aalerich hat geschrieben:Ich bin zu dumm für Linux, soll ich deshalb weniger Kredite bekommen? Ich stelle die gleiche Rechenleistung zur Verfügung, die Projektbetreiber nutzen sie nur weniger effektiv. Und ich kriege deshalb weniger Punkte...
Nicht kreditgeil, mich prinzipiell aber darüber ärgernd
aalerich
Das gleiche Problem haben momentan PPC-Benutzer bei Rosetta. Die Anwendung läuft im Vergleich zu anderen Setups ca. 45% schlechter. Es gibt halt 2 verschiedene Möglichkeiten, einen fairen Wert für die Credits zu bestimmen:
1. Es gibt eine bestimmte Anzahl von Punkten für ein bestimmtes Maß an "abgelieferter Wissenschaft", bei Rosetta z.B. pro decoy,. unabhängig von dem setup der Maschine.
2. Es gibt eine bestimmte Anzahl von Credits für die zur Verfügung gestellte theoretische Rechenleistung, unabhängig davon, ob das Projekt diese benutzen kann, also Benchmark x Zeit (x Faktor).
Um ein Bild aus einem anderen Umfeld zu bringen:
Ein Formel1 wagen mag zwar phantastische Benchmarks haben, wenn die Anwendung allerdings eine Offroad-Strecke ist, hilft dies nicht viel. Umgekehrt verhält es sich mit einem Ralley-Buggy, der ist auf dem Nürburgring wahrscheinlich aufgeschmissen. Nach Methode 1 würde der F1 in Setup1 weniger Punkte pro Zeit bekommen, da die Strecke (Anwendung) nicht für ihn optimiert ist. Dem Buggy würd's am Ring so gehen.
Ist das fair? Ich finde ja, und zwar aus zwei Gründen:
1. Ist eine benutzerseitige Bestimmung der Rechenleistung in einer Open-Source Umgebung sehr manipulationsfreundlich. Die Benchmarks werden z.Zt. ja beispielsweise extrem aufgebauscht ohne Gegenleistung von den sog. optimierten Clients.
2. Fällt so wenigstens auf, ob mein Rechner hier sinnvolle Arbeit leistet, oder woanders besser aufgehoben wäre. (PPC z.B. bei Folding oder WCG statt Rosetta) Und nur weil eine Kiste z.B. gut Rendern kann, muss sie ja nicht besser zum wissenschaftlichen Rechnen geeignet sein.