewinn durch einen zweiten Client auf der gleichen Maschine!
Und da ich Dich gerade am Draht habe; Hefe oder Kristall?
Hefe. Sonst kann ich ja gleich Wasser trinken. :-)

Ciao.

Benutzeravatar
Sven
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1310
Registriert: 19.01.2002 01:00

#5 Ungelesener Beitrag von Sven » 24.03.2002 09:13

Guten Morgen Michael!

Ich Hefe ist Klasse, naja, im Augenblick Kaffeepott Nr.3. :o

Also im Augenblick läuft das alles ja unter 98, da ist die präzise Beobachtung des Systems ja so´ne Sache. Und da ich den PC ja auch
nicht exclusiv für DC nutze, sind auch irreguläre Programmstops immer wieder nötig. Davon abgesehen konnte ich noch mit keiner Einstellung verhindern, das der Client brav jede WU abliefern will und sich einwählt (-df).

Ich hätte den RAM-Absatz mit Smileys versehen sollen. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, das der Aspekt unter dem verwendeten BS keine Rolle spielt. Ist und bleibt unbefriedigend, egal welche Tuningmaßnahmen man trifft.

Wer ist denn eigentlich kpearson, bzw. wie kommt der zu Rechenkraft?

Tschüs, Sven.

ltd

#6 Ungelesener Beitrag von ltd » 24.03.2002 11:26

Hi,

zum Thema wieviele Prozesse möchte ich mich auch noch einmischen.

Es ist immer langsamer mehrere Prozesse gleichzeitig laufen zu lassen !!!!
(Ausnahme die Wartezeiten wenn ein Prozess z.B. Daten sendet)
Das liegt daran das ja nicht nur die Prozesse selber laufen sondern daas Betriebssystem auch noch mitspielt.
Das führt dazu das bei zwei Prozerssen die mit gleicher Prio laufen
jedesmal der komplette Registersatz des Proizessors ausgetauscht wird.
Des weiteren passen normalerweise nicht beide Prozesse in den L1/L2 Cache
des Prozessors was wiederum dazu führt das Daten aus dem langsamen Ram geholt werden. Fazit: Optimal ist eigentlich eine Kombination aus zwei Prozessen bei denen einer eine niedrigere Prio haben sollte, Damit er nur startet wenn der erste Prozess nichts mehr zu tun hat.

Lars

Benutzeravatar
Sven
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1310
Registriert: 19.01.2002 01:00

#7 Ungelesener Beitrag von Sven » 24.03.2002 12:28

Hallo Lars!

Der hier hat mir am besten gefallen: "Es ist immer langsamer mehrere Prozesse gleichzeitig laufen zu lassen !!!! " - und Bratkartoffeln schmecken überall anders :lol:

Ich bin ja ADV-technisch wirklich bloß Blödnutzer, also erleuchte mich mal :wink: - Kann ich mich wenigstens in irgendeiner Weise an der CPU-Lastanzeige irgendeines Tools orientieren? Bei sechs Clients werden mir ~95% Auslastung, bei bis zu vier Clients max. 75% Auslastung angezeigt.

"Fazit: Optimal ist eigentlich eine Kombination aus zwei Prozessen bei denen einer eine niedrigere Prio haben sollte, Damit er nur startet wenn der erste Prozess nichts mehr zu tun hat. " Ich hoffe doch das System ist mit der Überwachung, welcher Prozess jetzt ausgeführt werden darf, nicht überlastet? Da wäre nur ein Client megaoptimal :smoking:


Tschüs,

Sven.

Nachtrag: Habe gerade TaskInfo2002 unter http://www.iarsn.com/ gefunden. Scheint mir brauchbare Angaben zu machen.

Sven.

ltd

#8 Ungelesener Beitrag von ltd » 24.03.2002 14:43

Hi Sven,

du schreibst:

Der hier hat mir am besten gefallen: "Es ist immer langsamer mehrere Prozesse gleichzeitig laufen zu lassen !!!! " - und Bratkartoffeln schmecken überall anders

Da ich noch nicht überall Bratkartoffeln gegessen habe kann ich das zweite nicht beurteilen. :wink:

Das erste stimmt aber nunmal, solange das System nur einen Prozessor hat. :attention:

"Kann ich mich wenigstens in irgendeiner Weise an der CPU- Lastanzeige irgendeines Tools orientieren? Bei sechs Clients werden mir ~95% Auslastung, bei bis zu vier Clients max. 75% Auslastung angezeigt."

Ich kenne leider kein Tool das Dir da wirklich exakt Antwort geben kann.
Unter Win2K kann man sich über den Taskmanager aber immerhin die Verteilung der Rechenzeit ansehen. Allerdings werden die Betriebssystemzeiten dem gerade aktiven Prozess zugeschlagen.

Weiter:

Ich hoffe doch das System ist mit der Überwachung, welcher Prozess jetzt ausgeführt werden darf, nicht überlastet? Da wäre nur ein Client megaoptimal .

Im Prinzip hast du Recht das ein Prozess die beste Lösung ist. Da aber der Client ab und zu damit beschäftigt ist zum Beispiel auf das Netzuwerk, die Festplatte, oder eventuell sogar auf sich selber zu warten, ist hier ein anderer Prozess mit noch niegrigerer Priorität gut um die freiwerdende Zeit zu verwenden. Der Code mit dem das Betriebsystem alle Prozesse überwacht wird alle X Nanosekunden sowieso angestossen, einen negativen Einfluß hat er aber nur dann wenn tatsächlich ein Taskwechsel durchgeführt wird.( Abgesehen von dem Einfluß den es hat, das zum Systemtask umgeschlatet wird, aber das ist nicht zu vermeiden, es sei den du schaltest um auf ein Single Task Betriebsystem wie Dos)

[/quote]

Benutzeravatar
Bananeweizen
Urvater
Urvater
Beiträge: 2867
Registriert: 14.06.2001 01:00
Wohnort: Kornwestheim

#9 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 24.03.2002 18:46

Sven hat geschrieben: Also im Augenblick läuft das alles ja unter 98, da ist die präzise Beobachtung des Systems ja so´ne Sache.
Ja, unter allem, was nicht der Windows-NT-Linie entstammt, kann man das wirklich nicht gut mit Systemmitteln beobachten.

Aber es bleibt dabei (auch wenn dein Systemmonitor was anderes sagt), ein Programm mit IDLE-Priorität (und so eines ist der DF-Client) nutzt den Prozessor schon bis auf wenige Tausendstel der Gesamtleistung aus. Deshalb ist prinzipiell ein CLient allein wirklich am besten. Aber wie auch schon gesagt, ich habe ebenfalls zwei laufen, um die 5 Minuten Uploadzeit pro Tag noch dem zweiten Client zuzuschlagen und um eventuellen Programmabstürzen (bzw. der Leerlaufzeit dadurch) vorzubeugen. Mehr als zwei Programme gleichzeitig verschlechtern das Verhalten grundsätzlich!
Wer ist denn eigentlich kpearson, bzw. wie kommt der zu Rechenkraft?
Das ist der Autor der besten englischen Webseite über DC, mit dem ich regelmäßig Neuigkeiten und Smalltalk austausche:
http://www.aspenleaf.com/distributed/

Ciao, Michael.

Zurück zu „Protein- und Nukleinsäureforschung“