yoyo hat geschrieben: 10.10.2021 10:50
Mein Verständnis der ganzen Coins und Steuer ist, dass das erst relevant ist wenn sie in echtes Geld umgewandelt, bzw. von echtem Geld in Coins umgewandelt werden. Das wären dann entsprechende Ein- bzw. Ausgaben die dann steuerlich zu betrachten sind.
yoyo
Moin Yoyo
Die Meinung vertreten viele ist aber leider für Deutschland falsch. Hier ist die Vorgabe das jeder Tausch einer Kryptowährung in eine andere in Fiat umgerechnet werden muss und dafür der mögliche Wertsteigerungsgewinn berechnet werden muss. Dabei gilt zu beachten ob die Währung die man getauscht hat gekauft wurde, dann ist der Tausch nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei oder ob man den Coin geschürft hat oder damit Stacking betrieben hat. In den beiden Fällen geschürft oder Stacking/Lending steigt die Spekulationsfrist auf 10 Jahre.
Die neueste Anweisung hierzu hat das Bundesministerium für Finanzen diesen Sommer erst erstellt. Einen Teil davon hat Olaf Scholz als Finanzminister letzte Woche auch verabschiedet.
Für interessierte hier mal eine Aufstellung:
https://www.anwalt.de/rechtstipps/entwu ... 89804.html
Also bitte nicht falsch verstehen, ich will das Projekt nicht madig machen. Im Gegenteil ich finde es gut. Nur ist die Kryptogesetzgebung in Deutschland sehr auf Kontrolle bedacht. Und da ich seit fast zwei Jahrzehnten selbst der Vorstand eines gemeinnützigen Vereines bin weiß ich aus Erfahrung wie genau das Finanzamt und das Registergericht bei gemeinnützigen Vereinen hin schaut.
Allein die alle drei Jahre verpflichtende Steuererklärung mit der die Gemeinnützigkeit erneut bescheinigt wird bringt manch mal unangenehme Überraschungen und ne Menge Arbeit mit sich.
Daher mein Rat, den für den Verein zuständigen Finanzbeamten ansprechen, das ganze schildern und sich vorab das OK holen damit die Gemeinnützigkeit da nicht in Gefahr gerät.
MfG
Olaf Schulz