SIMAP@HOME

QuChemPedIA@home, TN-Grid etc.
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
arri
Team-Joker
Team-Joker
Beiträge: 378
Registriert: 08.05.2004 18:01
Wohnort: nahe Magdeburg

#73 Ungelesener Beitrag von arri » 26.12.2005 22:44

wieso ist denn bei dem Beispiel im Wiki der Whetstone- Wert des optimierten 5.27- Clients sogar n bisschen schlechter und der Dhrystone- Wert ist um so viel höher?
Bild

Benutzeravatar
yoyo
Vereinsvorstand
Vereinsvorstand
Beiträge: 8170
Registriert: 17.12.2002 14:09
Wohnort: Berlin

#74 Ungelesener Beitrag von yoyo » 26.12.2005 23:06

Das kann ich leider auch nicht beantworten. Die Werte sind zumindest bei jeder Messung etwas anders. Da kannst Du gut und gerne +/- 30 Punkte Streuung annehmen.
yoyo
HILF mit im Rechenkraft-WiKi, dies gibts zu tun.
Wiki - FAQ - Verein - Chat

Bild Bild

aalerich

#75 Ungelesener Beitrag von aalerich » 27.12.2005 00:23

Soweit ich das verstanden habe bekommen die Linuxer erheblich weniger Kredite für die gleiche WU. Da sie die WUs aber auch erheblich schneller durchrechnen bekommen sie insgesamt nur etwas weniger Punkte beispielsweise pro Tag. Wenn ein Win-Klient und ein Linux-Klient die gleiche WU durchrechnen bekommen beide die niedrigen Kredite des Linuxklienten. Die Windowsnutzer werden in dem Fall ganz schön gekniffen. Letztlich und langfristig bekommt ein Linuxnutzer für die gleiche Arbeit etwas weniger Punkte, die Situation ist bei SIMAP für Linuxer aber immer noch besser als bei vielen anderen Projekten. (Da gibt es aber auch Ausnahmen, Projekte, bei denen je nach BS angepaßt bewertet wird.) Für die Masse, die Windowsnutzer, gleichen sich die "Schläge ins Kantor" durch die niedrigen Punkte für von Linuxern mitberechnete WUs aber wieder aus, da es jeden immer wieder mal treffen wird. Über eine etwas längere Zeit wird also ein Windowsnutzer, der 30% mehr Rechenarbeit leistet als ein anderer Windowsnutzer, auch 30% mehr Kredite haben als der erstgenannte. Die Linuxer werden für die gleiche Arbeit immer etwas weniger Punkte bekommen, es sei denn, sie setzen optimierte Klienten ein. Dann verschaffen sie sich erhebliche Vorteile, ziehen die Windowsnutzer aber auch nicht mehr nach unten.

Damit mal in die Runde fragend, ob ich das so halbwegs richtig verstanden habe und mit freundlichen Grüßen
aalerich

Nachtrag: Ich habe bei mir festgestellt, daß ich erhebliche Unterschiede in den Benchmarkwerten habe, wenn ich im normalen Dauerlauf des Rechners messe bzw. wenn ich vor einem Neustart des Rechners den Autostartordner leermache, über den Taskmanager nach dem Neustart alle nicht benötigten Prozesse abschieße und dann messe. Bringt bei mir gut und gerne 10% mit dem gleichen Klienten. Nach dem Benchmarken schiebe ich wieder alles in den Autostartordner zurück und starte noch einmal neu. Alle paar Tage benchmarkt der Klient aber von allein, mitten im Betrieb. Also auf ein Neues...

BOINC ist einfach Schrott, dafür können aber die Projekte nichts. Und da nur wenige Projekte die Kapazitäten haben, so wie z.B. F@H einen eigenen Klienten zu entwickeln, werden wir wohl damit leben müssen. Aber was soll's, solange man mit solchen Spielereien seine Zeit vergeuden kann steigert das sogar den Spaßfaktor... :D

scsimodo
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1856
Registriert: 30.09.2005 19:33
Wohnort: Puchheim

#76 Ungelesener Beitrag von scsimodo » 27.12.2005 09:51

aalerich hat geschrieben: Damit mal in die Runde fragend, ob ich das so halbwegs richtig verstanden habe und mit freundlichen Grüßen
aalerich
Das hast Du soweit schon richtig verstanden.
Allerdings verschaffen sich die Linuxer mit optimierten Clients keine Vorteile, die holen sich nur die Benchmarkwerte, die auf der gleichen Maschine unter Win mit einem Standardclient möglich wären (zumindest war es bei mir so). Dafür fällt der "Schlag ins Kontor" für die Windowsler dann nicht ganz so hart aus :D
Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben.
Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst.

(George Best, britische Fußball-Legende)

scsimodo
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1856
Registriert: 30.09.2005 19:33
Wohnort: Puchheim

#77 Ungelesener Beitrag von scsimodo » 27.12.2005 10:00

vfrey hat geschrieben:"optimiert" heißt in diesem Fall ein Windows-Client, der generell höhere Benchmark-Werte erzeugt, aber meines Wissens nur bei SETI tatsächlich schneller rechnet...man möge mich korrigieren, falls sich das mittlerweile geändert hat.
Völlig richtig!Seti ist bisher das einzige Projekt mit optimierten Clients. Und das rentiert sich auch, einige Top-Maschinen (z.B. Athlon X2s) lassen optimiert inzwischen 2 WUs pro Stunde durch...
Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben.
Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst.

(George Best, britische Fußball-Legende)

Benutzeravatar
Hermes
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 357
Registriert: 06.03.2002 12:59
Wohnort: Ratingen

#78 Ungelesener Beitrag von Hermes » 28.12.2005 01:33

scsimodo hat geschrieben:
vfrey hat geschrieben:"optimiert" heißt in diesem Fall ein Windows-Client, der generell höhere Benchmark-Werte erzeugt, aber meines Wissens nur bei SETI tatsächlich schneller rechnet...man möge mich korrigieren, falls sich das mittlerweile geändert hat.
Völlig richtig!Seti ist bisher das einzige Projekt mit optimierten Clients. Und das rentiert sich auch, einige Top-Maschinen (z.B. Athlon X2s) lassen optimiert inzwischen 2 WUs pro Stunde durch...
Das würde ich so nicht sagen, denn der Linux-Client von Simap ist für SSE optimiert. Wieso sonst werden:
1. Die WUs deutlich schneller als unter Windows berechnet? (Bei den meisten anderen Projekten benötigt der Linux-Client mehr Zeit)
2. Auf meinem NichtSSE-Linux-Rechner alle WUs mit SIGILL (Illegal Instuction) abgebrochen?

Das ist zugegebenermaßen ein Fehler der Projektbetreiber, der hoffentlich nach den Weihnachtsferien behoben wird.

scsimodo
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1856
Registriert: 30.09.2005 19:33
Wohnort: Puchheim

#79 Ungelesener Beitrag von scsimodo » 28.12.2005 09:31

Hermes hat geschrieben:
Das würde ich so nicht sagen, denn der Linux-Client von Simap ist für SSE optimiert. Wieso sonst werden:
1. Die WUs deutlich schneller als unter Windows berechnet? (Bei den meisten anderen Projekten benötigt der Linux-Client mehr Zeit)
2. Auf meinem NichtSSE-Linux-Rechner alle WUs mit SIGILL (Illegal Instuction) abgebrochen?

Das ist zugegebenermaßen ein Fehler der Projektbetreiber, der hoffentlich nach den Weihnachtsferien behoben wird.
Ich meinte auch "gewollt" optimiert, bei SIMAP war die Optimierung sozusagen ein Fehler :lol:
Soll ja ohnehin wieder ausgebaut werden. Schade eigentlich, unter Linux bräuchte er nur ca. die Hälfte der Zeit.
Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben.
Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst.

(George Best, britische Fußball-Legende)

Benutzeravatar
Michael H.W. Weber
Vereinsvorstand
Vereinsvorstand
Beiträge: 23158
Registriert: 07.01.2002 01:00
Wohnort: Marpurk

#80 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 29.12.2005 17:44

Hmm, warum wird nicht für jeden CPU-Typ ein eigens kompilierter Client bereitgestellt? Grenzt doch bald an Umweltverschmutzung, diese Rechenkraftverschwendung...

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

Bild Bild

arminius

#81 Ungelesener Beitrag von arminius » 29.12.2005 18:19

Gemach, gemach... Nur nicht ins Wespennest stechen :) Das Thema SIMAP bedarf anscheinend derzeit gefühlvoller Handhabung.
Auf der Projektseite http://boinc.bio.wzw.tum.de/boincsimap/ ist vermerkt, dass der Linux client sich im beta Status befindet und im Januar eine neue Version kommt, in der die Probleme gefixt sein sollen.
a.

Benutzeravatar
Patrick Keller
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1202
Registriert: 25.03.2003 15:06
Wohnort: Mainz

#82 Ungelesener Beitrag von Patrick Keller » 29.12.2005 18:26

Ich sehe das Problem nicht auf Linux-Seite sondern auf Windows-Seite ...
Sollen sie halt WUs für SSE un CLients für SSE unter Windows rausbringen ...

Benutzeravatar
SpeedKing
TuX-omane
TuX-omane
Beiträge: 2943
Registriert: 12.09.2003 17:14

#83 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 29.12.2005 18:58

Keller hat geschrieben:Ich sehe das Problem nicht auf Linux-Seite sondern auf Windows-Seite ...
Sollen sie halt WUs für SSE un CLients für SSE unter Windows rausbringen ...
Gibt es einen BOINC-Architekturtyp "windows-with-sse" oder so? Ich glaube nicht.

Eigentlich ist es seit Einführung von MMX 1997 'state of the art', daß ein Programm die CPU-Fähigkeiten abfrägt und dann die entsprechende Mathematik-Bibliothek dynamisch nachlädt. Der Client könnte das selbständig machen, allerdings honoriert BOINC das überhaupt nicht, weil der Benchmark dann wieder nicht paßt. Abgesehen davon wüßte ich aber nicht, was dagegen spricht.

Benutzeravatar
Michael H.W. Weber
Vereinsvorstand
Vereinsvorstand
Beiträge: 23158
Registriert: 07.01.2002 01:00
Wohnort: Marpurk

#84 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 29.12.2005 19:21

arminius hat geschrieben:Gemach, gemach... Nur nicht ins Wespennest stechen :) Das Thema SIMAP bedarf anscheinend derzeit gefühlvoller Handhabung.
Auf der Projektseite http://boinc.bio.wzw.tum.de/boincsimap/ ist vermerkt, dass der Linux client sich im beta Status befindet und im Januar eine neue Version kommt, in der die Probleme gefixt sein sollen.
a.
Das war jetzt nicht als Angriff auf SIMAP gedacht, sondern eine allgemeine Anmerkung. :D Denn Merke: Bei Rosetta@home spielt sich der gleiche Unsinn mit der Creditsvergabe ab. Dort werden Linuxmaschinen gnadenlos unterbewertet.

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

Bild Bild

Zurück zu „Sonstige medizinische, chemische und biologische Projekte“