Medikament gegen AIDS gefunden?
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frank
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Fortschritte bei künstlichen Organen
Aachen (dpa/lnw) - Die Nachbildung von Organen mit Hilfe von künstlichem Gewebe schreitet weiter voran. «Die Entwicklung von künstlichem Gewebe macht große Fortschritte. Chirurgen eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten für Implantate», sagte Professor Norbert Pallua, Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie am Aachener Universitätsklinikum, am Freitag. Ein Internationaler Fachkongress an diesem Samstag befasst sich mit den neusten Entwicklungen etwa in der Schönheits-, Gesichts- und Verbrennungschirurgie.
Schon bald sollten Nerven oder Herzklappen unter Laborbedingungen nachgezüchtet und implantiert werden können, sagte Pallua. Bei Knieverletzungen würden bereits Knorpelteile aus der Retorte eingesetzt. Dem Experten zufolge implantieren Chirurgen auch Patienten mit Brandwunden Hautersatz aus dem Labor. Problematisch seien dabei jedoch weiterhin Narben, die bei künstlichen Hautimplantaten sichtbar blieben.
Die menschliche Haut mit ihren natürlichen Funktionen könne noch nicht vollends nachgebildet werden: «Bislang können nur die Oberflächenstrukturen der Haut künstlich hergestellt werden. Ziel ist es, auch Fettgewebe und Blutgefäße im Labor zu züchten», erklärte der Chirurg. Flexibilität und Durchblutung der Hautimplantate müssten noch verbessert werden. Das Aachener Klinikum gehört weltweit zu den führenden Einrichtungen bei der Erforschung von künstlichem Gewebe.
Aachen (dpa/lnw) - Die Nachbildung von Organen mit Hilfe von künstlichem Gewebe schreitet weiter voran. «Die Entwicklung von künstlichem Gewebe macht große Fortschritte. Chirurgen eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten für Implantate», sagte Professor Norbert Pallua, Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie am Aachener Universitätsklinikum, am Freitag. Ein Internationaler Fachkongress an diesem Samstag befasst sich mit den neusten Entwicklungen etwa in der Schönheits-, Gesichts- und Verbrennungschirurgie.
Schon bald sollten Nerven oder Herzklappen unter Laborbedingungen nachgezüchtet und implantiert werden können, sagte Pallua. Bei Knieverletzungen würden bereits Knorpelteile aus der Retorte eingesetzt. Dem Experten zufolge implantieren Chirurgen auch Patienten mit Brandwunden Hautersatz aus dem Labor. Problematisch seien dabei jedoch weiterhin Narben, die bei künstlichen Hautimplantaten sichtbar blieben.
Die menschliche Haut mit ihren natürlichen Funktionen könne noch nicht vollends nachgebildet werden: «Bislang können nur die Oberflächenstrukturen der Haut künstlich hergestellt werden. Ziel ist es, auch Fettgewebe und Blutgefäße im Labor zu züchten», erklärte der Chirurg. Flexibilität und Durchblutung der Hautimplantate müssten noch verbessert werden. Das Aachener Klinikum gehört weltweit zu den führenden Einrichtungen bei der Erforschung von künstlichem Gewebe.
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Zu nem ähnlichen Thema hab ich eben erst nen Artikel bei Spiegel gelesen, guckst dufrank hat geschrieben:Fortschritte bei künstlichen Organen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 03,00.html
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frank
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Flüssiggas statt Wasser - Die erstaunlich irdische Welt des Titan
Paris (dpa) - Acht Tage nach der spektakulären Landung der europäischen Raumsonde «Huygens» auf dem eisigen Saturn-Mond Titan haben Wissenschaftler eine erstaunlich irdische Welt vorgestellt. Die beim Abstieg der Sonde auf den Mond gemachten Fotos zeigten, «dass sich die physikalischen Vorgänge auf der Oberfläche des Titan kaum von denen auf der Erde unterscheiden», erläuterte der für die Fotos verantwortliche Martin G. Tomasko am Freitag in Paris.
«Statt Wasser wie auf der Erde gibt es auf Titan allerdings flüssiges Methan, statt Silikatgestein Wassereis und die Vulkane des Titan speien keine Lava wie auf der Erde, sondern sehr kaltes Eis», erklärte Tomasko bei einer Vorstellung der ersten Ergebnisse und Titan-Fotos am Sitz der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).
Der geheimnisvolle Saturn-Mond ist nach den ersten Auswertungen eine «uns alle begeisternde Welt», sagte der «Huygens»- Projektwissenschaftler Pierre Lebreton. «Die gelieferten Daten sind so überwältigend, dass die Fachleute die ganze Woche unermüdlich gearbeitet haben.» Sie verstehen den Mond, auf dem es möglicherweise Jahreszeiten gibt, bereits besser: Von der Erde her bekannte geophysikalische Prozesse laufen auf dem Titan mit sehr exotischen Verbindungen unter ganz anderen Bedingungen ab. So deute die verblüffende Entdeckung des Edelgases Argon-40 an, dass Vulkane Wassereis und Ammoniak spuckten.
«Wir können die hohen Methankonzentrationen in Bodennähe nachweisen, das ist also eine entflammbare Naturgas-Welt, eine außergewöhnliche Sache», erklärte der Atmosphärenfachmann Toby Owen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass aus dem Boden des Saturn-Mondes immer neues Methan austritt, können sich den Vorgang aber noch nicht genau erklären. Das auf der Erde als Grubengas bekannte Methan ist eine organische Verbindung, die bei den Temperaturen von minus 170 Grad Celsius auf dem Titan flüssig oder gasförmig vorkommt.
Dort, wo «Huygens» vor einer Woche gelandet ist, «sieht es aus wie in einem ausgetrockneten Flussbett in Arizona», sagte «Huygens»-Projektleiter Jean-Pierre Lebreton. Die Flüsse und Seen in der abgelichteten Titan-Region scheinen gegenwärtig ausgetrocknet. Vor nicht zu langer Zeit dürfte es dort jedoch Methan geregnet haben.
«Wir können jetzt ganz ernsthaft davon träumen, Landeroboter wie beim Mars auf den Titan zu entsenden», meinte Lebreton. Der Erfolg der Sonde gibt der europäischen Wissenschaft und Raumfahrt Auftrieb. «Noch nie war das Interesse der Öffentlichkeit an einer europäischen Mission so stark», sagte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. Er hob als eine der nächsten ESA-Forschungsflüge im Sonnensystem den im November vorgesehenen «Venus Express» zu dem Nachbarplaneten hervor. (Internet: «Cassini-Huygens»-Homepage der ESA:
www.esa.int/SPECIALS/Cassini-Huygens)
Paris (dpa) - Acht Tage nach der spektakulären Landung der europäischen Raumsonde «Huygens» auf dem eisigen Saturn-Mond Titan haben Wissenschaftler eine erstaunlich irdische Welt vorgestellt. Die beim Abstieg der Sonde auf den Mond gemachten Fotos zeigten, «dass sich die physikalischen Vorgänge auf der Oberfläche des Titan kaum von denen auf der Erde unterscheiden», erläuterte der für die Fotos verantwortliche Martin G. Tomasko am Freitag in Paris.
«Statt Wasser wie auf der Erde gibt es auf Titan allerdings flüssiges Methan, statt Silikatgestein Wassereis und die Vulkane des Titan speien keine Lava wie auf der Erde, sondern sehr kaltes Eis», erklärte Tomasko bei einer Vorstellung der ersten Ergebnisse und Titan-Fotos am Sitz der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).
Der geheimnisvolle Saturn-Mond ist nach den ersten Auswertungen eine «uns alle begeisternde Welt», sagte der «Huygens»- Projektwissenschaftler Pierre Lebreton. «Die gelieferten Daten sind so überwältigend, dass die Fachleute die ganze Woche unermüdlich gearbeitet haben.» Sie verstehen den Mond, auf dem es möglicherweise Jahreszeiten gibt, bereits besser: Von der Erde her bekannte geophysikalische Prozesse laufen auf dem Titan mit sehr exotischen Verbindungen unter ganz anderen Bedingungen ab. So deute die verblüffende Entdeckung des Edelgases Argon-40 an, dass Vulkane Wassereis und Ammoniak spuckten.
«Wir können die hohen Methankonzentrationen in Bodennähe nachweisen, das ist also eine entflammbare Naturgas-Welt, eine außergewöhnliche Sache», erklärte der Atmosphärenfachmann Toby Owen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass aus dem Boden des Saturn-Mondes immer neues Methan austritt, können sich den Vorgang aber noch nicht genau erklären. Das auf der Erde als Grubengas bekannte Methan ist eine organische Verbindung, die bei den Temperaturen von minus 170 Grad Celsius auf dem Titan flüssig oder gasförmig vorkommt.
Dort, wo «Huygens» vor einer Woche gelandet ist, «sieht es aus wie in einem ausgetrockneten Flussbett in Arizona», sagte «Huygens»-Projektleiter Jean-Pierre Lebreton. Die Flüsse und Seen in der abgelichteten Titan-Region scheinen gegenwärtig ausgetrocknet. Vor nicht zu langer Zeit dürfte es dort jedoch Methan geregnet haben.
«Wir können jetzt ganz ernsthaft davon träumen, Landeroboter wie beim Mars auf den Titan zu entsenden», meinte Lebreton. Der Erfolg der Sonde gibt der europäischen Wissenschaft und Raumfahrt Auftrieb. «Noch nie war das Interesse der Öffentlichkeit an einer europäischen Mission so stark», sagte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. Er hob als eine der nächsten ESA-Forschungsflüge im Sonnensystem den im November vorgesehenen «Venus Express» zu dem Nachbarplaneten hervor. (Internet: «Cassini-Huygens»-Homepage der ESA:
www.esa.int/SPECIALS/Cassini-Huygens)
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frank
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Heftigster Sonnensturm seit Jahren
Boulder/Potsdam (dpa) - Nach einer massiven Sonneneruption ist der stärkste Strahlungssturm seit 15 Jahren über die Erde hinweggefegt. Der Hagel energiereicher Sonnenteilchen sei bis zu einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit schnell gewesen, sagte der Weltraum-Meteorologe Bill Murtagh von der amerikanischen Atmosphärenbehörde NOAA in Boulder (US-Staat Colorado) der dpa am Donnerstagabend (Ortszeit). Berichte über Schäden an Satelliten oder an Kommunikationsanlagen auf der Erde lagen zunächst nicht vor.
Ursprung des Ausbruchs war ein gigantischer Sonnenfleck von der Größe Jupiters, bei dem es in den vergangenen Tagen schon mehrere Eruptionen gegeben hatte. Sie hätten Fluggesellschaften veranlasst, einige ihrer Polarrouten umzulegen, erläuterte Murtagh.
Bei starken Sonnenstürmen, die das Erdmagnetfeld schwächen können, sind Passagiere und Personal auf Langstreckenflügen über den Pol oft einer erhöhten Strahlenbelastung aus dem All ausgesetzt. Außerdem können Funkverbindungen und großräumige Elektrizitätsnetze gestört werden. «Dieses Mal haben wir aber offensichtlich Glück gehabt», sagte der Magnetfeldforscher Prof. Hermann Lühr vom Geoforschungszentrum Potsdam am Freitag. Das Magnetfeld des Sonnenwinds sei gleich polarisiert gewesen wie das Erdmagnetfeld und habe daher dieses nicht geschwächt.
Strahlungsstürme wie der jetzige stellten auch eine Gefahr für Satelliten dar, sagte Murtagh. Einige Betreiber hätten die Instrumente auf ihren Satelliten vorsorglich gesichert. Selbst die NOAA sei betroffen. «Unsere Sensoren waren in kürzester Zeit so gesättigt, dass wir keine Daten mehr bekamen.» Die beiden Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS waren nach Angaben der russischen Flugleitung schon vor dem heftigen Ausbruch angewiesen worden, sich in besser strahlengeschützte Teile der Station zu begeben.
Auf dem Erdboden besteht keine Gefahr für Menschen, weil die Atmosphäre die energiereichen Teilchen in der Regel abfängt. Weder die Eruption noch der Strahlungssturm sind einzigartig oder wesentlich stärker als andere in früheren Sonnenzyklen. Überraschend ist Murtagh zufolge eher, dass sie sich - in diesem Fall - fünf Jahre nach dem Höhepunkt des elfjährigen Aktivitätszyklus der Sonne ereignen.
(Internet: Weltraumwetter für jedermann: www.spaceweather.com)
Boulder/Potsdam (dpa) - Nach einer massiven Sonneneruption ist der stärkste Strahlungssturm seit 15 Jahren über die Erde hinweggefegt. Der Hagel energiereicher Sonnenteilchen sei bis zu einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit schnell gewesen, sagte der Weltraum-Meteorologe Bill Murtagh von der amerikanischen Atmosphärenbehörde NOAA in Boulder (US-Staat Colorado) der dpa am Donnerstagabend (Ortszeit). Berichte über Schäden an Satelliten oder an Kommunikationsanlagen auf der Erde lagen zunächst nicht vor.
Ursprung des Ausbruchs war ein gigantischer Sonnenfleck von der Größe Jupiters, bei dem es in den vergangenen Tagen schon mehrere Eruptionen gegeben hatte. Sie hätten Fluggesellschaften veranlasst, einige ihrer Polarrouten umzulegen, erläuterte Murtagh.
Bei starken Sonnenstürmen, die das Erdmagnetfeld schwächen können, sind Passagiere und Personal auf Langstreckenflügen über den Pol oft einer erhöhten Strahlenbelastung aus dem All ausgesetzt. Außerdem können Funkverbindungen und großräumige Elektrizitätsnetze gestört werden. «Dieses Mal haben wir aber offensichtlich Glück gehabt», sagte der Magnetfeldforscher Prof. Hermann Lühr vom Geoforschungszentrum Potsdam am Freitag. Das Magnetfeld des Sonnenwinds sei gleich polarisiert gewesen wie das Erdmagnetfeld und habe daher dieses nicht geschwächt.
Strahlungsstürme wie der jetzige stellten auch eine Gefahr für Satelliten dar, sagte Murtagh. Einige Betreiber hätten die Instrumente auf ihren Satelliten vorsorglich gesichert. Selbst die NOAA sei betroffen. «Unsere Sensoren waren in kürzester Zeit so gesättigt, dass wir keine Daten mehr bekamen.» Die beiden Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS waren nach Angaben der russischen Flugleitung schon vor dem heftigen Ausbruch angewiesen worden, sich in besser strahlengeschützte Teile der Station zu begeben.
Auf dem Erdboden besteht keine Gefahr für Menschen, weil die Atmosphäre die energiereichen Teilchen in der Regel abfängt. Weder die Eruption noch der Strahlungssturm sind einzigartig oder wesentlich stärker als andere in früheren Sonnenzyklen. Überraschend ist Murtagh zufolge eher, dass sie sich - in diesem Fall - fünf Jahre nach dem Höhepunkt des elfjährigen Aktivitätszyklus der Sonne ereignen.
(Internet: Weltraumwetter für jedermann: www.spaceweather.com)
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Michael H.W. Weber
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Da müßte er mir dann allerdings nochmal erklären, wie er das Methan ohne Sauerstoff abfackeln will.frank hat geschrieben:Flüssiggas statt Wasser - Die erstaunlich irdische Welt des Titan«Wir können die hohen Methankonzentrationen in Bodennähe nachweisen, das ist also eine entflammbare Naturgas-Welt, eine außergewöhnliche Sache», erklärte der Atmosphärenfachmann Toby Owen.
Michael.
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frank
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Europäische Mondsonde "Smart-1" liefert erste Kraterbilder
Paris (dpa) - Die europäische Mond-Sonde «Smart-1» hat erste Nahaufnahmen des Erdtrabanten aus einer Höhe von 1000 bis 5000 Kilometern geliefert. Ein am Donnerstag von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Paris veröffentlichter Schnappschuss der «Smart-1»-Kamera AMIE zeigt die Einschlagkrater Brianchon und Pascal auf dem Mondbreitengrad 75 Grad Nord. Es handelt sich um Tests, um die Instrumente an Bord zu überprüfen. «Die Sonde erreicht am 28. Februar eine Umlaufbahn zwischen 300 und 3000 Kilometern, und dann beginnt die erste - fünfmonatige - Phase der wissenschaftlichen Untersuchungen», sagte der ESA-Projektwissenschaftler Bernard Foing.
Die erste europäische Mond-Sonde hatte Mitte November eine Umlaufbahn um den Trabanten erreicht, sich in den folgenden Monaten dann spiralförmig ihrem Ziel angenähert und dabei die verschiedenen Instrumente getestet. Das neuartige solarelektrische Antriebssystem von «Smart-1» musste die Sonde in einem kritischen Manöver stabilisieren, damit diese weder aus der Umlaufbahn herausgetrieben wurde noch auf der Mondoberfläche zerschellen konnte. In die dann gemachten ersten AMIE-Bilder mit mittlerer Auflösung sollen später hochauflösende Aufnahmen aus geringerer Höhe integriert werden. (Internet: «Smart-1»-Homepage: www.esa.int/SPECIALS/SMART-1)
Paris (dpa) - Die europäische Mond-Sonde «Smart-1» hat erste Nahaufnahmen des Erdtrabanten aus einer Höhe von 1000 bis 5000 Kilometern geliefert. Ein am Donnerstag von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Paris veröffentlichter Schnappschuss der «Smart-1»-Kamera AMIE zeigt die Einschlagkrater Brianchon und Pascal auf dem Mondbreitengrad 75 Grad Nord. Es handelt sich um Tests, um die Instrumente an Bord zu überprüfen. «Die Sonde erreicht am 28. Februar eine Umlaufbahn zwischen 300 und 3000 Kilometern, und dann beginnt die erste - fünfmonatige - Phase der wissenschaftlichen Untersuchungen», sagte der ESA-Projektwissenschaftler Bernard Foing.
Die erste europäische Mond-Sonde hatte Mitte November eine Umlaufbahn um den Trabanten erreicht, sich in den folgenden Monaten dann spiralförmig ihrem Ziel angenähert und dabei die verschiedenen Instrumente getestet. Das neuartige solarelektrische Antriebssystem von «Smart-1» musste die Sonde in einem kritischen Manöver stabilisieren, damit diese weder aus der Umlaufbahn herausgetrieben wurde noch auf der Mondoberfläche zerschellen konnte. In die dann gemachten ersten AMIE-Bilder mit mittlerer Auflösung sollen später hochauflösende Aufnahmen aus geringerer Höhe integriert werden. (Internet: «Smart-1»-Homepage: www.esa.int/SPECIALS/SMART-1)
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frank
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Wassergewinnung aus der Luft
Herten (ots) - Was auf den ersten Blick verrückt klingen mag, hat einen sehr realen Hintergrund: Die in der Erdatmosphäre gebundene Feuchtigkeit lässt sich als Trinkwasserquelle nutzen und kann den Durst von Millionen Menschen stillen. Insbesondere dort, wo die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, ließe sich in wenigen Jahren das Problem der Wasserknappheit lösen.
Die dafür notwendige Technologie ist nicht neu, sondern stammt aus dem Bergbau. Damit den Kumpeln unter Tage nicht die Luft wegbleibt, erzeugen Großkälteanlagen und Wärmetauscher in mehr als tausend Metern Tiefe kühle Luft. Als Nebenprodukt entsteht Kondenswasser. Ein Prinzip, das jeder vom Duschen kennt - warmer Wasserdampf steigt auf und schlägt sich auf dem Badezimmerspiegel nieder.
Bergbautechnik stillt den Durst von Wüstenbewohnern
Die Firma Aqua Society nutzt das Prinzip der Kondensation jetzt ganz gezielt und hat ein Gerät entwickelt, das der Luft möglichst viel Feuchtigkeit entzieht, um daraus reines Trinkwasser zu gewinnen. "Um die Gewinnung von Trinkwasser aus der Luft in großem Maßstab mit einem möglichst kompakten Gerät durchführen zu können, bedurfte es einer enormen Ingenieurleistung", betont Hubert Hamm, 43, Geschäftsführer der Aqua Society GmbH und einer der Erfinder dieser wegweisenden Idee.
Die von dem Hertener Unternehmen entwickelten Geräte zur Trinkwassererzeugung sind kaum größer als eine Tiefkühltruhe. Sie saugen große Mengen Luft an, kühlen sie bis zum Taupunkt ab und sammeln das entstehende Kondenswasser in einem Auffangbehälter, wo es gefiltert und mineralisiert wird. Auf diese Weise entsteht reine Trinkwasser, das den Qualitätsnormen der WHO entspricht. In Region mit warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit kann eine einzige Maschine pro Tag bis zu 1.000 Liter Wasser erzeugen. Genug, um 300 Menschen damit zu versorgen.
In der Atmosphäre ist mehr Feuchtigkeit enthalten als in allen Flüssen der Welt
Diplom-Ingenieur Hamm denkt aber bereits viel weiter: "Zurzeit haben zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu frischem Trinkwasser. Mit unserer weltweit einmaligen Technologie könnten ganze Dörfer mit Wasser versorgt und die Ausbreitung von Seuchen durch Schmutzwasser verhindert werden. Luftfeuchtigkeit gibt es schließlich an jedem Ort der Welt."
In der Tat ist das bislang ungenutzte Reservoir gewaltig. Mit rund 5.000 km3 enthält die Atmosphäre rund zehnmal mehr Wasser als alle Flüsse der Welt zusammen. Im Idealfall könnten damit alle Wüstenregionen der Welt mit Trinkwasser versorgt werden. Für das Verfahren zur Trinkwassererzeugung aus der Luft wurden bereits weltweit alle Patente gesichert, die sich jetzt in der Anmeldephase befinden.
www.aqua-society.com
[edit] Bleibt für mich nur eine Frage: Wer erzeugt preisgünstig und dezentral die Energie um die Maschinen zu betreiben??
frank
Herten (ots) - Was auf den ersten Blick verrückt klingen mag, hat einen sehr realen Hintergrund: Die in der Erdatmosphäre gebundene Feuchtigkeit lässt sich als Trinkwasserquelle nutzen und kann den Durst von Millionen Menschen stillen. Insbesondere dort, wo die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, ließe sich in wenigen Jahren das Problem der Wasserknappheit lösen.
Die dafür notwendige Technologie ist nicht neu, sondern stammt aus dem Bergbau. Damit den Kumpeln unter Tage nicht die Luft wegbleibt, erzeugen Großkälteanlagen und Wärmetauscher in mehr als tausend Metern Tiefe kühle Luft. Als Nebenprodukt entsteht Kondenswasser. Ein Prinzip, das jeder vom Duschen kennt - warmer Wasserdampf steigt auf und schlägt sich auf dem Badezimmerspiegel nieder.
Bergbautechnik stillt den Durst von Wüstenbewohnern
Die Firma Aqua Society nutzt das Prinzip der Kondensation jetzt ganz gezielt und hat ein Gerät entwickelt, das der Luft möglichst viel Feuchtigkeit entzieht, um daraus reines Trinkwasser zu gewinnen. "Um die Gewinnung von Trinkwasser aus der Luft in großem Maßstab mit einem möglichst kompakten Gerät durchführen zu können, bedurfte es einer enormen Ingenieurleistung", betont Hubert Hamm, 43, Geschäftsführer der Aqua Society GmbH und einer der Erfinder dieser wegweisenden Idee.
Die von dem Hertener Unternehmen entwickelten Geräte zur Trinkwassererzeugung sind kaum größer als eine Tiefkühltruhe. Sie saugen große Mengen Luft an, kühlen sie bis zum Taupunkt ab und sammeln das entstehende Kondenswasser in einem Auffangbehälter, wo es gefiltert und mineralisiert wird. Auf diese Weise entsteht reine Trinkwasser, das den Qualitätsnormen der WHO entspricht. In Region mit warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit kann eine einzige Maschine pro Tag bis zu 1.000 Liter Wasser erzeugen. Genug, um 300 Menschen damit zu versorgen.
In der Atmosphäre ist mehr Feuchtigkeit enthalten als in allen Flüssen der Welt
Diplom-Ingenieur Hamm denkt aber bereits viel weiter: "Zurzeit haben zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu frischem Trinkwasser. Mit unserer weltweit einmaligen Technologie könnten ganze Dörfer mit Wasser versorgt und die Ausbreitung von Seuchen durch Schmutzwasser verhindert werden. Luftfeuchtigkeit gibt es schließlich an jedem Ort der Welt."
In der Tat ist das bislang ungenutzte Reservoir gewaltig. Mit rund 5.000 km3 enthält die Atmosphäre rund zehnmal mehr Wasser als alle Flüsse der Welt zusammen. Im Idealfall könnten damit alle Wüstenregionen der Welt mit Trinkwasser versorgt werden. Für das Verfahren zur Trinkwassererzeugung aus der Luft wurden bereits weltweit alle Patente gesichert, die sich jetzt in der Anmeldephase befinden.
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[edit] Bleibt für mich nur eine Frage: Wer erzeugt preisgünstig und dezentral die Energie um die Maschinen zu betreiben??
frank
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Dennis Kautz
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Das Energieproblem müsste man doch lösen können, indem man die Hütte, in der es steht, mit Solarzellen zupflastert (dürfte in Wüsten, wo der Haupteinsatzzweck ist, gut was abwerfen).
Mich würde interessieren, was passiert, wenn nun tausende von den Dingern der Atmosphäre das Wasser entziehen... wo sind die Auswirkungen davon?
Mich würde interessieren, was passiert, wenn nun tausende von den Dingern der Atmosphäre das Wasser entziehen... wo sind die Auswirkungen davon?
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spunti
solarzellen für alle
... das meiste wasser müßte ja wieder ausgepinkelt, äh, ausgeschwitzt werden.
Solarzellen für alle. Wirtschaft ist nicht alles!
spunti der linuxkommunist
Solarzellen für alle. Wirtschaft ist nicht alles!
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SpeedKing
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1. Alter Hut
2. Der 'alte Hut' funktioniert ohne Energiezufuhr. Der 'alte Hut' besteht aus riesigen feinen Netzen, in denen am Morgen und Abend die Luftfeuchtigkeit kondensiert, an ihnen herunterrinnt und unten gesammelt wird.
Diese Netze werden momentan vor allem in Chile eingesetzt, wo immer sehr feuchte Luft vom Meer herweht, es aber trotdem fast nie regnet.
3. In einer Wüste dürfte auch das neue Gerät nur in relativer Küstennähe ausreichend Wasser liefern. Wird eine ganze Stadt so mit Wasser versorgt, dürfte das katastrophale Auswirkungen für die Wüste hinter der Stadt haben.
4. Das ganze riecht stark nach einer Lösung mit Brachialgewalt, und so kann ich's auch. Das ist dann bestimmt keine "enorme Ingenieurleistung".
2. Der 'alte Hut' funktioniert ohne Energiezufuhr. Der 'alte Hut' besteht aus riesigen feinen Netzen, in denen am Morgen und Abend die Luftfeuchtigkeit kondensiert, an ihnen herunterrinnt und unten gesammelt wird.
Diese Netze werden momentan vor allem in Chile eingesetzt, wo immer sehr feuchte Luft vom Meer herweht, es aber trotdem fast nie regnet.
3. In einer Wüste dürfte auch das neue Gerät nur in relativer Küstennähe ausreichend Wasser liefern. Wird eine ganze Stadt so mit Wasser versorgt, dürfte das katastrophale Auswirkungen für die Wüste hinter der Stadt haben.
4. Das ganze riecht stark nach einer Lösung mit Brachialgewalt, und so kann ich's auch. Das ist dann bestimmt keine "enorme Ingenieurleistung".
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Eis schmilzt schneller als gedacht
London (dpa) - Die Schmelze der westantarktischen Eisdecke hat nach Angaben britischer Forscher schneller eingesetzt als bisher gedacht. Die Eisdecke verliere im Jahr 250 Kubikkilometer Eis, sagte Professor Chris Rapley, Leiter eines britischen Forschungsprojekts zur Antarktis, auf einer Klimakonferenz in der englischen Stadt Exeter. «Die bisherige Ansicht war die, dass die westantarktische Eisdecke nicht vor 2100 zusammenbrechen wird. Diese Beurteilung müssen wir ändern», wurde Rapley am Mittwoch von der Zeitung «The Daily Telegraph» zitiert. Der Anstieg des Meeresspiegel jedes Jahr um zwei Millimeter, werde zu mindestens 15 Prozent durch das Schmelzen der Eisdecke westlich des Südpols verursacht.
Vor vier Jahren war ein Expertengremium der Vereinten Nationen zu dem Schluss gekommen, dass die Eisdecke in den nächsten hundert Jahren wohl nicht bedroht sei. Die Antarktis sei ein «schlafender Riese», schrieben die UN-Experten. Doch Rapley warnte nun, man müsse wohl eher von einem «erwachten Riesen» sprechen. Ob die Schmelze auf die Klimaerwärmung zurückgehe, könne man noch nicht sagen.
(Internet: Klimakonferenz: www.stabilisation2005.com)
London (dpa) - Die Schmelze der westantarktischen Eisdecke hat nach Angaben britischer Forscher schneller eingesetzt als bisher gedacht. Die Eisdecke verliere im Jahr 250 Kubikkilometer Eis, sagte Professor Chris Rapley, Leiter eines britischen Forschungsprojekts zur Antarktis, auf einer Klimakonferenz in der englischen Stadt Exeter. «Die bisherige Ansicht war die, dass die westantarktische Eisdecke nicht vor 2100 zusammenbrechen wird. Diese Beurteilung müssen wir ändern», wurde Rapley am Mittwoch von der Zeitung «The Daily Telegraph» zitiert. Der Anstieg des Meeresspiegel jedes Jahr um zwei Millimeter, werde zu mindestens 15 Prozent durch das Schmelzen der Eisdecke westlich des Südpols verursacht.
Vor vier Jahren war ein Expertengremium der Vereinten Nationen zu dem Schluss gekommen, dass die Eisdecke in den nächsten hundert Jahren wohl nicht bedroht sei. Die Antarktis sei ein «schlafender Riese», schrieben die UN-Experten. Doch Rapley warnte nun, man müsse wohl eher von einem «erwachten Riesen» sprechen. Ob die Schmelze auf die Klimaerwärmung zurückgehe, könne man noch nicht sagen.
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