Das Ende von Lifemapper

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vfrey
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Das Ende von Lifemapper

#1 Ungelesener Beitrag von vfrey » 16.12.2004 11:08

zumindest würde ich es so interpretieren...
Dec 15 2004 5:05PM
Dear Lifemapper Community and Collaborators:

The Lifemapper Project Team has decided to make several significant changes to the Project as part of a new two-year design and re-implementation effort.

Probably the most significant change for most of you is that we are going to eliminate the distributed computation component and disable communications with the Lifemapper clients within a few weeks time--around the first of the new year.

The DC architecture has been very productive and until now critical for computing LM's GARP prediction models. We gratefully thank each and everyone of you for your enthusiasm as collaborators operating LM's distributed computing clients. We know how much your processing has contributed; the environmental biology community is in your debt for the cycles you volunteered and the models you computed.

At the moment the number of jobs being executed is outpacing the availability of new museum data. Unlike SETI, with an unlimited supply of radio astronomy signals, LM is dependent on source data from museum computerization projects. Currently that is our primary constraint for generating models for additional species. Not enough museums are coming online fast enough for us to take advantage of all of the power you and your collaborators are providing.

We intend to re-architect the LM species data archive, but we'll keep the models you computed online until we restart the computation engines and gradually update the current models with those derived from museum data coming out next year and beyond. In the future, LM will use computational resources of a cluster we operate for modeling at the University of Kansas.

We plan to evolve LM into more research-oriented uses, migrating from a passive public archive model to a set of pluggable web services for environmental research applications, e.g. for cleaning and verifying spatial attributes of museum specimen locality information.

On behalf of the scientific, educational, and public users of the LM geospatial species data archive, thank you again for your dedication, perseverance, commitment and accomplishment. Because of you, LM is still the best and only general archive of species distribution niche models. We plan to build upon that success and experience.

Sincerely,

Jim Beach
Lifemapper, Project Director
So wie ich das verstehe, beabsichtigt man, in Kürze den DC-Teil des Projekts abzuschalten und die Rechenarbeit über einen Cluster an der University of Kansas durchzuführen... :-?

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vollpreller
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#2 Ungelesener Beitrag von vollpreller » 16.12.2004 12:43

Na ja, immerhin bedanken sie sich höflich.
Es gibt genügend andere Projekte, welchen die WUs bestimmt nicht so schnell ausgehen.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt ja für euch Lebenskartographen, denn das Projekt selbst wird ja fortgeführt.
Nachtfalter Erding I @ FAD

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Gast

Re: Das Ende von Lifemapper

#3 Ungelesener Beitrag von Gast » 16.12.2004 14:17

vfrey hat geschrieben:So wie ich das verstehe, beabsichtigt man, in Kürze den DC-Teil des Projekts abzuschalten und die Rechenarbeit über einen Cluster an der University of Kansas durchzuführen... :-?
:o
Aus welchen Zeilen liest du das heraus?

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SpeedKing
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#4 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 16.12.2004 14:26

Der Gast war ich...
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vfrey
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#5 Ungelesener Beitrag von vfrey » 16.12.2004 14:50

ich lese das heraus aus
we are going to eliminate the distributed computation component and disable communications with the Lifemapper clients within a few weeks time
und aus
In the future, LM will use computational resources of a cluster we operate for modeling at the University of Kansas.
Da besteht doch kein Zweifel, oder ?

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#6 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 16.12.2004 15:08

we are going to eliminate the distributed computation component and disable communications with the Lifemapper clients within a few weeks time
Den Satz habe ich irgendwie übersehen.
In the future, LM will use computational resources of a cluster we operate for modeling at the University of Kansas.
Das würde ein DC-Projekt ja nicht ausschließen, sondern wäre nur eine Ergänzung dazu. Deswegen mein Zweifel.

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#7 Ungelesener Beitrag von M. Franckenstein » 16.12.2004 15:16

so wie ich das sehe gibt es da keine zweifel ... für die öffentlichkeit ist das projekt demnächst beendet ... lieber jetzt schon auf ein anderes dc-projekt umsteigen ....


JE1SUS

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#8 Ungelesener Beitrag von arri » 16.12.2004 19:34

JE1SUS hat geschrieben: lieber jetzt schon auf ein anderes dc-projekt umsteigen ....
... zum Beispiel auf FaD! :wink:
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#9 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 17.12.2004 10:10

Tja, es sieht klar so aus, als würde LM Anfang des neuen Jahres abgeschaltet. Grund: Die weltweiten Museen gehen nicht schnell genug ans Netz, als daß noch ausreichend neue Infos von uns zu verarbeiten wären. Oder anders gesagt: Unsere aktuell bereitgestellte dc Rechenkraft übersteigt bei weitem das noch zu berechnende Material.

Ich bin etwas traurig, aber so ist es eben, wenn Regierungen lieber in Rüstung Geld investieren, um industrielle Großmagnaten zu unterstützen (vgl. neuen EU-Verfassungsentwurf, wo ein Aufrüsten jedes Mitgliedstaates ZWINGEND auferlegt wird - frage ich mich, wo diese Spinner eigentlich hinwollen!), als daß UNSER Geld (sind nämlich Steuergelder, die für solchen Humbug verblasen werden) in sinnvolle Projekte investiert wird - wie z.B. Wissenschaft & Forschung. Aber da sehe ich eben auch die Aufgabe von Rechenkraft.net, dort in Zukunft zu probieren, etwas Geld umzuleiten.

Lifemapper an sich hätte eine große Zukunft haben können. Wir haben genügend konkrete Fälle, in denen Spezies, die sonst ganz woanders zu Hause sind, plötzlich in neuen Regionen auftauchen (vielleicht erinnern sich noch einige von euch an unsere Diskussion im vergangen Sommer zur "Rüsselmotte"). Wir hätten LM nutzen können, um z.B. die Frage zu beantworten, ob gewisse als ausgestorben angesehene Lebewesen nicht doch irgendwo noch überlebt haben könnten (Moa, Tasmanischer Beuteltiger, uvm.). Und schließlich - wenn ich z.B. an das kurz bevorstehende Aussterben der Orang-Utans denke - wäre LM in der Lage gewesen, Orte ausfindig zu machen, wo man diese Tiere hätte umsiedeln können. Schade, kann ich da nur sagen..

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

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