Raten statt rechnen? - Stern.de über Computermodelle

Projektunabhängige Entdeckungen, Forschungen und Spekulationen
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Digger T. Rock
Brain-Bug
Brain-Bug
Beiträge: 543
Registriert: 20.03.2003 22:30
Wohnort: Cunewalde

Raten statt rechnen? - Stern.de über Computermodelle

#1 Ungelesener Beitrag von Digger T. Rock » 17.06.2007 11:37

http://www.stern.de/wissenschaft/natur/ ... 91146.html

Was Computermodelle über künftige Entwicklungen in der Natur verraten, ist oft so unpräzise, dass man ebenso gut aus dem Bauch heraus schätzen kann - sagen zwei US-Geologen, die lange mit solchen Rechenprogrammen gearbeitet haben.
Bild

Benutzeravatar
SpeedKing
TuX-omane
TuX-omane
Beiträge: 2943
Registriert: 12.09.2003 17:14

#2 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 17.06.2007 14:45

"Voraussagen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen."
Nur gut, daß die meisten DC-Projekte keine Voraussagen (also Extrapolation) machen, sondern Simulationen durchführen (Iterpolation) bzw. konkrete Dinge ausrechnen.

Benutzeravatar
Michael H.W. Weber
Vereinsvorstand
Vereinsvorstand
Beiträge: 23118
Registriert: 07.01.2002 01:00
Wohnort: Marpurk

Re: Raten statt rechnen? - Stern.de über Computermodelle

#3 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 17.06.2007 15:14

Digger T. Rock hat geschrieben:http://www.stern.de/wissenschaft/natur/ ... 91146.html

Was Computermodelle über künftige Entwicklungen in der Natur verraten, ist oft so unpräzise, dass man ebenso gut aus dem Bauch heraus schätzen kann - sagen zwei US-Geologen, die lange mit solchen Rechenprogrammen gearbeitet haben.
Da kannst Du mal sehen, wie wenig wir eigentlich wissen, denn all diese Modelle können ja nur so gut sein, wie das dahinter stehende Verständnis der Vorgänge, die um uns herum ablaufen. :wink:

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

Bild Bild

Benutzeravatar
Digger T. Rock
Brain-Bug
Brain-Bug
Beiträge: 543
Registriert: 20.03.2003 22:30
Wohnort: Cunewalde

#4 Ungelesener Beitrag von Digger T. Rock » 17.06.2007 16:05

SpeedKing hat geschrieben:"Voraussagen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen."
Nur gut, daß die meisten DC-Projekte keine Voraussagen (also Extrapolation) machen, sondern Simulationen durchführen (Iterpolation) bzw. konkrete Dinge ausrechnen.


Würd es eher andersherum sehen. Die meisten DC-Projekte machen Vorraussagen für die Zukunft.
Alle Projekte die an Hand alter Daten ein Modell entwickeln die so die Zukunft vorhersagen können. Aber nicht nur an Hand alter Daten, sondern auch Projekte die "auf gut Glück" versuchen ein Treffer zu erlangen und so bestimmt Vorhersagen treffen wollen.
Bild

Benutzeravatar
SpeedKing
TuX-omane
TuX-omane
Beiträge: 2943
Registriert: 12.09.2003 17:14

#5 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 17.06.2007 21:52

Digger T. Rock hat geschrieben:Würd es eher andersherum sehen. Die meisten DC-Projekte machen Vorraussagen für die Zukunft.
Aber die meisten doch nicht für die Natur, in der die im Artikel genannten unbekannten Faktoren eine Berechnung unmöglich machen, sondern für konkrete Probleme, deren Parameter genau bekannt sind. Z.B. berechnen LHC und Muon Bauteile für eine Maschine, und die Eigenschaften der nach den Berechnungen gebauten echten Bauteilen stimmen bis auf wenige Prozent (oder besser) mit den Berechnungen überein.
Digger T. Rock hat geschrieben:Alle Projekte die an Hand alter Daten ein Modell entwickeln die so die Zukunft vorhersagen können.
Die ein Modell entwickeln... aber es geht doch darum, daß ungenügende Modelle benutzt werden. Welches Projekt entwickelt denn ein Modell? Oder meinst du, daß das Modell getestet wird?
Digger T. Rock hat geschrieben:Aber nicht nur an Hand alter Daten, sondern auch Projekte die "auf gut Glück" versuchen ein Treffer zu erlangen und so bestimmt Vorhersagen treffen wollen.
Das kapiere ich nicht. Kannst du mir dafür bitte ein Beispiel nennen?

Benutzeravatar
Digger T. Rock
Brain-Bug
Brain-Bug
Beiträge: 543
Registriert: 20.03.2003 22:30
Wohnort: Cunewalde

#6 Ungelesener Beitrag von Digger T. Rock » 17.06.2007 23:22

Aber die meisten doch nicht für die Natur, in der die im Artikel genannten unbekannten Faktoren eine Berechnung unmöglich machen, sondern für konkrete Probleme, deren Parameter genau bekannt sind. Z.B. berechnen LHC und Muon Bauteile für eine Maschine, und die Eigenschaften der nach den Berechnungen gebauten echten Bauteilen stimmen bis auf wenige Prozent (oder besser) mit den Berechnungen überein.


Nein nicht für die Natur, darauf wollt ich nicht hinaus. Sondern an Hand von Vorraussagen wie Climate Prediction, Moneybee, GStock. Die berechnen alte Daten und wollen so die Zukunft vorraussagen.
Die ein Modell entwickeln... aber es geht doch darum, daß ungenügende Modelle benutzt werden. Welches Projekt entwickelt denn ein Modell? Oder meinst du, daß das Modell getestet wird?


Nein nicht testen. Ich gehe davon aus, also weiss es nicht bei jedem Projekt einzelln, das ein Modell immer weiter trainiert wird wie im Bericht so das es passt.
Beispiel wenn Climate Prediction mit dem aktuell verwendeten Modell das Wetter für heute berechnet hat und die Vorraussage nicht stimmt, wird es angepasst so das es stimmt...
Aber nicht nur an Hand alter Daten, sondern auch Projekte die "auf gut Glück" versuchen ein Treffer zu erlangen und so bestimmt Vorhersagen treffen wollen.


Das kapiere ich nicht. Kannst du mir dafür bitte ein Beispiel nennen?
Die Projekte die ein Gegenmittel erforschen an Hand von zufalls Treffer. Harmoniert Proteine eins mit zwei und ensteht so ein interessantes Was auch Immer dann zähl ich das unter die Kategorie Zufalls-Treffer-Vorraussagungen.

Naja, ich lass das wieder. Verzettel mich nur wieder in unverständliches Geprabbel
Bild

Benutzeravatar
SpeedKing
TuX-omane
TuX-omane
Beiträge: 2943
Registriert: 12.09.2003 17:14

#7 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 18.06.2007 13:08

Ah, jetzt ist es klar. Natürlich, Climate Prediction ist ein Paradebeispiel dafür (siehe Extrapolation), aber bei einem Proteinkombinierprojekt hat man doch eine gewisse Anzahl Meßwerte, und aufbauend auf denen siebt man die Kombinationen aus, bei denen sich wahrscheinlich nichts tut - übrig bleiben die interessanten Kombinationen, die halt noch im Labor bestätigt werden müssen. Man macht also eine Interpolation zwischen den bekannten Meßwerten, und weil das ganze halt doch unter kontrollierten Laborbedingungen abläuft, stimmen die Berechnungen auch ziemlich gut. Das Sieb ist ziemlich weitmaschig, wodurch zwar einige schlechte Kombinationen mit durchfallen, aber die guten ziemlich sicher nicht hängen bleiben. Auf jeden Fall bleibt eine Anzahl von Kominationen übrig, die im Labor durchgetestet werden können, und die ganzen interessanten Kombinationen sind mit dabei.
Also ich habe nicht den Eindruck, daß das nur geraten ist.

(Hoffentlich war das jetzt einigermaßen verständlich...)

Benutzeravatar
Digger T. Rock
Brain-Bug
Brain-Bug
Beiträge: 543
Registriert: 20.03.2003 22:30
Wohnort: Cunewalde

#8 Ungelesener Beitrag von Digger T. Rock » 18.06.2007 14:04

Von Medizin / Biologie hab ich leider überhaupt keine Ahnung und bin auf diesem Gebiet Schlagbar wenns um Hintergrundwissen geht. Man kann sowas mir immer und immer wieder Fachlich erklären, ich kappiers am Ende doch nie richtig.
Wie oben gesagt ist das für mich mehr raten und rechnen. Aber das nennt man dann glaube Forschen und somit erfüllt das ja dann doch recht gut ihren Zweck der Programme.
Trotzdem ich es nicht richtig verstehe rechne ich doch gern mit. Wenns hilft... :)
Bild

Zurück zu „Wissenschaft“