Hallo!
Die Frage mit der Stromrechnung ist nicht schlecht. Denn der Stromverbrauch war auch erst ein Punkt, der mich eine Weile zögern ließ, bei Rechenkraft.net mitzurechnen. Da mich der Strom derzeit zwar nichts kostet (ich zahle 'ne Pauschale), habe ich es trotzdem mal durchgerechnet.
Netzteil: 350 Watt
Wenn ich davon ausgehe, dass der Rechner 300 Watt Leistung zieht (was er aber bestimmt nicht tut, denn ich ließ die gleiche Konfiguration mit einem 250er Netzteil schon problemlos laufen), und einer durchschnittlichen Rechendauer von 14 Stunden pro Tag, sind das 4,2 kWh. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh sind das 1,26 Euro pro Tag, 37,8 Euro im Monat und 453,6 Euro im Jahr. (bei ausgeschaltetem Monitor - wozu soll der auch an sein, man hat ja auch noch andere Dinge zu tun)
Zum Vergleich:
Eine Flasche Bier - zumindest das was ich trinke - kostet fast genau so viel. Also lieber mal ein Bierchen weniger trinken, kann der Rechner einen Tag länger den Algorithmen fröhnen.
Dass diese 450 Euro im Jahr aber relativ "günstig" sind, kann man auch so hervorheben:
1 Schachtel Zigaretten pro Tag (Preis 3 Euro):
Sind 1095 in Rauch aufgelöste Euro pro Jahr. Für das Geld kann man mindestens 2 Rechner laufen lassen *g*.
Natürlich kann man auch den Stromverbrauch reduzieren, indem man sich einen Rechner zusammenschraubt, der mit einem Pentium-M ausgestattet ist. Sowas habe ich ehrlich gesagt auch noch vor, da ich nicht einsehe, warum eine CPU schon 60 Watt fürs Nichtstun verblasen soll. Nur leider sprechen noch einige Gründe gegen den Einsatz eines sparsamen Mobile-Prozessors:
- Anschaffungskosten sind größer als eingesparte Stromkosten- außer man nutzt den Rechner 20 Jahre oder mehr
- Technik ist in meinen Augen dafür noch nicht reif genug
- solange Mores Law gilt (alle 18 Monate verdoppelt sich die Rechenleistung des Computers), und das tut sie schon glaube ich seit 1965, ist der teuer bezahlte stromsparende Rechner eher wieder veraltet
- Wenn ich mich recht erinnere, wurde in der c't Anfang des Jahres kundgetan, dass nächstes Jahr mit einem 5 - 6 GHz-Prozessor zu rechnen ist. Naja, und wenn die Chipindustrie den Sprung in die 65nm - Technologie schafft, erwarten uns sowieso noch Rechenleistungen jenseits der 20 GHz

. Mal gucken, was ich am Dienstag auf der Optatec in FaM dazu in Erfahrung bringen kann. Da würde ich lieber erst mal noch abwarten. Du kannst aber auch für Projekte rechnen, nur wenn du deinen Computer zum arbeiten anschaltest, und dann wieder herunterfährst. Da die Prozesse sowieso mit einer niedrigen Priorität laufen, sind diese als Hintergrunddienste geradezu prädestiniert. Hier würde ich dir SOB empfehlen. Für einen Teil einer ganzen WU hat mein 1,7 GHz Rechner 23 Minuten benötigt. Ich kann nur nicht mehr daran teilnehmen, da ein großteil meiner Ports gesperrt wurde.

Da ist FAD für mich jetzt richtig ernüchternd, wenn ich sehe, dass heute mein Rechner von 6:30 Uhr bis 0:37 Uhr die Fortschrittsanzeige von 82,44% auf unglaubliche 83,56% hochgejagt hat

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Grüße aus der Schillerstadt,
oe-floppy