Da schließe ich mich mal vorbehaltlos an, denn ich konnte einen Link auf die besagte eMail auch nicht finden.SpeedKing hat geschrieben:Macht hier keine halben Sachen! Zitiert entweder die entscheidenden Stellen der Mails/Posts aus dem Usenet...
Um es kurz zu machen: Der Typ scheint mir nur sauer zu sein, daß er die Rechenkzeit eben NICHT bekommt. Und das liegt meines Erachtens daran, daß er aus mir unbekannten Gründen nicht in der Lage ist, ein eigenes dc Projekt aufzusetzen. Das lese ich so zwischen den Zeilen heraus - da bin ich jetzt mal frech. In seinem Posting sehe ich jedenfalls keine irgendwie relevante Aussage, nur Meckerei. Das geht schon los mit dem Gemeutere darüber, daß das Posting in der Kategorie Biologie abgelegt wurde. Fein. Da kann man sich drüber erregen... muß man aber nicht.
Aha. Unangebracht. Aber natürlich braucht man jede Menge Kapazität. Aber dann gleich für ein paar tausend Benutzer. Nun, ich will es mal so formulieren. IBM baut nicht umsonst Blue Gene. Und ein paar tausend Benutzer sind jawohl bei den üblichen Desktop PC Systemleistungen ein Furz im Winde. Das ist doch alles widersprüchlich in sich, was der Mann da absondert. Und zur Reproduktion heuert man sich einen Supercomputer an. Das sollte für ihn, der anscheinend der LMU München wirkt, wohl kein Problem darstellen.Der Trend, alles als verteiltes Rechnen
"@home" mit brutaler Rechengewalt zu lösen, ist bei der Strukturvorhersage
IMHO jedoch unangebracht. Natürlich braucht man jede Menge Kapazität, aber
daraus dann gleich ein Projekt für ein paar tausend Benutzer zu machen, ist
zum einen etwas übertrieben, zum anderen schadet es auch ein wenig der
Reproduzierbarkeit der Ergebnisse (Bsp: "Entstanden mit 600.000 Std.
Rechenzeit", wie reproduziert man solche Ergebnisse effektiv?).
Ganz allgemein dürfte die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von dc Projekten beim Proteinfaltungsproblem spätestens seit Folding@home klar sein.
Ansonsten kann man schon sagen, daß vorangegangene dc Versuche zur Proteinstrukturvorhersage einiges an Erkenntnissen geliefert haben. Man schaue sich nur DF an. Der ursprüngliche "brute-force" Ansatz lieferte immerhin Ergebnissee die völlig im Durchschnitt lagen. Er zeigte aber auch, daß dies nicht ausreicht woraufhin Verfeinerungen eingebaut wurden. Jetzt ist auch DF wieder bei CASP dabei und man wird sehen, ob es bessere Ergebnisse geben wird.
Was CASP betrifft, da sollte man das Ganze mal ganz schlicht als Testwiese sehen. Mehr ist es nicht. Dort kann jeder teilnehmen, der sich einbildet, Proteinstrukturen aus der Aminosäuresequenz vorhersagen zu können.
Das sage ich jetzt mal so als Nichtexperte.
Michael.



