Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

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Tholo
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Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

#1 Ungelesener Beitrag von Tholo » 04.03.2019 10:58

NEIN, ich hab keine Anteile an einer IOTA Firma oder sonstwas. Obwohl ich Cryptocoinaffin bin, hab ich nicht mal IOTA im Wert von 50€. Trotzdem würde ich hier einmal mit euch darüber diskutieren. Da ich mir vorstellen kann, dass das System Boinc und CitizenSciene sind verändern kann. Ich hatte mit Yoyo und Michael schon das Vergnügen kurz darüber zu diskutieren.

Ich denke, dass das Boinc Netzwerk auf kurz oder lang von anderen System ersetzt werden kann.
Am deutlichsten ist das für mich, in Bezug auf IoT und der Machine2Machine Kommunikation.
Am Beispiel IOTA können Sensoren, ohne Transaktionskosten, Daten verschicken und auf einer DLT Datenbank abspeichern. Nein keine Blockchain, da diese Liniar funktioniert. Bei IOTA ist es ein Tangle. Dadurch können die Daten sogar nur in einem Intranet versendet und verarbeitet werden. (@Yoyo, ich hab das bisher selbst nicht implementiert, da alles auf Javascript geschrieben ist :P )
Zusätzlich kommt der DataMarketPlace ins Spiel! Zb. sende ich Luftmessungen und Temperaturen, Licht und Lautstärke auf das Tangle und irgendjemand kann diese Daten "abonnieren". Ob ich die Daten zur freien Verfügung stelle oder nicht, bleibt mir überlassen (Stichwort ist Masked Authenticated Messaging )
Ein sehr schönen Überblick was geplant und möglich sein könnte, findet man hier.


Das alles verändert ja das Boinc Netzwerk nicht. Allerdings https://qubic.iota.org/ schon! Damit kann man Rechenaufgaben auslagern und wird für diese auch Entlohnt oder man appeliert auf das Altruistische wie bei Boinc auch.

Hier habt ihr es zuerst gehört! Tholo sagt: "Citizen Sciences wird sich ändern!"
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compalex
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Re: Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

#2 Ungelesener Beitrag von compalex » 04.03.2019 18:45

Ich hoffe das ich dass nach diesem https://www.youtube.com/watch?v=FN0biIKooRM Video richtig verstanden habe.

Was ich aber immer noch nicht weiß ist das noch in Planung oder gibt es bereits so was wie einen BoincManager für Quibic? Weiter wären auch Statistiken und Teams möglich? Oder ist es eher so was wie mining nur halt das die Hardware auch sinnvolle Arbeit macht und nicht nur Strom verbrennt.

Generell finde ich die idee gut, zumindest für kleine Projekte die auf ein schnelles Ergebnis angewiesen sind, brauchen nicht erst mal Werbung machen. Klar ist, das überzeugte GPUGRID oder LHC Rechner, weiter bei BOINC bleiben. Wenn jemand aber nur was gutes machen will und mehr Spaß an Hardware selbst als an dem Projekt hat, für diesen ist es ein gute alternative oder Ergänzung.
Gruß memorix//Alex

Hardware on DC:
#1 Ryzen 3700X, 32GB, GTX 1080
#2 Ryzen 3700X, 32GB, GTX 1080
#3 Ryzen 3600, 16GB, RTX 2070
#4 Ryzen 3600, 32GB, 5*GTX 1070Ti
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Tholo
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Re: Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

#3 Ungelesener Beitrag von Tholo » 05.03.2019 06:33

Qubic ist die Middleware und damit quasi der Verwalter, wie Boinc. Du kannst ja Rechenleistung dann mieten n und vermieten. Deswegen ist Boinc selbst ja nicht nötig.

Derzeit steht das alles noch in den Startlöchern, da mit Qubic eine komplette neue Programm und Programmiersprache entwickelt wird. Welche nicht binär sondern trinär arbeiten soll.
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Eric
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Re: Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

#4 Ungelesener Beitrag von Eric » 05.03.2019 11:34

Das Ganze ist per se schon recht spannend. Mal schauen, was daraus wird.

Ich kann nur für mich sagen: Wenn sich Projekte von Boinc verabschieden, wie das beispielsweise bei Folding at home war, verabschiede ich mich von dem jeweiligen Projekt.
Ich mag mir nicht zig unterschiedliche Clients usw. installieren. Da bin ich raus.
Im Boinc-Universum Projekte hinzuzunehmen bekomme ich auf meinem Rechnerpark noch hin, da ich das ja über BoincTasks erledigt bekomme. Sowas müsste eine alternative Technologie auch unterstützen.

Gut, bei mir wäre es fast egal, da ich eigentlich sowieso nur noch Worldcommunitygrid unterstütze, und ob ich noch wuprop laufen habe oder nicht, ist nur eine persönliche Statistik.

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Re: Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

#5 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 05.03.2019 19:18

Eric hat geschrieben:Ich kann nur für mich sagen: Wenn sich Projekte von Boinc verabschieden, wie das beispielsweise bei Folding at home war, verabschiede ich mich von dem jeweiligen Projekt.
Ich mag mir nicht zig unterschiedliche Clients usw. installieren. Da bin ich raus.
Ist bei mir im Moment auch so, wobei ich bereit wäre, noch eine weitere Plattform zu installieren - wenn sie denn absehbar auch mehrere Projekte unkompliziert anbietet.

Wichtig wäre eine niedrige Einstiegshürde, also möglichst wenig Gefrickel.

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Re: Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

#6 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 05.03.2019 22:02

Dass man bei Cryptowährungen von weitgehend sinnloser Energieverbrennung à la Bitcoin wegkommen möchte, ist sicherlich erstmal löblich. Die Erkenntnis hat ja auch lange genug gedauert.

Dass BOINC sich nicht flächendeckend im Einsatz befindet hat - aus meiner Sicht - zu tun mit der (leider und unnötigerweise) gesellschaftsbestimmenden Frage: "Was hab' ich davon?" :lol: Insofern kann man der Ansicht sein, dass die Kombination von BOINC - bzw. genauer gesagt Distributed Computing - mit einer monetären Belohnung zu einer stärkeren Beteiligung führen könnte. Ob das tatsächlich so ist oder es zumindest einen Trend dahin gibt, ließe sich zumindest ansatzweise evt. aus einem Vergleich der non-Gridcoin vs. Gridcoin DC Communitygröße ableiten - auch wenn Gridcoin anders funktioniert als IOTA.

Jetzt nehmen wir mal an, das IOTA-System würde tatsächlich zu der besten Lösung für DC entwickelt. Dann wissen wir trotzdem, dass die besten Systeme stets den verbreitetsten unterlegen sind - und das ist derzeit BOINC. Man sieht das recht gut daran, dass non-BOINC DC-Clients eigentlich kaum noch eine Verbreitung haben, seien sie so gut entwickelt, wie man will. Weitere prominente Beispiele in dieser Kategorie sind Windows vs. Linux oder M$ Word vs. Libre Office.

Eine weitere Frage ist für mich technischer Natur: Soweit ich das beim groben Überfliegen verstehe, werden da einfach irgendwelche Apps gegen Bezahlung "deployed". Was ist mit Jobs, die nicht Checkpointing-fähig sind und deren Defizit durch komplexere Ansätze, wie Virtualbox gelöst wird? Wie soll die massenhafte automatisierte Verteilung von Jobs laufen? Kurz: Da muss dahinter dann doch trotzdem wieder eine serverseitige Steuerinfrastruktur stehen die dieses IOTA-System "befeuert"? Ist das dann nicht doppelt gemoppelt?
Und wie redundant sollen die Jobs in IOTA dann sein? Mathematische DC-Projekte benötigen z.T. überhaupt keine Redundanz - es würde also wieder unnötig Strom verbraten.

Vor allem aber ist des Pudels Kern der Kommerzialisierungsansatz:
WENN alle Betreiber von DC-Projekten ausreichend Ressourcen hätten, könnten sie auch heute schon HPC anmieten oder sonstwie Rechenzeit kaufen. Haben sie aber nicht. Sie sind drauf angewiesen, dass Menschen im altruistischen Geiste den Sinn bzw. gar die Notwendigkeit sehen, UNENTGELTLICH zum Gelingen des jeweils unterstützten Projekts beizutragen. Und viele Forscher liefern im Gegenzug eine saubere Betreuung ihrer Userbase über ein wissenschaftlich fundiert betriebenes Diskussionsforum - das macht nach meiner Einschätzung etwa 50% des Arbeitsbetriebs eines DC-Projekts aus, wenn man es gut macht.
Es hat sich darüber hinaus gar eine Hobby- und Wettkampfkultur um DC herum etabliert.
Kurz: Die Mehrzahl der heutigen DC-Betreiber wird keine Vergütung, sei es Geld oder IOTA ausschütten können.
Jetzt wurde von Tholo oben gesagt, man könne über das IOTA-System die Jobs auch unbezahlt einspeisen. Mag schon sein, aber wird dann nicht die Berechnung dieser Jobs im Verhältnis zu den vergüteten Jobs vermutlich recht ähnlich sein der heutigen Verbreitung von BOINC?
Wenn dem so ist und die oben genannten technischen Bedenken gelöst sind, dann passiert eigentlich nichts weiter, als dass BOINC als Middleware von etwas anderem abgelöst wird - ansonsten tut sich aber wenig.

Was ich mir vorstellen könnte ist allerdings, dass durch ein Cryptowährung die öffentliche Aufmerksamkeit für DC verbesserrt wird. Das wäre dann schon ein Mehrwert. Aber können wir nicht als Verein in diese Richtung einfach noch etwas mehr tun, indem mehr Leute - insbesondere in Sachen Öffentlichkeitsarbeit - mitmachen?

Nur damit da keine Misverständnisse aufkommen: Ich finde die Entwicklungen im Cryptowährunsgbereich hochinteressant und begrüße durchaus auch eine Kopplung an eine VergütungsMÖGLICHKEIT. Nur wird diese kaum genutzt werden können - von den bisherigen Projektbetreibern.
Hinzukommen werden vermutlich einige Pharmafirmen, die heutzutage eigene Rechenzentren in Form von HPC-Farmen für Docking- und MD-Simulationen betreiben. Die sourcen dann den Hardwareunterhalt und die Stromkosten einfach aus und kommen am Ende günstiger weg.

Michael.
Fördern, kooperieren und konstruieren statt fordern, konkurrieren und konsumieren.

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Re: Boinc war gestern, Iota, Quibic, M2M und Alternativen

#7 Ungelesener Beitrag von Tholo » 07.03.2019 09:32

Zu deiner Frage mit der Server Struktur. Es gibt erste Tests und die IPFS (interplanetary file system) und IOTA MAM zusammen führen. Auf die schnelle hab ich den folgenden Artikel gefunden. https://blog.florence.chat/why-you-can- ... 203f815fbe

Wie und ob das ganze funktioniert weiß ja noch keiner!
Ich wollte eben nur mal die Bewegungen links und rechts neben boinc im DC darstellen
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