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Projektunabhängige Entdeckungen, Forschungen und Spekulationen
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frank
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#169 Ungelesener Beitrag von frank » 11.03.2005 13:24

Stammzellen können Hirntumore zerstören
Berlin (dpa) - Körpereigene Stammzellen können Berliner Forschern zufolge vor Krebs schützen. Bei Mäusen hätten Stammzellen und neuronale Vorläuferzellen Hirntumore zerstört, teilte das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) am Freitag mit. Dies sei um so überraschender, als man bislang angenommen habe, dass eben diese Zellen die Bildung so genannter Glioblastome auslösen. In Deutschland erkranken jährlich bis zu 5000 Menschen an einem solchen Tumor. Die sehr gefährlichen Blastome treten vor allem bei älteren Menschen auf.
Die Wissenschaftler des MDC, des Universitätsklinikums Charité sowie des Helios-Klinikums hatten älteren Mäusen mit Glioblastom Stammzellen injiziert. Die Tumore wurden daraufhin kleiner. Die Forscher werten die im Fachmagazin «Journal of Neuroscience» (Bd. 25, S. 2637) veröffentlichten Ergebnisse als ersten Hinweis, dass zumindest junge Gehirne Schutzmechanismen gegen Glioblastome haben. Das könnte erklären, weshalb dieser Tumor beim Menschen erst in höheren Lebensjahren auftritt.
Die Forscher fanden zudem heraus, dass der Tumor selbst die Stammzellen aus den Keimzentren des Gehirns «anlockt». Noch ist allerdings unklar, welche Substanz als Lockstoff dient und wie die Stammzellen auf den Tumor einwirken.

75 Jahre Planet Pluto-Exzentrischer Eiszwerg am Rande des Sonnensystems (man beachte das Wortspiel ;) )
Hamburg (dpa) - Seit der Entdeckung des Pluto ist auf dem äußersten Planeten unseres Sonnensystems nicht einmal ein drittel Jahr vergangen. 248 Erdenjahre benötigt Pluto für einen einzigen Umlauf um die Sonne. Erst vor 75 Jahren stieß der US-Astronom Clyde William Tombaugh auf den winzigen eisigen Außenseiter unseres Sonnensystems. Die Nachricht von der Entdeckung weckte am 13. März 1930 sofort weltweites Interesse und Spekulationen, ob es sich um den lange gesuchten, großen «Planet X» handeln könnte. Doch ein solcher Planet ist bis heute nicht gefunden worden. Wahrscheinlich existiert er gar nicht.
«Wenn es dort draußen noch ein größeres Objekt gäbe, dann hätten wir es mittlerweile aufgespürt - mit dem "Hubble"-Teleskop oder mit Infrarot-Instrumenten», meint Ralf Jaumann, Leiter der Abteilung Planetengeologie am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Etwas Großes würde sich auch durch seine Schwerkraftwirkung auf andere Objekte verraten.
Aber schon bei Pluto sind sich die Astronomen gar nicht einig, ob es sich überhaupt um einen Planeten handelt: Der Sonnenabstand des exzentrischen Außenseiters, der zu knapp einem Drittel aus Wassereis besteht, schwankt stark. Pluto ist je nach Jahreszeit 30 bis 50 Mal soweit von unserem Zentralgestirn entfernt wie die Erde. Seine Bahn ist dabei so schief und eiförmig, dass der kleine Eisplanet nicht nur in einer anderen Ebene um die Sonne kreist als die übrigen Planeten. Er kreuzt auch regelmäßig die Neptunbahn nach innen und wird damit vorübergehend zum achten Planeten. Das war zuletzt von in den 80er und 90er Jahren der Fall. Seit dem 11. Februar 1999 ist Pluto aber wieder der neunte Planet.
Der nach dem griechischen Gott der Unterwelt benannte Winzling hat nur einen Durchmesser von 2 300 Kilometern. Zum Vergleich: Der nächstgrößere Planet, Merkur, misst bereits fast 4 900 Kilometer, die Erde ist rund 12 800 Kilometer groß. Damit passt die eisige Felskugel schlecht zu den gigantischen Gasplaneten wie dem fast 49 000 Kilometer großen Neptun, die das äußere Sonnensystem bevölkern. Statt eines Gasriesen ist Pluto eher ein Eiszwerg, wie sie zu zigtausenden bei der Entstehung des Sonnensystems übrig geblieben sind und seitdem den so genannten Kuipergürtel am Rand unseres Systems bevölkern. Unter den Eiszwergen ist Pluto allerdings mit Abstand der größte bekannte.
«Wenn viele Kollegen Pluto heute vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht mehr als Planeten sehen würden, so doch vom historischen», erläutert Jaumann. Und so beendete auch die für solche Fragen zuständige Internationale Astronomische Union (IAU) 1999 den Astronomenstreit mit der Entscheidung, dass Pluto den Planeten zuzurechnen sei. «Wäre er jedoch heute entdeckt worden, würde man ihm wahrscheinlich nicht mehr so einfach den Planetenstatus geben», sagt Jaumann. Der blieb auch dem mit 1700 Kilometern Durchmesser nur wenig kleineren Planetoiden Sedna verwehrt, den Astronomen im vergangenen Jahr entdeckt hatten.
Genaueres über die im Mittel minus 230 Grad Celsius kalte, unwirtliche Eiswelt und ihren Mond Charon soll die Raumsonde «New Horizons» der US-Raumfahrtbehörde NASA enthüllen, die am 11. Januar 2006 starten wird. Im Juli 2015 soll sie mit Pluto den letzten Planeten unseres Systems erreichen, der noch nicht von einer irdischen Sonde besucht worden ist, und von 2016 bis 2020 die Eiszwerge des Kuipergürtels untersuchen.
Den Nachweis für einen «Planet X» erwarten die Astronomen von der Expedition nicht. Dessen Existenz hatte schon die akribische Arbeit von Pluto-Entdecker Tombaugh weitgehend ausgeschlossen. Tombaugh, der Pluto bereits knapp einen Monat vor der Bekanntgabe der Entdeckung am 18. Februar auf einem Himmelsfoto aufgespürt hatte, durchmusterte auf der Suche nach «Planet X» in tausenden Stunden Arbeit noch rund 90 Millionen Sternaufnahmen, die 70 Prozent des Himmels abdeckten - ohne Erfolg.
(Internet: «New Horizons»-Homepage: http://pluto.jhuapl.edu)

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Michael H.W. Weber
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#170 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 11.03.2005 17:46

Also der Millerversuch sagt einfach gar nichts über die Entstehung des Lebens aus. Dort geht es einzig darum, daß aus einfachen Molekülen unter gewissen Bedingungen komplexere Moleküle entstehen, die in heutigen Organismen vorkommen. Das Vorhandensein solcher Moleküle ist Vorraussetzung für die Entstehung von Leben aber führt nicht zwangsläufig dazu. Nur um das nochmal klarzustellen: Hohe Temperaturen und elektrische Entladungen in der Athmosphäre sind für die Entstehung der VORAUSSETZUNGEN für Leben erforderlich, nicht aber für deren Anlagerung zu komplexeren Gebilden. Ganz im Gegenteil.

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#171 Ungelesener Beitrag von www.rekorn.de » 12.03.2005 00:52

wie ganz im gegenteil? wenn ich höre, dass sich aminosäuren bilden, ist das für mich ein schritt in richtung leben. natürlich ist es nicht DAS leben, jedoch ein erster schritt dorthin. das leben ist komplexer als ein paar moleküle. es ist die verkettung von verschiedenen reaktionen miteinander zu einem komplexen gebilde. es entstanden auf diese art vielleicht verschiedene reaktionen. vielleicht kam auch ein kleiner außerirdischer vor ein paar milliarden jahren und hat auf die erde gerotzt, wer weiß. für mich ist der plan der zelle zu hoch und wir werden noch lange brauchen ihn zu verstehen. was spricht dagegen, dass diese aminosäuren der anfang vom leben sein könnten?
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#172 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 12.03.2005 13:17

Es geht nicht um die Entstehung der Bausteine allein, sondern die Zusammenlagerung dieser Bausteine zu einem komplexen System - einer Zelle. Hohe Temperatur bedeutet nichts anderes als hohe Molekularbewegung und diese macht die stabile Assoziation von "Bio"molekülen schwierig. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, daß Leben in zwei Stufen entstand. Stufe 1 war eine "heiße Phase", wo aus relativ simplen anorganischen Substanzen, komplexere organische Moleküle, wie z.B. Aminosäuren entstanden. Der eigentliche Schritt der Entstehung von Zellen allerdings, der fand meiner Ansicht nach in einer nachgeschalteten, kalten Phase unseres Planeten statt. Insofern favorisiere ich die Hypothese eines "cold start of life". :D

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#173 Ungelesener Beitrag von www.rekorn.de » 12.03.2005 15:58

da bin ich ganz deiner meinung.
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frank
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#174 Ungelesener Beitrag von frank » 14.03.2005 16:34

Mikrochirurgen bereiten sich auf Gesichtstransplantation vor
Hamburg (ots) - Die Chirurgin Maria Siemionow von der Cleveland Clinic in Ohio hat als erste Ärztin die Erlaubnis erhalten, ein komplettes Gesicht zu transplantieren, berichtet das Magazin ZEITWISSEN. Siemienows Team liefert sich einen Wettlauf mit einem amerikanisch-niederländischen Forscherteam um den Mikrochirurgen John Barker vom Universitätskrankenhaus in Louisville, Kentucky. Barker erwartet binnen der nächsten Monate die Genehmigung, die höchst umstrittene Operation an der Universitätsklinik von Utrecht durchführen zu können.
Die neue Operationstechnik soll Patienten helfen, deren Gesicht durch einen Unfall schwer verunstaltetet wurde. Mitunter trauten sich diese Menschen kaum mehr aus dem Haus und seien suizidgefährdet, sagt Barker: "Für solche Menschen kann eine Transplantation nicht nur lebensverbessernd, sondern lebensrettend sein."
Durch die Übertragung des gesamten Gesichts, teilweise samt Muskeln und Bindegewebe, hofft man, den Empfängern eine beweglichere und natürlichere Gesichtsmimik ermöglichen zu können, da Teiltransplantationen, wie sie derzeit praktiziert werden, eher zu maskenhaften Erscheinungen führen.
ZEITWISSEN hat die Ärzte besucht und mit möglichen Betroffenen gesprochen, die darüber erzählen, welchen Reaktionen sie im Alltag ausgesetzt sind und ob sie überhaupt mit einem fremden Gesicht leben möchten.

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#175 Ungelesener Beitrag von frank » 16.03.2005 14:31

Meteorit über Berlin
Hamburg (ots) - Europäische Himmelskameras haben einen Meteoriten mit Kurs auf Berlin gesichtet. Ob der Stein den Erdboden erreicht hat oder in der Atmosphäre verglühte, ist allerdings noch umstritten. Wie die ZEIT berichtet, wurde die Meteoritenspur am 1. Februar von mehreren Augenzeugen beobachtet. Außerdem konnte die Spur von zwei Kameras des Europäischen Feuerkugel-netzes fotografiert werden.
Nach der mehrwöchigen Auswertung der Fotos gaben Astronomen am vergangenen Freitag die Ergebnisse bekannt. Demnach war der Meteorit so groß wie ein Medizinball und hatte eine Masse von 200 kg, als er in die Atmosphäre eintrat. Die Leuchtspur ist in einer Höhe von 34 Kilometern über Spreeau im Südosten von Berlin erloschen. Die Astronomen vom Prager Ondrejov Observatorium vermuten, dass der Meteorit vollständig verglüht ist. Meteoritenjäger Thomas Grau, der vor drei Jahren einen seltenen Meteoriten bei Neuschwanstein aufgespürt hat, geht dagegen von kleineren Bruchstücken aus, die den Erdboden erreicht haben könnten. "Ich habe innerlich noch nicht aufgegeben", sagt Grau der ZEIT. Er schlägt vor, mithilfe von Spürhunden nach den Fragmenten zu suchen.

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#176 Ungelesener Beitrag von frank » 17.03.2005 09:39

Letzte Vulkanaktivität auf dem Mars vor 350 Mio. Jahren
Berlin/London (dpa) - Berliner Wissenschaftler haben ein weiteres Geheimnis des Mars gelüftet: Aus Kamera-Bildern vom Roten Planeten schließen sie, dass es dort noch vor 350 Millionen Jahren vulkanische Aktivitäten gegeben hat. «Bisher dachte man, dass die letzten Vulkane auf dem Mars vor 3,8 Milliarden Jahren ausgebrochen sind», erläuterte Ernst Hauber vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin. «Wir haben auch Explosionen nachgewiesen, wo sie keiner erwartet hat.» Die Entdeckungen haben der Wissenschaftler und seine Kollegen im britischen Fachjournal «Nature» (Bd. 434, S. 356) veröffentlicht.
Auf den Mars-Fotos entdeckten die Forscher unter anderem die eingestürzte Decke einer explodierten Magma-Kammer auf einem Vulkan der östlichen Hemisphäre. Vor vermutlich fünf Millionen Jahren - einem für Geologen sehr kurzen Zeitraum - bildete sich nach ihren Erkenntnissen in dieser Kammer eine Eisschicht. «Das heißt, dass in dieser Zeit ein anderes Klima auf dem Planeten geherrscht haben muss», erläuterte der Berliner Wissenschaftler. «Wir vermuten, dass der Mars stärker der Sonne zugeneigt war.» Durch die Wärme an den Marspolen sei Wasser freigesetzt worden, das in der Kammer zu Eis erstarrte.
Der Mars ist mit 4,5 Milliarden Jahren genauso alt wie die Erde. Lange glaubten Forscher, der Planet sei immer kalt und trocken gewesen. Inzwischen lieferten verschiedene Mars-Expeditionen Nachweise für Wasser, Eis, Gletscher und Vulkane in der Geschichte des Roten Planeten. Zuletzt hatte im Februar die Entdeckung eines zugefrorenen Sees auf dem Mars für Schlagzeilen gesorgt.

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#177 Ungelesener Beitrag von frank » 24.03.2005 10:18

Erstmals Licht ferner Planeten gemessen
Washington/London (dpa) - Rund ein Jahrzehnt nach der Entdeckung der ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems haben US-Forscher erstmals Licht von zwei solchen Begleitern fremder Sterne gemessen. Mit dem «Spitzer»-Weltraumteleskop beobachteten zwei Astronomenteams das Infrarotlicht der beiden heißen Riesenplaneten, die 153 und 489 Lichtjahre entfernte Sterne umkreisen. Ein Lichtjahr sind knapp 10 000 Milliarden Kilometer. Wegen der enormen Entfernungen im Kosmos sind alle so genannten extrasolaren Planeten bislang mit indirekten Methoden nachgewiesen worden.
«Unsere "Spitzer"-Beobachtungen sind die ersten direkten Messungen von Licht sicher nachgewiesener extrasolarer Planeten», sagte der Astrophysiker Joseph Harrington von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Staat New York) zur Präsentation der Ergebnisse am Dienstag (Ortszeit). «Wir haben nach diesem Licht fast zehn Jahre lang gefahndet - seit der Entdeckung der ersten extrasolaren Planeten», ergänzte David Charbonneau vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik. Solche Beobachtungen könnten Zusammensetzung und Struktur der Atmosphäre ferner Planeten enthüllen, berichtet das Team um Harrington in einer Online-Vorabveröffentlichung des britischen Fachjournals «Nature» (DOI: 10.1038/nature03507).
Bei rund 130 Sternen in unserer Milchstraße haben Astronomen bislang Planeten gefunden. Zumeist verrieten sie sich durch ihre Schwerkraft, mit der sie ihren Stern während einer Umkreisung leicht hin- und herwackeln lassen. Andere verdunkeln messbar das Licht ihrer Sterne, wenn sie von der Erde aus gesehen davor vorbeiziehen. Für die direkten Messungen von Strahlung extrasolarer Planeten suchten sich die beiden US-Teams zwei Riesenplaneten aus, die sehr dicht um ihre Sterne kreisen. Aufgeheizt von der Gluthitze ihres Stern leuchten beide Planeten hell im Infrarotlicht.
«Im sichtbaren Licht überstrahlt der Stern den schwachen Planetenschimmer komplett», erläuterte Charbonneau. «Im Infraroten ist der Stern-Planet-Kontrast viel günstiger, weil der Planet sein eigenes Licht abstrahlt.» Die Forscher sprechen in Anlehnung an den größten, aber -150 Grad Celsius kalten Planeten unseres Sonnensystems von «heißen Jupitern». Wenn sie von der Erde aus gesehen hinter ihren Sternen hindurchwandern, sinkt die Infrarot-Helligkeit des Stern- Planeten-Systems. Aus dieser Abschwächung wissen die Forscher, welcher Lichtanteil vom jeweiligen Planeten stammt. Erste Analysen des Infrarotlichts ergeben für den einen Planeten, HD 209458b im Sternbild Pegasus, eine Temperatur von 850 Grad Celsius, für den anderen, TrES-1 im Sternbild Leier, 780 Grad Celsius.
(Internet: «Spitzer»-Weltraumteleskop: www.spitzer.caltech.edu)

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#178 Ungelesener Beitrag von frank » 02.04.2005 13:51

Biopartikel beeinflussen Klima stärker als angenommen
Mainz (dpa) - Kleine biologische Partikel wie Tierhaare oder Pflanzenteile beeinflussen das Klima nach Studien von Mainzer Forschern vermutlich stärker als angenommen. Bisher seien vor allem die Effekte von Wüstenpartikeln, Salzteilchen und Stäuben menschlichen Ursprungs - wie etwa Rußpartikel - untersucht worden. Tatsächlich seien jedoch kleine biologische Teilchen, wie auch Hautschuppen und Pollen, für das Geschehen in der Atmosphäre ebenso wichtig, schreibt der Physiker Ruprecht Jaenicke von der Johannes Gutenberg-Universität-Mainz im Wissenschaftsmagazin «Science» (Bd. 308, S. 73) vom Freitag.
Staubteilchen, die zusammen mit der Luft das atmosphärische Aerosol bilden, spielen eine entscheidende Rolle bei der Steuerung des globalen Klimas und können den Treibhauseffekt sowohl verstärken als auch abmildern. Nach Einschätzung von Jaenicke, Professor am Institut für Physik der Atmosphäre, machen biologische Teilchen im Durchschnitt rund ein Viertel der gesamten Aerosolteilchen aus - je nach Standort 10 bis 80 Prozent.
Aerosolteilchen könnten - mit einer Größe von einigen millionstel Millimetern bis zu einem Millimeter - von großer meteorologischer und klimatologischer Bedeutung sein. Noch sei nicht exakt bekannt, wie stark Aerosole das Klima beeinflussen.
Pollenkörnchen beispielsweise zögen Wasser schon bei einer Luftfeuchtigkeit unter 100 Prozent an und könnten so frühzeitig als Keim zur Wolkenbildung wirken. Andere biologische Materialien, wie etwa zerbröselte Blätter und dazugehörende Mikroorganismen, seien exzellente Kristallisationspunkte für atmosphärisches Eis. «Dieses löst wiederum Regen aus und entzieht damit der Atmosphäre Wasser», sagte Jaenicke. Für die Studie wertete seine Arbeitsgruppe Daten verschiedenster Messpunkte aus, etwa im tropischen Regenwald, am Baikalsee oder in einer Höhe von 3000 Metern.

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Michael H.W. Weber
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#179 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 02.04.2005 14:49

Nun, daß Menschen seit Jahrzehnten bereits lokalen Regen oder Schnee künstlich hervorrufen können, dürfte ja hinlänglich bekannt sein. Dort nutzt man im Prinzip nichts anderes als die hier beschriebenen Effekte. Allerdings ist es viel zu teuer - und manchmal dann doch nicht 100%ig verläßlich - sodaß man schließlich eher von diesen Methoden Abstand genommen hat. Natürlich hat sich in erster Linie mal wieder das amerikanische Militär mit solchen Fragestellungen beschäftigt...

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#180 Ungelesener Beitrag von frank » 02.04.2005 17:23

Michael H.W. Weber hat geschrieben:Nun, daß Menschen seit Jahrzehnten bereits lokalen Regen oder Schnee künstlich hervorrufen können, dürfte ja hinlänglich bekannt sein. ...
Deswegen steht da ja auch "stärker als angenommen" und nicht die Tatsache, dass es das Klima beeinflusst. Und dass sogar Mikroorganismen als Kristallisationskerne wirken können, war mir neu. Die bisher gemachten Versuche zur künstlichen Beeinflussung haben auch auf andere Substanzen gesetzt, so weit ich weiß.
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