Bananeweizen hat geschrieben:Also ich bin übrigens gegen solchen Schnickschnack wie RAID. Projekte, die nicht mindestens täglich einen Checkpoint schreiben, disqualifizieren sich doch wohl von selbst. Und wenn man einen täglichen Checkpoint hat und bei zwei Platten eine für automatisierte Backups nutzt, dann hat man selbst beim Plattencrash einer der beiden Platten keinen nennenswerten Verlust.
Unter der Bedingung ohnehin zwei Platten zu brauchen (und das schlägst Du ja vor) kann man auch gleich ein RAID aufsetzen und sich die lästige Backuperei absparen. Ganz ehrlich: Wenn ich LinuxFan wäre, hätte ich auf Backups mit Sicherheit KEINE Lust. Im übrigen geht es ja nicht darum, daß einige Projekte kein "checkpointing" betreiben, sondern um die Möglichkeit eines Datentotalverlusts durch Plattenausfall.
Akio hat geschrieben:also so wäre ich auch unbedingt für ein Raid, aber ich denke vielleicht sollten wir uns das erstmal sparen, da eine Festplatte eigentlich schon ziemlich lange lebt, trotzdem wäre ich dann sofort für die Anschaffung von einem Raid wenn wieder Geld im Topf ist. Jedoch sollten wir meiner Meinung nach erst einmal jetzt einen kleinen Cluster mit zB. 2 Nodes mit 2x128MB Ram und einem AMD 2600+ und die über LAN vom Server der eine 80GB Festplatte hat booten in Betrieb nehmen.
Einen RAID-Array später einzurichten halte ich prinzipiell - wegen Finanzierung - auch für denkbar. Allerdings kann ich nicht so Recht einschätzen, weviel Umkonfigurierung dann fällig wird. Unter Linux - das zumindest weiß ich - gibt es bei einigen Distributionen erhebliche Hardwareerkennungsprobleme mit RAID auf IDE-Basis. Aber das wird Martin am besten wissen. Noch einmal: Ich rede NICHT von einem SCSI-RAID. Das ist Unsinn. Was das Starten des Clusters mit 2 "nodes" angeht - ich plädiere für mindestens 5. Also lieber noch etwas sparen. Und nochmal: Der XP2600+ ist KEINE gute Wahl hinsichtlich Preis-Leistungsverhältnis. Besser den 2400+ nehmen - da wird auch kein 333er RAM nötig.
SpeedKing hat geschrieben:Die 1,2% ist das, was wir verlieren. Wenn wir RAID haben, verlieren wir 1,2%. Wenn wir kein RAID haben, verlieren wir ca. 0,1%(*) - im Falle eines Plattencrashs in 5 Jahren.
Also: Mit RAID ein garantierter Verlust von 1,2%, ohne RAID eine statistiche Verlustverteilung mit Maximalwert bei ca. 0,1% und einer Wahrscheinlichkeit <<1%, daß der Verlust >1,2% wird.
Jetzt klar?
(*) Bei einem Projekt wie FAH, DF, Seti o.ä., bei dem eine WU viele Stunden bis wenige Tage dauert.
Wer mit RAID "verliert", hat ein Problem.

Also diese Rechnungen halte ich für einigermassen müssig. Die schlichte Frage ist doch, will man Sicherheit bei Einsparung des Backupaufwands oder nicht. Wenn man nicht bereit ist, in die eine Platte zu investieren - fein - dann eben nicht.
Michael.