NASA wants you

Projekte, die zwingend ein eigenes Instrumentarium erfordern (Lärm- und Schadstoffvermessung, OpenStreetMap Mapping, usw.)
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M. Franckenstein
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NASA wants you

#1 Ungelesener Beitrag von M. Franckenstein » 22.03.2015 11:45

NASA WANTS YOU!

Die Nasa braucht dich! Mithilfe der Asteroid-Data-Hunter-App können Hobby-Astromen dabei helfen, Asteroide und deren Bewegung frühzeitig zu erkennen. Bilder, die man mit dem Teleskop aufgenommen hat, werden mittels der App an eine Software der Nasa geschickt, die die Daten dann auswertet. So können mögliche Gefahren rechtzeitig festgestellt werden.

http://www.topcoder.com/asteroids/asteroiddatahunter/

*aus kmpkt-App

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Kolossus
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Re: NASA wants you

#2 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 22.03.2015 14:11

Vielleicht will ich gar nicht wissen, ob und wann mir ein Meteorit auf den Kopf fällt, weglaufen ist eh nicht möglich....
Gruß Harald

Wer die Ärmsten dieser Welt gesehen hat, fühlt sich reich genug zu helfen. (Dr. Albert Schweitzer)

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Dj Ninja
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Re: NASA wants you

#3 Ungelesener Beitrag von Dj Ninja » 22.03.2015 19:24

Yep. Wie gut die sowas selbst mit den solchen Organisationen zur Verfügung stehenden Sternwarten finden können haben wir vor nicht allzu langer Zeit über Tscheljabinsk gesehen. Da hatten wir nur Glück, daß das Ding wohl ziemlich flach eingetreten und in 50km Höhe explodiert ist. Wäre das in einer "optimalen" Höhe von 4-5km passiert, hätte es da ausgesehen wie Hiroshima 1945. Die beobachtete Druckwelle kam der Wirkung einer 1Mt Kernwaffe in 50km Entfernung erstaunlich nahe. Da mach wegrennen keinen Sinn.

Wenn die solche Brocken mit ihren Super-Observatorien und all ihren Satelliten nicht sehen können, wie soll ich das denn mit meinem Amateur-Teleskop finden? Das ist doch Schwachsinn. Könnte auch dran liegen, daß es viel wichtiger ist, Putins Armbanduhr live aus dem Oval Office ablesen zu können ... ich weiß es nicht.

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Re: NASA wants you

#4 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 23.03.2015 10:41

Nee, genau der Denkansatz ist eben falsch: "Wenn die solche Brocken mit ihren Super-Observatorien und all ihren Satelliten nicht sehen können, wie soll ich das denn mit meinem Amateur-Teleskop finden?"
Denn: Oft genug wurde die interessanten Dinge eben von Hobbyisten mit ihrer Ausrüstung gefunden und nicht von den Spezis. Das wollen wir auch weiter kultivieren...

Michael.
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Re: NASA wants you

#5 Ungelesener Beitrag von Dj Ninja » 23.03.2015 11:08

Aber keine gefährlichen Asteroiden, die nicht bereits bekannt sind. Das funktioniert leider nur im Kino.

Merowig

Re: NASA wants you

#6 Ungelesener Beitrag von Merowig » 23.03.2015 16:01

Dj Ninja hat geschrieben:Aber keine gefährlichen Asteroiden, die nicht bereits bekannt sind. Das funktioniert leider nur im Kino.
Diese Aussage ist ebenfalls falsch - siehe zum Beispiel:
http://www.space.com/13272-asteroid-dis ... sf108.html

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Re: NASA wants you

#7 Ungelesener Beitrag von Dj Ninja » 23.03.2015 21:37

Bei so großen Brocken mag sein. Wenn die einen finden können, der etwa dem Tscheljabinsk Meteor entspricht, dann wird es für mich interessant. Wie man gesehen hat, reicht sowas unter ungünstigeren Umständen bereits aus, um eine ganze Stadt plattzumachen.

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Re: NASA wants you

#8 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 23.03.2015 22:23

Könnte man so etwas wie ein Radar eigentlich auch zur Asteroidenerkennung auf einem Satelliten im Weltraum nutzen?
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Re: NASA wants you

#9 Ungelesener Beitrag von Dj Ninja » 24.03.2015 00:29

Ich glaub kaum. Das größte mir bekannte Radarsystem war das sowjetische Duga Überhorizontradar, dessen Antennen die Größe 20-geschossiger Wohnblöcke haben. Die Sendeleistung soll um die 10 MW EIRP betragen haben - es düfte schwerfallen, so eine Leistung auf einem Satelliten bereitzustellen. Die Anlagen hatten etwa 15.000 km Entdeckungsreichweite, dafür braucht ein Meteor keine 15 Minuten.

Wenn eine bedrohte Stadt in sagen wir fünf Stunden evakuiert werden kann und der Metor mit 20km/s pro Sekunde ankommt, müßte man ihn auf 360.000 km sicher erkennen. Klingt nicht viel, ist aber das Zehnfache des geostationären Orbits. Und fünf Stunden sind auch ein sehr optimistischer Wert. Ich denke nicht, daß man sich mit der aktuell verfügbaren Technologie wirksam gegen solche Dinge schützen kann.

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Re: NASA wants you

#10 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 24.03.2015 22:38

Dj Ninja hat geschrieben:Ich glaub kaum. Das größte mir bekannte Radarsystem war das sowjetische Duga Überhorizontradar, dessen Antennen die Größe 20-geschossiger Wohnblöcke haben. Die Sendeleistung soll um die 10 MW EIRP betragen haben - es düfte schwerfallen, so eine Leistung auf einem Satelliten bereitzustellen. Die Anlagen hatten etwa 15.000 km Entdeckungsreichweite, dafür braucht ein Meteor keine 15 Minuten.
Frage an die Physiker: Kann man hierfür nicht wie bei optischen Teleskopen Interferometrie benutzen? Im All sollte man da doch mit mehreren Satelliten dann erhebliche Leistungssteigerungen verzeichnen können. Und man hätte keine atmosphärischen Störungen...

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Re: NASA wants you

#11 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 24.03.2015 22:55

Ich frage mich aber auch, warum da so wenig getan wird, bezüglich Asteroidenerkennung.
Wenn man mal von der größten Bedrohung der Menschheit absieht, nämlich dem Menschen selbst (Atomkrieg, Umweltverschmutzung) und man von Gammaraybursts wegen der unwahrscheinlich kleinen Chance auf einen Treffer absieht, dann bleiben ja nur noch Supervulkane (Yellowstone ist ja längst überfällig) und Asteroiden über, die für ein Massensterben sorgen könnten.
Gegen Supervulkane kann man eh nichts machen, aber mich wundert es, dass wir da noch kein Satellitennetz ala GPS um die Erde kreisen haben, welches nur für das frühzeitige Erkennen von Asteroiden da ist.

Da muss wohl wirklich erst einmal ein Asteroid ein paar Millionen Leute auslöschen, damit da mal etwas gemacht wird.
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Merowig

Re: NASA wants you

#12 Ungelesener Beitrag von Merowig » 25.03.2015 01:01

Dunuin hat geschrieben: Da muss wohl wirklich erst einmal ein Asteroid ein paar Millionen Leute auslöschen, damit da mal etwas gemacht wird.
"Der Tod eines einzelnen ist eine Tragödie, der Tod von Millionen Statistik"

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