30 Jahre Technikunterschied

Die Plauderecke für alles mögliche ohne Bezug zu DC-Projekten.
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Kolossus
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30 Jahre Technikunterschied

#1 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 27.10.2021 12:58

Rechtzeitig zur Einkommensteuererklärung gab nach knapp 30 Jahren mein Schwarz-Weiß Drucker HP Laserjet 4P den Geist auf und ich musste kurzfristig einen neuen Drucker haben.
Der Laserjet wurde Anfang der 90er produziert und hatte für damalige Verhältnisse ein hochauflösendes Druckwerk von 600 × 600 DPI. Zwei MB interner RAM und ich spendierte ihm noch zwei MB dazu. Mit insgesamt 4 MB Speicher erledigte er klaglos vier Seiten pro Minute. Preislich war er nicht billigste, aber erschwinglich. Farblaser waren damals einfach nur unbezahlbar (um die 10.000 DM) und nur etwas für Büros und Betriebe.

Von den Tintenstrahlern habe ich nie etwas gehalten, die Ausdrucke von Grafiken waren streifig und überhaupt nicht schön, zumindest zu der Zeit, wo ich mit Farbdruck geliebäugelt habe. Sie schmierten sehr oft und die Vorratsbehälter der Farbe war durch das übereifrige Düsenreinigen sehr schnell leer. Es schwamm mehr Farbsuppe auf dem Boden, als dass es auf das Papier kam. Und wenn du den Drucker ein paar Wochen nicht benutzt hast, waren die Kartuschen ohnehin eingetrocknet.

Dass ich in einer Großstadt wohne, hat nicht nur im Bereich Computer unbedingt seinen Vorteil, wenn es um kurzfristige, sprich sofortige Erledigungen geht.

Schnell hatte ich im Internet bei den Tests recherchiert und noch schneller herausgefunden, wer meinen Favoriten auf Lager hatte.
Es ist ein (Zensur) Farblaserdrucker mit 1 GB Speicher(!) der 30 Seiten pro Min. in Farbe schafft und 9600 × 600 bzw. 1200 × 1200 Dpi und zig Druckmöglichkeiten bietet inklusive beidseitiges Drucken.
Wenn man ihn arbeiten sieht und das mit dem Vorgänger vergleicht, sieht man, welchen Unterschied 30 Jahre Weiterentwicklung bedeuten. Achja, und ich habe keine 10.000 DM oder 5000 € dafür bezahlt.......
Gruß Harald

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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#2 Ungelesener Beitrag von Rs232 » 27.10.2021 15:26

Dann als erstes einmal viel Freude mit deinem neuen Drucker!
Hier werkelt auch ein ca. 10 Jahre alter Brother Laser.
Er klemmt immer mal wieder aber so richtig aufgegeben hat er noch nicht. :wink:

Ja die Technik entwickelt sich rasant weiter ob bei Druckern, Computern, Motoren.
Aber zumindest ich bin an einer Stelle in der Vergangenheit einfach stehen geblieben.
Naja eigentlich entstand diese und hatte ihre Hochphase vor meiner Zeit :o

Zum Musik hören muss ich erst Röhren vorglühen das diese auf Temperatur sind.
Ist diese dann erreicht erfüllt ein herrlicher Klang den Raum.
Was aber immer wieder auffällt ist diese "alte" Technik bedarf einiges mehr an Fachwissen....
(Nein ich glaube nicht an Audio-Voodoo mit Goldkabeln usw.... :bugeye: )

Auch beim Auto ist heute im Handbuch nicht mehr beschrieben wie die Ventile einzustellen sind.

Ich mag beides die "Neue" und die "Alte" Technik das eine als Hobby zum beschäftigen das andere um schnell und Komfortabel etwas nutzen zu können.

Wie am Anfang schon gesagt viel Freude beim Drucken und an der Neuen Technik :roll2:
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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#3 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 27.10.2021 16:31

Rs232 hat geschrieben:
27.10.2021 15:26
Zum Musik hören muss ich erst Röhren vorglühen das diese auf Temperatur sind.
Wie wahr, wie wahr! Habe hier einen 50 Watt Engl Vollröhrencombo stehen.Das gute Stück wird eine halbe Stunde vor Auftritt aufgestellt und die Röhren auf Temperatur gebracht. Da ergibt sich zusammen mit der Gibson "Les Paul" ein glockenreiner Klang. Und wenn es sein muss, gibt es den nur mit Röhrenverstärkern erreichbaren ureigenen Sound des Overdrives, Für Transistoramps ist das der "Verzerrer". Bei denen hört sich das allerdings an, wie eine Katze, der man auf den Schwanz getreten hat.
Gruß Harald

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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#4 Ungelesener Beitrag von gemini8 » 27.10.2021 17:24

Meine musikalische Kombination ist eine möglichst zahnradbetriebene Hammond Orgel (H-100, T-500) mit Röhrenpreamp vor dem (leider Transistor) Leslie 760.
Für kleinere Sachen darf aber auch eine X-5 über eine durch einen Musicman angefeuerte Lesliebox herhalten.

Und Empire spiele ich immer noch am Liebsten am Atari.
Allerdings hängt der am modernen Flatscreen - auch ca. 20 bis 25 Jahre Abstand, schätze ich.

Ja, gerne alt und neu. ;-)
Gruß, Jens
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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#5 Ungelesener Beitrag von Stiwi » 27.10.2021 18:45

Aber nicht alles hat sich positiv entwickelt. Früher konnte man mit so Multifunktionsgeräten noch scannen wenn die Tinte alle war heutzutage muss man klagen xD
https://www.golem.de/news/drucker-ohne- ... 60376.html
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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#6 Ungelesener Beitrag von gemini8 » 27.10.2021 18:51

Natürlich hat sich nicht alles positiv entwickelt:
Auf meinem Atari Falcon habe ich eine Reichhaltigkeit an Konfigurationsmöglichkeiten für meinen Desktop, die neue Systeme nicht mitbringen.

Auch der Wegfall des Apple-Menüs mit OS X war sehr unschön, weil man darüber seine Applikationen, verwendete Server und Dokumente über dieses Menü sehr vorteilhaft einbinden konnte.
Unter OS X / macOS hat man nun andere Möglichkeiten, aber es ist schon immer wieder interessant, wie Hersteller und Softwareanbieter genau wissen, wie sie Funktionen und Haptik versauen können.
Gruß, Jens
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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#7 Ungelesener Beitrag von Rs232 » 28.10.2021 09:18

Kolossus hat geschrieben:
27.10.2021 16:31
Wie wahr, wie wahr! Habe hier einen 50 Watt Engl Vollröhrencombo stehen.Das gute Stück wird eine halbe Stunde vor Auftritt aufgestellt und die Röhren auf Temperatur gebracht. Da ergibt sich zusammen mit der Gibson "Les Paul" ein glockenreiner Klang. Und wenn es sein muss, gibt es den nur mit Röhrenverstärkern erreichbaren ureigenen Sound des Overdrives, Für Transistoramps ist das der "Verzerrer". Bei denen hört sich das allerdings an, wie eine Katze, der man auf den Schwanz getreten hat.
Welchen nutzt du denn von Engl? Denn Thunder?
Und mit welcher Bestückung?
Ich kann leider selbst nicht spielen.....
Meine Hochachtung wer das kann!
Was spielst du/ihr für eine Richtung?
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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#8 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 28.10.2021 11:21

Ich habe den Engl Screamer Pro Blues mit 2 x 10 Zoll Celestion Speakern. (Wird in der Form leider nicht mehr gebaut.)
Leichte Betonung der unteren Mitten. Wie der Name schon sagt, ist es ein idealer Amp für Blues, Rock ’n’ Roll und Country. Alles andere ist aber auch super zu spielen, man muss nur die Klangfarbe etwas anpassen, was bei dem Engl kein Problem ist.
Die Gibson "Les Paul" ist eine ideale Gitarre mit ihren Humbucker-Tonabnehmern für einen Röhrenamp. Der Humbucker ist bekannt für wärmeren Klang. Der Mahagoni Korpus sorgt für einen guten Sustain und die Ahorndecke für saubere Höhen. Soll es etwas härter klingen, habe ich noch eine Gibson "SG". (Angus Young lässt grüßen)
Wir spielen eigentlich quer durch den Garten und wie wir Lust und Laune haben. Wir sind allesamt Hobbymusiker auf einen recht guten Niveau, aber es ist ein Hobby und keiner von uns verdient sein Geld damit.
Gruß Harald

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Re: 30 Jahre Technikunterschied

#9 Ungelesener Beitrag von gemini8 » 28.10.2021 11:39

Ich habe einen MusicMac 112 RD Fifty im Mesa Design. (Irgendein Vorbesitzer hat ihm das Kunstleder abgezogen und einen Korbstuhl davorgeflochten.)
Transistor Vorstufe für den Clean Kanal, Röhre für den Limiter, Endstufe natürlich Röhre.
Sehr geil für Jazzgitarre oder Rockgitarre mit Tretminen, mittelprächtig für eigene Zerre, absolut super für kratzige Orgel oder ein glockiges Rhodes.

Bin selbst kein Gitarrist, aber im Bekanntenkreis habe ich Leute, die mir das Teil sofort klauen würden. Gebe ihn allerdings nicht her! :biggrin2:
Gruß, Jens
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