Gemeint sind Mäuse im Tierversuch, natürlich nicht Menschen im Weihnachtsessenrausch, die sind dazu gar nicht in der Lage."Wenn ihnen fett- oder zuckerhaltige Nahrung angeboten wurde, nahmen sie tendenziell 30 Prozent mehr Kalorien zu sich als normalerweise", so Lüscher. "Kombiniert man jedoch beides, steigt ihr Kalorienverbrauch explosionsartig auf 250 Prozent ihres natürlichen Bedarfs."
Die frohe Botschaft am Ende der unten verlinkten Studienauswertung:
"Schlemmen an den Feiertagen: Warum gerade an Weihnachten zu viel gegessen wird", 25.12.2025Eine einmalige Schlemmerei über die Weihnachtsfeiertage ist aber unproblematisch. Denn drei Tage reichen nicht aus, um Hunger- und Appetitsystem umzuprogrammieren. Wichtig ist stattdessen, sich schlechte Essgewohnheiten über das Jahr hinweg gar nicht erst anzutrainieren.
https://www.tagesschau.de/wissen/gesund ... n-100.html
Stichwort Körperfett, da gibt es Positives nachzulesen:Marc Tittgemeyer forscht am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung zu den Prozessen, die im Gehirn beim Essen stattfinden. "In unserem Körper entstehen Bedürfnisse, Hunger zum Beispiel. Die müssen befriedigt werden, um unser Überleben zu sichern", so der Neurowissenschaftler.
Schaltkreise im Gehirn seien so optimiert, dass sie auf solche Bedürfnisse reagieren könnten. Sobald der Körper also beispielsweise ein Energiedefizit hat, sendet das Gehirn Signale, man wird hungrig. Sobald der Körper genügend Energie in Form von Nahrung bekommen hat, wird das dem Gehirn gemeldet - ein Sättigungsgefühl setzt ein.
Das erklärt allerdings nicht, wie wir an Weihnachten deutlich über den Energiebedarf hinaus essen können. Würde der Mensch nur dann Nahrung zu sich nehmen, wenn er ein akutes Energiedefizit hat, wäre er vermutlich schon ausgestorben.
Als Jäger und Sammler hätten wir schließlich nicht jeden Tag in beliebiger Menge essen können, erklärt Neurowissenschaftler Tittgemeyer. Deswegen mussten wir einen Mechanismus entwickeln, der dafür sorgt, dass wir über unsere Sättigung hinaus essen - um Reserven anzulegen.
Auch dafür ist das Gehirn zuständig. Ein System sorgt dafür, dass das Gefühl von Hunger beziehungsweise Sättigung überschrieben werden kann. "Dieses System wird gern als Belohnungssystem bezeichnet. Das trifft es aber eigentlich nicht", sagt der Neurowissenschaftler. Stattdessen werde im Gehirn ein Antrieb geschaffen, der den Körper dazu bringt, mehr zu essen, als er eigentlich braucht. Vereinfacht gesagt: das Appetitsystem.(...)
Eine Kombination aus fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln käme in der Natur fast nicht vor, führt Lüscher weiter aus. Heute ist sie aber in vielen verarbeiteten Lebensmitteln zu finden - und im Supermarkt quasi unbegrenzt verfügbar. (...)
In einer Studie konnte Neurowissenschaftler Tittgemeyer gemeinsam mit seinem Team zeigen, wie das Gehirn auf unser Essverhalten reagiert.
90 Testpersonen aßen acht Wochen lang jeden Tag zusätzlich zu ihren gewöhnlichen Mahlzeiten einen Pudding, der viel Fett und Zucker enthielt. Nach der Versuchszeit bevorzugten die Testpersonen plötzlich süßeres und fettigeres Essen.
Ihr Gehirn hatte sich in dieser kurzen Zeit neu verdrahtet und verlangte nach mehr Zucker und Fett. "Im Gehirn können neue Verbindungen entstehen. Und die kriege ich auch nicht mehr so einfach weg", so Tittgemayer. Was wir essen, beeinflusst also unsere Vorlieben - und umgekehrt.
"Körperfett: Das unterschätzte Organ", 01.12.2025
https://www.telepolis.de/article/Koerpe ... 97587.html
Links:(...)Lange Zeit galt Körperfett nur als passiver Energiespeicher und unerwünschter Ballast. Doch diese Sichtweise ist grundlegend falsch, sagen Forscher heute. Das Fettgewebe ist das größte endokrine Organ des menschlichen Körpers und arbeitet wie eine riesige Hormondrüse.(...)
Fast jede Woche entdecken Wissenschaftler neue Substanzen, die das Fettgewebe produziert. Inzwischen sind über 100 Hormone und Botenstoffe bekannt, die Fettzellen in den Körper entsenden. Diese sogenannten Adipokine regulieren Hunger und Sättigung, den Blutzuckerspiegel und sogar das Immunsystem. (...)
Das Fettgewebe besteht jedoch nicht nur aus Fettzellen. Es enthält auch Immunzellen, Nervenfasern und Blutgefäße, die zu seiner überraschenden und lebenswichtigen Kommunikationsfähigkeit beitragen.(...)
Die neuen Erkenntnisse über das Fettgewebe fordern ein Umdenken. Statt Körperfett pauschal zu verteufeln, sollten wir es als das anerkennen, was es ist: ein lebenswichtiges Organ, das mit dem Rest des Körpers kommuniziert.
Das Ziel kann es daher nicht sein, Fett zu eliminieren, sondern es wieder in Harmonie mit dem Rest des Körpers zu bringen. Denn wenn es richtig funktioniert, hilft es dabei, den ganzen Körper gesund zu halten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsgans
https://www.sf.mpg.de/research/tittgemeyer
https://neurocenter-unige.ch/research-g ... n-luscher/
https://www.sciencedirect.com/science/a ... 7325001825
https://de.wikipedia.org/wiki/Todsünde - Gula
https://de.wikipedia.org/wiki/Dry_January
https://de.wikipedia.org/wiki/Fettgewebe
Fazit:
Statt auszusterben ...
