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Projektunabhängige Entdeckungen, Forschungen und Spekulationen
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vollpreller
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#109 Ungelesener Beitrag von vollpreller » 19.01.2005 05:06

Und Satelliten im Erdorbit haben keine Relevanz?
AFAIK wird beim GPS System der relativistische Fehler herausgerechnet, um die Genauigkeit zu erhöhen. In jedem GPS Satellit steckt ja eine synchron laufende Atomuhr, die jedoch von uns auf der Erde gesehen, langsamer als die Refernez auf der Erde läuft. Zudem werden auch die Satellitenuhren unterschiedlich laufen, da sie sich ja nicht alle auf der gleichen Umlaufbahn bewegen.
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frank
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#110 Ungelesener Beitrag von frank » 19.01.2005 10:03

SpeedKing hat geschrieben:
AFP hat geschrieben:Die Position weit entfernter Planeten etwa erscheint verschoben, weil das Licht, das zu uns auf die Erde gelangt, am Schwerfeld der Sonne abgelenkt wird.
Das Licht von Merkur und Venus wird also nicht abgelenkt?
Und das von Sternen auch nicht? :roll:
Die Verwendunge des Wortes "etwa" in diesem Zusammenhang macht deutlich, dass es sich um ein Beispiel handelt. Der Satz erhebt keinen Anspruch darauf, eine vollständige Aufzählung zu liefern. ;)
SpeedKing hat geschrieben:
AFP hat geschrieben:Einsteins Erkenntnisse über die vierdimensionalen Raumzeit sind allerdings nur in den Grenzbereichen der Physik relevant, etwa am Ende des Weltalls oder bei Lichtgeschwindigkeiten.
Am 'Ende' des Weltalls sind die physikalischen Gesetze also anders? Da wirken sich die relativistischen Effekte schon bei geringen Geschwindigkeitsunterschieden nennenswert aus?
Und Satelliten im Erdorbit haben keine Relevanz?
Ich bin mir jetzt nicht wirklich sicher, welche Erkenntnisse Einstein über die vierdimensionale Raumzeit gewonnen hat. Genau genommen habe ich nicht den Hauch einer Ahnung ;) , aber warum sollten "am Ende des Weltalls" nicht andere physikalische Gesetze gelten?? Schließlich gelten in Schwarzen Löchern auch andere physikalische Gesetze, als bei uns. Außerdem stellt sich ja auch immer die Frage, was man als "relevant" bezeichnet. Im tagtäglichen Leben dürfte die vierdimensionale Raumzeit nach Herrn Einstein bei näherungsweise 100% der Menschheit keine Rolle spielen. Und dies gilt IMHO auch für die, die GPS gestützte Navigationssysteme nutzen. Gut, ich weiß jetzt allerdings auch nicht, bei wievielen Menschen am Ende des Weltalls die vierdimensionale Raumzeit eine relevante Rolle spielt!! :lol:
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#111 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 19.01.2005 13:57

frank, ich glaube, du mußt hier nicht AFP verteidigen. Gut, mein Kommentar zu dem ersten Satz war haarspalterisch, aber der zweite Satz ist schlicht falsch und erweckt den Eindruck, daß die Relativitätstheorie eh nur was für Spinner ist. Dabei hat sie für unser alltägliches Leben mittlerweile große Bedeutung und ohne ihre Beachtung würden einige technische Geräte nicht funktionieren.

Übrigens: Ob unsere physikalischen Gesetze in einem schwarzen Loch gelten wissen wir nicht, bis zum Rand des schwarzen Loches (dem Ereignishorizont) gelten sie aber anscheinend (es gibt bisher keine gegenteiligen Beobachtungen).
Und wenn die Relativitätstheorie nicht am 'Ende' des Weltalls gelten würde, warum sollte sie gerade dort dann relevant sein (wie AFP behauptet)?

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#112 Ungelesener Beitrag von frank » 19.01.2005 15:07

SpeedKing hat geschrieben: frank, ich glaube, du mußt hier nicht AFP verteidigen.
Mache ich auch gar nicht, dafür ärgere ich mich viel zu oft über über diverse Agenturen und ihr Ergüsse :D
SpeedKing hat geschrieben: ... Dabei hat sie für unser alltägliches Leben mittlerweile große Bedeutung und ohne ihre Beachtung würden einige technische Geräte nicht funktionieren. ...
Was die Bedeutung angeht, gebe ich dir erstens Recht und stimme dir zweitens zu was die subtile Unterstellung im Originaltext angeht, nach der Einsteins Erkenntnisse nur was für abgedrehte, schräge Wissenschaftler ist.
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#113 Ungelesener Beitrag von frank » 19.01.2005 15:44

Daten vom Titan drohen wegen Personalmangel unterzugehen
Hamburg (ots) - Nach der erfolgreichen Landung der Huygens-Sonde auf dem Saturnmond Titan klagen deutsche Forscher gegenüber der ZEIT, dass sie die riesigen Datenmengen aus Personalmangel zum Teil nicht richtig verarbeiten können. "Für die Auswertung der Daten vom Ultra-violet-Imaging-Spektrografen auf Cassini fehlt mir schlicht ein Postdoktorand", sagt der Planetenforscher Horst Uwe Keller vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau. Cassini ist der Name der Saturnsonde, die Huygens zum Titan brachte.
Auch dem Astronomen Eberhard Grün vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg steht nach jahrelangen Kürzungen nur noch eine "Restgruppe" zur Verfügung, um Daten zum kosmischen Staub zu analysieren. "Wir kämpfen derzeit darum, Doktoranden zu bekommen", sagt Grün.
Den Grund für ihre Misere sehen die Forscher in der mangelnden politischen Unterstützung. Anders als das Lob von Bundesforschungsministerin Bulmahn - die die Huygens-Mission als "hervorragendes Symbol europäischer Zusammenarbeit" anpries - vermuten lasse, werde die extraterrestrische Forschung in Deutschland seit Jahren stiefmütterlich behandelt. Wertvolle Daten aus dem All könnten daher hierzulande ungenutzt in den Computern alt werden.

Originaltext: DIE ZEIT

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#114 Ungelesener Beitrag von M. Franckenstein » 19.01.2005 16:58

dann sollten sie daraus ein DC-Projekt basteln *g*


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#115 Ungelesener Beitrag von Gast » 19.01.2005 21:36

Aus meiner Sicht sehe ich da Folgendes:
Eine Fehlplanung. Es musste doch mal irgendwie kalkuliert worden sein, welche Daten theoretisch erfassbar sind.
Und wenn das Geld für ein, zwei Postdoc-Stellen - befristet auf ein paar Monate - bei Kosten von über 300 Mio. Dollar für Huygens - dann sage ich nur - armes Deutschland.

Lieber bei wenigen Sachen dabei sein, aber dafür ordentlich geplant und durchgeführt.

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#116 Ungelesener Beitrag von laguna » 20.01.2005 11:12

Anonymous hat geschrieben:Aus meiner Sicht sehe ich da Folgendes:
Eine Fehlplanung. Es musste doch mal irgendwie kalkuliert worden sein, welche Daten theoretisch erfassbar sind.
Und wenn das Geld für ein, zwei Postdoc-Stellen - befristet auf ein paar Monate - bei Kosten von über 300 Mio. Dollar für Huygens - dann sage ich nur - armes Deutschland.

Lieber bei wenigen Sachen dabei sein, aber dafür ordentlich geplant und durchgeführt.
Das hat man bestimmt kalkuliert.
Nur war das 1997. Damals war noch mehr Geld da.
Und damit mehr Stellen....
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René
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#117 Ungelesener Beitrag von René » 20.01.2005 14:00

Hallo!

Solange sich unsere Politiker mit mehr oder weniger fragwürdigen Nebenjobs die Taschen füllen, kann ich nicht daran glauben, dass kein Geld da sein soll. Die Firmen in Deuutschland haben das letzte Jahr so viel Geld verdient wie nie zuvor. Dann sollen sie u. a. den Spitzensteuersatz halt erhöhen. Nun gut - kommt für die jetzige Situation wohl etws zu spät.
Na ja, mit der Forschung ist das in Deutschland sowieso ein Trauerspiel.

René

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#118 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 20.01.2005 14:44

laguna2 hat geschrieben: Das hat man bestimmt kalkuliert.
Nur war das 1997. Damals war noch mehr Geld da.
Und damit mehr Stellen....
Klar. Aber bevor man jetzt Geld in irgendwelche anderen Projekte steckt, sollte man dieses erst mal vernünftig abschließen!

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#119 Ungelesener Beitrag von laguna » 20.01.2005 15:33

SpeedKing hat geschrieben:
laguna2 hat geschrieben: Das hat man bestimmt kalkuliert.
Nur war das 1997. Damals war noch mehr Geld da.
Und damit mehr Stellen....
Klar. Aber bevor man jetzt Geld in irgendwelche anderen Projekte steckt, sollte man dieses erst mal vernünftig abschließen!
Wenn Du 10 Projekte aus verschiedenen Bereichen am laufen hast, und für diese die Mittel gekürzt werden, dann verteilst Du die Kürzungen gleichmäßig über alle Projekte. Somit verlieren alle Projekte Mittel und damit auch Manpower.
Wenn Du nun Subventionen haben willst für dein Projekt um das auszugleichen, für Projekte aus deiner Forschungsrichtung aber keine bewilligt werden da sie politisch nicht hoch im Kurs stehen, dann siehst Du alt aus. Dann wird das Nachbarprojekt in dem die Auswirkungen von Erdnussbutter auf die Erdrotation erforscht wird eben Geld bekommen, während Du in de Röhre siehst.

Ein weiteres Problem dürfte hier gewesen sein, daß die 1997 vorerst fertig waren mit ihrem Projekt. Die Sonde war ja auf dem Weg. Danach heißt es abwarten. Während des Fluges gibt es nicht viel zu tun. Also suchen sich ein Teil der Leute in der Zwischenzeit andere Aufgaben. Jetzt, 7 Jahre später ist es aber ungleich schwerer diese wieder zurück zu bekommen. Die zwischenzeitlich reduzierten Mittel (was vom Budget nicht ausgegeben wird, wird nächstes Jahr gekürzt) reichen nicht mehr aus, um auf die notwendige Personenzahl aufzustocken. Eine Aufstockung der Mittel kommt aber aus oben genannten Gründen nicht in Frage.
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#120 Ungelesener Beitrag von frank » 20.01.2005 18:54

Schüler sollen kosmische Teilchen einfangen
Hamburg (ots) - Auf der Suche nach kosmischen Teilchen wollen Wuppertaler Physiker jetzt 5000 Schulen um Hilfe bitten. Die Wissenschaftler fahnden nach Atomkernen, die vermutlich von Sternexplosionen im Weltall beschleunigt werden und fast mit Lichtgeschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen. In der Atmosphäre lösen sie Lawinen mit "Sekundärteilchen" aus. Über dem Ruhrgebiet geht etwa einmal pro Tag so ein Teilchenschauer nieder, der von Münster bis Aachen und Siegen reicht.
Detektoren auf 5000 Schuldächern im Ruhrgebiet sollen diese Teilchen auffangen, wie das Magazin ZeitWissen schreibt. Als Messinstrumente sind wassergefüllte Tonnen mit Lichtzählern geplant. Sie kosten je 10 000 Euro und sollen im Physikunterricht gebaut werden. "Die Schüler können selbst gucken, wie die Teilchen reintickern", sagt Projektleiter Karl-Heinz Kampert im ZeitWissen. Aus den "Klicks" aller Detektoren lässt sich die Richtung des ursprünglichen Atomkerns berechnen. Mit Weltraumteleskopen wollen die Physiker dann nach den gigantischen Teilchenbeschleunigern im All Ausschau halten.

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