M Queens M=27

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M Queens M=27

#1 Ungelesener Beitrag von yoyo » 09.07.2019 06:22

Moin,

wir gehen jetzt das Schachbrett mit einer Größe von 27 x 27 an und berechnen wieviele Möglichkeiten es gibt dort 27 Damen zu plazieren. Wir wollen damit überprüfen ob unser Algorithmus genauso viele Möglichkeiten findet wie 2016 die FPGAs an der TU Dresden. Die übrigens mehr als ein Jahr daran gerechnet haben.

Mit den bisherigen Beta WUs haben wir bereits M=20,21 und 24 bestätigt.

Wenn das erfolgreich ist werden wir M=28 angehen und könnten damit einen neuen Rekord setzen.

Für M=27 haben wir ca. 2,2 Millionen Workunits zu berechen, noch dazu alle doppelt :o .

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Re: M Queens M=27

#2 Ungelesener Beitrag von gemini8 » 09.07.2019 07:01

Dear international crunchers.
yoyo hat geschrieben:We're about to work on the chess board with a size of 27x27 fields and calculate how many possibilities there are to place 27 queens.
With this we want to test against the FPGAs at the Technical University of Dresden, which worked more than a year on this board, and find out if our algorithm leads to the same amount of results as theirs.

Through the beta work-units we were able to confirm M=20, 21 and 24.
If M=27 finishes successful we will work on M=28 and might establish a new record.
M=27 will be about 2.2 million work-units which have to be proven by a wingman.
Translation/transfer by gemini8.
Gruß, Jens
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Re: M Queens M=27

#3 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 09.07.2019 07:56

Sorry, aber welch weltbewegende Erkenntnisse sollen damit ermittelt werden?
Es ist ja bereits einmal berechnet worden und dafür nochmal teuren Strom zu verballern entbehrt jeder Grundlage bei einem derartig sinnfreien Vorhaben.
Gruß Harald

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Re: M Queens M=27

#4 Ungelesener Beitrag von yoyo » 09.07.2019 08:04

Ich wunder mich, dass ihr sowas nicht bei den ganzen Primzahlenprojekten fragt.
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Re: M Queens M=27

#5 Ungelesener Beitrag von gemini8 » 09.07.2019 08:28

Harald, dies ist ein mathematisches Problem, und man kann sich dafür interessieren oder auch nicht.

Sinnvoller halte ich zwar Projekte wie GPUGrid, WCG, TN-Grid, Rosetta oder Denis, was sich in meiner Ressourcenverteilung niederschlägt (und vermutlich auch deinen Interessen entspricht), außerdem DHEP und LHC, aber da Wissenschaft meiner Meinung nach insgesamt gefördert werden sollte, rechne ich alles, was mir BAM! zur Verfügung stellt.
Und eine 'eigene' Primzahl finde ich nett, PrimeGrid hat im Gegensatz zu vielen anderen Projekten ein gutes Moderatorenteam, das sich sämtlicher Anliegen, die nicht durch die hilfsbereite Community vorher geklärt sind, bestmöglich und zeitnah annimmt, und auf PrimeGrid kann man hervorragend Wettbewerbe austragen. ;-)

Das gute Admin- oder Moderatorenteam macht auch bei anderen Projekten, die es haben, eine Menge des Zulaufs aus. XANSONs war ein solches Projekt, nach dessen Ende viele Freiwillige nur darauf warten dürften, daß der Admin wieder etwas aufzieht, weil davon ausgegangen werden kann, daß er es wieder gut macht, und er in engem, positiven Austausch mit der Community stand.
Bei GPUGrid z.B. denke ich, daß es eher gerechnet wird, weil es sinnvoll ist, und weil man ordentlich Credits scheffeln kann, nicht aber, weil das Team so toll ist.
Gruß, Jens
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Re: M Queens M=27

#6 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 09.07.2019 09:12

Es gibt viele interessante Mathematische Probleme, sei es Riesel, Romeo, ääh Mandelbrot und Julia, wo es dazu auch noch herrliche Grafiken gibt, oder die anderen Aufgaben, die sich bei Primegrid oder woanders finden lassen. Es muß ja nicht gerade eine Primzahl sein, die es zu suchen gilt, aber es gibt schon interessante Aufgaben.
Beim Schach gibbet nur zwei Damen, nämlich eine weiße und eine schwarze. Eine gepflegte Partie Schach ist auch gute Mathematik, macht jede Menge Spaß und gut fürs Köpfchen isset auch noch.
Warum, um Himmels Willen, soll ich also 27 Damen auf das Feld bringen? Ist gegen jede Regel, macht keinen Sinn und ein Schachbrett hat auch nur 8 X 8 = 64 Felder
Im Ernst: Nix gegen ein gutes Mathematisches Problem zum austüfteln, aber solch Unfug muß es ja nicht gerade sein....
Gruß Harald

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Re: M Queens M=27

#7 Ungelesener Beitrag von yoyo » 09.07.2019 09:53

Aus meiner Sicht ist das Grundlagenforschung. Die hat in den meisten Wissenschaften erstmal keinen konkreten Nutzen. Sie dient dazu eben Grundlagen zu verstehen, deren Verständnis später dann zu konkretem Nutzen führen kann.
So sind Primzahlen seit über tausend Jahren "merkwürdige" Zahlen. Aber erst in jüngster Vergangenheit sind sie der wichtigste Bestandteil von Verschlüsselungsalgorithmen. Ein Verständnis von Primzahlen oder gar die Berechenbarkeit von Primzahlen würde alle heute benutzten Verschlüsselungen zusammenbrechen lassen.

Bei M Queens handelt es sich um ein mathematisches Problem. Es ist eine relativ einfache Aufgabe, für die es aber eben keine Formel gibt diese zu lösen. Solche Probleme gibt es in der Mathematik mehrere (z.B. die Collatz Vermutung https://de.wikipedia.org/wiki/Collatz_Conjecture). Manchmal hilft es eben die Lösungen für M=1, M=2, M=3 usw. usf. für möglichst viele M zu haben um evtl. daraus eine Idee für eine Formel zu entwickeln.
Ich gebe zu dass ich da auch gerade keinen direkten praktischen Nutzen sehe. Aber das kann in 100 oder 1000 Jahren (siehe Primzahlen) anders sein.

Wir rechnen zunächst M=27 um
a) die gefundene Lösung zu bestätigen, denn das hat m.M.n. noch keiner und da es keine Formel gibt hat das auch noch keiner bewiesen.
b) unseren Algorithmus zu bestätigen, dass er zu der gleichen Lösung kommt.

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Re: M Queens M=27

#8 Ungelesener Beitrag von Kolossus » 09.07.2019 11:49

Guter Gedanke und gute Erlärung.

Merci
Gruß Harald

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