Verhalten von Linux-VMs auf unterschiedlichen Hostsystemen

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gemini8
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Verhalten von Linux-VMs auf unterschiedlichen Hostsystemen

#1 Ungelesener Beitrag von gemini8 » 07.09.2019 06:24

Moin.
Ich habe die letzten Tage ein wenig mit virtuellen Maschinen auf VirtualBox herumgespielt und dabei unterschiedliche Verhaltensmuster zwischen VMs auf Windows und macOS festgestellt.

Angefangen hatte ich mit meiner DOSe, Win7pro, vier Kerne, acht Threads, darauf eine VM mit vier Kernen unter Debian 10 und Gnome. Die VM schnappt sich vier Threads und läßt sie durch Boinc nutzen, Windows schnappt sich die anderen vier Threads und läßt sie durch Boinc nutzen. Alles ist schön.

Dann habe ich mit meinem 2014er Mac Mini weitergemacht. macOS, zwei Kerne, vier Threads, davon bisher zwei Threads durch Boinc genutzt, darauf nun eine VM mit zwei Kernen unter Ubuntu 18 - nur Konsole, kein Gnome oder sonstwas. Die VM schnappt sich zwei Threads, läßt sie durch Boinc nutzen, und macOS schnappt sich die selben Threads und läßt sie durch Boinc nutzen. WCG hat ein paar abgebrochene Aufgaben gemeldet, weil die VM nicht klarkam.
Das gleiche Verhalten habe ich mit meinem 2012er Mac Mini nachstellen können: macOS, vier Kerne, acht Threads, davon bisher vier Threads durch Boinc genutzt, darauf eine VM mit vier Kernen unter Debian 10 Konsole. Die VM schnappt sich für Boinc auch hier die vier Threads, die das Hostsystem für Boinc haben möchte.

Das bedeutet für mich, daß eine VM unter Windows problemlos nebenher läuft, eine VM unter macOS aber nur dann wirklich Sinn macht, wenn auf dem Hostsystem kein Boinc läuft bzw. dieses nichts zu tun hat. Hätte ich eine GPU an einem Mac Mini hängen, würde die vielleicht sogar über Boinc unter macOS genutzt, denn Virtual Box sollte sich nicht direkt bei der Graka bedienen.
Zwischendurch habe ich kurz überlegt, ob ich sämtliche Kerne nur mit 50% CPU belasten soll, aber das ist auch nicht wirklich toll.

Eigentlich müßte ich nun noch eine VM auf einem Linux installieren, schenke mir das aber, weil es für mich keinen Sinn macht.
Auch Windows in der Box ist nichts, was mich heute noch ernsthaft interessieren würde. Wobei ein XP zum Spielen schon nett wäre. Aber lieber direkt auf Hardware.

Ganz am Rande habe ich ein wenig damit gekämpft, daß der Ubuntu-Installer im Gegensatz zum Debian-Installer bei der geführten Partitionierung und Verwendung des kompletten Laufwerks keine Swap-Partition anlegen wollte. Dies mußte ich von Hand machen. Hätte ich nicht vorher die Debian-Variante gekannt, wäre mir irgendwann alles um die Ohren geflogen, und ich hätte eine Swap-Datei anlegen müssen. Ja, kann man nachlesen, bietet die Möglichkeit, die Größe des Swaps zu ändern, aber ich bin hier Traditionalist. ;-)
Gruß, Jens
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Lowend-User und Teilzeitcruncher

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