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SpeedKing
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#37 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 07.10.2003 18:03

GrafZahl hat geschrieben:
SpeedKing hat geschrieben:2. Eine Platte crasht im Mittel alle 5 Jahre (heutzutage eher noch seltener)
6W*24h*365*5 = 262,8 kWh
Mit 262,8 kWh können die 4 Nodes (4*120W) ca. 547 h, also 22 Tage, rechnen.
RAID rentiert sich also erst, wenn wir durch einen Crash mehr als 22 Tage verlieren.
Bei 5 Jahren, d.h. 1825 Tagen, sind die 22 Tage, die wir den Cluster laufen lassen können, gerade mal 1,2%.
Ich würde diese 1,2% gerne in ein bischen Mehr an Sicherheit investiert sehen.
Das hat er jetzt offensichtlich nicht ganz verstanden...

Die 1,2% kannst du nicht investieren. Die 1,2% ist das, was wir verlieren. Wenn wir RAID haben, verlieren wir 1,2%. Wenn wir kein RAID haben, verlieren wir ca. 0,1%(*) - im Falle eines Plattencrashs in 5 Jahren.
Also: Mit RAID ein garantierter Verlust von 1,2%, ohne RAID eine statistiche Verlustverteilung mit Maximalwert bei ca. 0,1% und einer Wahrscheinlichkeit <<1%, daß der Verlust >1,2% wird.

Jetzt klar?

(*) Bei einem Projekt wie FAH, DF, Seti o.ä., bei dem eine WU viele Stunden bis wenige Tage dauert.

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Thommyde
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#38 Ungelesener Beitrag von Thommyde » 07.10.2003 19:56

Bis jetzt habe ich mich mit Kommentaren zum Cluster zurückgehalten, da ich nur dummer User bin und von der ganzen Technik keine Ahnung habe...
Aber wenn ich die Diskussion jetzt verfolge, wollen wir doch günstige jedoch leistungsfähige Rechner haben. Also sollten die Knechte doch eher minimalistisch ausgestattet sein. Warum dann unbedingt Raid? Nur, um einen eventuellen Datenverlust zu vermeiden? Das finde ich ziemlich überflüssig bzw. für den Anfang doch eher luxuriös!
Wäre so etwas nicht event. später als Aufrüstung sinnvoll?
Also erst einmal anfangen und später optimieren, wenn wieder Kohle im Topf ist?

So und nun schlagt mich ;-)
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Jürgen
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#39 Ungelesener Beitrag von Jürgen » 07.10.2003 20:07

SpeedKing hat geschrieben:Oder gibts da noch ein Projekt, bei dem man Wochen verlieren würde?
Insbesondere bei Mathe-Projekten hat man oft lange Rechenzeiten. Momentan fällt mir da Gimps und Sob ein. Gimps braucht auf einem Athlon 2.5 GHz drei Wochen für eine 20M Primzahl, bei Sob liegt das ganze auch noch im Wochenbereich.

Wenn man auch ein Raid verzichten möchte, sollte ein tägliches Backup gemacht werden.
Jürgen
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Der Computer ist ein Hilfsmittel zum Lösen von Problemen, die man ohne ihn gar nicht erst hat!
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Akio
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#40 Ungelesener Beitrag von Akio » 07.10.2003 21:34

Hallo,

also so wäre ich auch unbedingt für ein Raid, aber ich denke vielleicht sollten wir uns das erstmal sparen, da eine Festplatte eigentlich schon ziemlich lange lebt, trotzdem wäre ich dann sofort für die Anschaffung von einem Raid wenn wieder Geld im Topf ist. Jedoch sollten wir meiner Meinung nach erst einmal jetzt einen kleinen Cluster mit zB. 2 Nodes mit 2x128MB Ram und einem AMD 2600+ und die über LAN vom Server der eine 80GB Festplatte hat booten in Betrieb nehmen.

Das wäre meine Meinung.

Viele Grüße

Akio

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#41 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 07.10.2003 21:56

Jürgen hat geschrieben:Insbesondere bei Mathe-Projekten hat man oft lange Rechenzeiten. [...]
Wenn man auch ein Raid verzichten möchte, sollte ein tägliches Backup gemacht werden.
Ja klar, wenn so viel Arbeitszeit verloren geht, muß das schon irgendwie abgesichert werden. Aber bei den Matheprojekten sind die zu sichernden Datenmengen ja meist sehr gering, meist im Bereich von ein paar hundert KByte oder wenigen MByte pro WU. Könnte da vielleicht LinuxFan diese Daten täglich auf seinen Privatrechner sichern (lassen)?

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#42 Ungelesener Beitrag von Thommyde » 07.10.2003 22:36

Also ehrlich, was soll denn der arme Linuxfan nicht noch alles machen? Projekte umstellen; schauen, ob alles läuft und jetzt auch noch eine tägliche Datensicherung?
Wie oft sichert ihr denn eure Projektdaten? Ich nie! (obwohl das bei climate echt ärgerlich wäre, wenn die wochenlange Arbeit verloren gehen würde...)

Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, daß Daten verloren gehen, also die Platte über die Wupper geht? Ziemlich gering! Und wenn, dann war es halt Pech, oder? Aber vielleicht gibt es ja eine simple Lösung, die Daten auf den jeweils anderen Rechnern im x Stundentakt automatisch zu sichern?

Und außerdem, was ist denn mit eventuellen Stromausfällen? Wie wäre es denn noch mit einer USV? ;-) ;-) ;-)
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#43 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 07.10.2003 22:51

Also ich bin übrigens gegen solchen Schnickschnack wie RAID. Projekte, die nicht mindestens täglich einen Checkpoint schreiben, disqualifizieren sich doch wohl von selbst. Und wenn man einen täglichen Checkpoint hat und bei zwei Platten eine für automatisierte Backups nutzt, dann hat man selbst beim Plattencrash einer der beiden Platten keinen nennenswerten Verlust.

Ciao, Michael.

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#44 Ungelesener Beitrag von M. Franckenstein » 07.10.2003 22:59

Thommyde hat geschrieben:Und außerdem, was ist denn mit eventuellen Stromausfällen? Wie wäre es denn noch mit einer USV? ;-) ;-) ;-)
Nicht abwägig ... ich hab eine USV !!! Hält ne halbe Stunde vor ... *g*

JE1SUS

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#45 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 07.10.2003 23:07

Ach ja, noch als Ergänzung: Ich für meinen Teil könnte auch mit einer Platte und ohne Backup leben. Vermutlich ist schon allein der Aufwand für das Einrichten und Prüfen des Backups höher als der zu erwartende Verlust durch einen eventuellen Crash.
Ich würde deswegen auch nach Motto "Keep it simple" starten.

Ciao, Michael.

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#46 Ungelesener Beitrag von M. Franckenstein » 07.10.2003 23:34

Ist vielleicht etwas teuer, aber was ist mit externen/internen Backups wie IOMEGA oder ganze Datkasetten (glaube die heißen so)?

JE1SUS

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#47 Ungelesener Beitrag von nico » 07.10.2003 23:50

Also ich denke auch mindestens eine USV pro Node muss sein - und falls es mal zu einem grösseren Stromausfall kommt könnte man ja noch ein Diesel-Notstromagregat bei Linuxfan aufs Dach stellen - nur so zur Sicherheit *duck*
Sorry ;)
Ich denke aber auch, Raid muss nicht sein - eine zweite Festplatte im Fileserver für tägliche Backups wäre wohl das einfachste - die kann man ja nach dem Backup wieder in den Standbymodus fahren lassen

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#48 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 08.10.2003 07:15

Bananeweizen hat geschrieben:Also ich bin übrigens gegen solchen Schnickschnack wie RAID. Projekte, die nicht mindestens täglich einen Checkpoint schreiben, disqualifizieren sich doch wohl von selbst. Und wenn man einen täglichen Checkpoint hat und bei zwei Platten eine für automatisierte Backups nutzt, dann hat man selbst beim Plattencrash einer der beiden Platten keinen nennenswerten Verlust.
Unter der Bedingung ohnehin zwei Platten zu brauchen (und das schlägst Du ja vor) kann man auch gleich ein RAID aufsetzen und sich die lästige Backuperei absparen. Ganz ehrlich: Wenn ich LinuxFan wäre, hätte ich auf Backups mit Sicherheit KEINE Lust. Im übrigen geht es ja nicht darum, daß einige Projekte kein "checkpointing" betreiben, sondern um die Möglichkeit eines Datentotalverlusts durch Plattenausfall.
Akio hat geschrieben:also so wäre ich auch unbedingt für ein Raid, aber ich denke vielleicht sollten wir uns das erstmal sparen, da eine Festplatte eigentlich schon ziemlich lange lebt, trotzdem wäre ich dann sofort für die Anschaffung von einem Raid wenn wieder Geld im Topf ist. Jedoch sollten wir meiner Meinung nach erst einmal jetzt einen kleinen Cluster mit zB. 2 Nodes mit 2x128MB Ram und einem AMD 2600+ und die über LAN vom Server der eine 80GB Festplatte hat booten in Betrieb nehmen.
Einen RAID-Array später einzurichten halte ich prinzipiell - wegen Finanzierung - auch für denkbar. Allerdings kann ich nicht so Recht einschätzen, weviel Umkonfigurierung dann fällig wird. Unter Linux - das zumindest weiß ich - gibt es bei einigen Distributionen erhebliche Hardwareerkennungsprobleme mit RAID auf IDE-Basis. Aber das wird Martin am besten wissen. Noch einmal: Ich rede NICHT von einem SCSI-RAID. Das ist Unsinn. Was das Starten des Clusters mit 2 "nodes" angeht - ich plädiere für mindestens 5. Also lieber noch etwas sparen. Und nochmal: Der XP2600+ ist KEINE gute Wahl hinsichtlich Preis-Leistungsverhältnis. Besser den 2400+ nehmen - da wird auch kein 333er RAM nötig.
SpeedKing hat geschrieben:Die 1,2% ist das, was wir verlieren. Wenn wir RAID haben, verlieren wir 1,2%. Wenn wir kein RAID haben, verlieren wir ca. 0,1%(*) - im Falle eines Plattencrashs in 5 Jahren.
Also: Mit RAID ein garantierter Verlust von 1,2%, ohne RAID eine statistiche Verlustverteilung mit Maximalwert bei ca. 0,1% und einer Wahrscheinlichkeit <<1%, daß der Verlust >1,2% wird.

Jetzt klar?

(*) Bei einem Projekt wie FAH, DF, Seti o.ä., bei dem eine WU viele Stunden bis wenige Tage dauert.
Wer mit RAID "verliert", hat ein Problem. :lol: Also diese Rechnungen halte ich für einigermassen müssig. Die schlichte Frage ist doch, will man Sicherheit bei Einsparung des Backupaufwands oder nicht. Wenn man nicht bereit ist, in die eine Platte zu investieren - fein - dann eben nicht.

Michael.
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