Was ist los mit euch?

Medikamentensuche durch "Docking"-Simulationen (Mapping Cancer Markers, FightAIDS@home, Smash Childhood Cancer, ...)
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ltd

#13 Ungelesener Beitrag von ltd » 06.10.2002 13:31

Michael schrieb folgendes:
Ist das wirklich so? Ich kann mir nur schwer vorstellen, daß in diesen Rechnungen auf Basis derselben Startbedingungen auf zwei verschiedenen Computern unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Das würde mein Vertrauen in Computer doch arg schmälern. Da wäre ich mal für ein wenig Aufklärung dankbar.
Leicht "unterschiedliche" Ergebnisse können schon aufgrund der Verwendung von unterschiedlichen Prozessoren (AMD contra Intel) oder Aufgrund von unterschiedlichen Maskenversionen des selben Prozessors auftreten. ( siehe dazu zum Beispiel den berühmten Pentium FPU Bug). Ob eine solche Abweichung zu einer relevanten Änderung des Ergebnisses führt hängt zum einen von der gewählten Fehlerschranke ab und zum anderen davon wie häufig mit den abweichenden Werten weitergerechnet werden muss. ( Nach genügend vielen Iterationen kommt man bei jedem noch so kleinen Fehler in den Bereich in dem die Abweichung sichtbar wird).


Michael schrieb:
Das wirkt sich aber so aus, daß eine andere Gruppe von Konformationen der potentiellen "Medikamente" durchgetestet wird. Das kann man in keinem Fall als redundant bezeichnen. Im Gegenteil. Bloß weil ich dasselbe Molekül zweimal teste, mache ich nicht dasselbe, wenn ich dabei jeweils einen anderen Kornformatinsraum absuche. Ich glaube das muß man ganz scharf unterscheiden!
Muß ich Dir recht geben, dies wäre keine!! Redundanz. Allerdings finde ich leider die Stelle nicht wieder, an der ich das mit den Zufallswerten gelesen habe(oder meinte es gelesen zu haben). Also sollten wir meine Behauptung das es eine zufällige Anpassung der Startwerte gibt, als Gerücht ignorieren.


Weitere Hinweise zum Thema Redundanz konnte ich auf der Webseite leider momentan nicht finden, allerdings finde ich es ist zumindest ein Indiz für meine Behauptung, das Ken bei allen Anfragen zum Thema erneute Rechnung von gleichen Molekülen, keine andere Begründung abgegeben hat.

Lars

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Michael H.W. Weber
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#14 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 06.10.2002 18:01

ltd hat geschrieben:Also sollten wir meine Behauptung das es eine zufällige Anpassung der Startwerte gibt, als Gerücht ignorieren.
Selbst wenn das korrekt wäre, würde ein Duplikat eben bloß Zufall sein udn nicht wirklich gewollt. Also auch dann KEINE Redundanz.

Als Fazit des Ganzen schließe ich, daß es bei TSC KEINE Mehrfachrechnungen DERSELBEN Fragestellung gibt und also auch KEINEN Grund, dort auszusteigen - es sei denn, man ist vom mangelnden Support verärgert.

Michael.
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Bananeweizen
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#15 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 06.10.2002 21:21

Michael H.W. Weber hat geschrieben:Ist das wirklich so? Ich kann mir nur schwer vorstellen, daß in diesen Rechnungen auf Basis derselben Startbedingungen auf zwei verschiedenen Computern unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Das würde mein Vertrauen in Computer doch arg schmälern. Da wäre ich mal für ein wenig Aufklärung dankbar.
Prinzipiell sind die Rechner selbst heutzutage schon recht zuverlässig. Mit steigender Speicherausstattung und größeren Platten nimmt die Anfälligkeit (z.B. gekippte Bits trotz fehlerkorrigierendem RAM) aber leider wieder zu. Ein Freund von mir meint dazu, daß selbst sehr teure Server von namhaften Herstellern durchaus einmal im Jahr einen nicht behebbaren Bitfehler im Speicher haben (und gute Server erkennen das und führen dann einen Reboot durch).

Viel problematischer als der Rechner sind dabei aber die Netzübertragung sowie mögliche Manipulationen (bewußt oder nicht) durch den Nutzer. All das muß in die Zuverlässigkeit des Ergebnis einbezogen werden.

Visualisieren kann man sich das bei SETI. Da gibt es Bilder, die die Ergebnisse der Berechnungen für bestimmte Himmelsabschnitte zeigen (mit Farbmarkierungen). Da stechen die "extremen" Ergebnisse sehr hervor. Laut SETI-Mannschaft sind das alles fehlerhafte Ergebnisse.

Ciao, Michael.

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