FPGA - Diskussion

Knacken von Verschlüsselungen bei den Projekten RC5-72, Enigma@Home und anderen
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Der Diplomat
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#1 Ungelesener Beitrag von Der Diplomat » 04.01.2002 16:47

Tach zusammen,



in den yahoogroups von ECCp-109 las ich, dass ein Entwickler versucht an ein PCI-FPGA Board ranzukommen.



Was sind FPGAs. Ich würde sie als eine durch Software formbare Hardware beschreiben.



Was bringt das gegenüber ASICs, also Hardware, die nur für bestimmte Ergebnisse hergestellt wurden? Man kann, nachdem das frühere Ziel obsolet geworden ist, ein neues Ziel programmieren und in einem FPGA implementieren.



Wir überlegen uns doch heute: Was ist sinnvoller für unsere Rechenpower bei den distributed computing-Projekten? AMD oder Intel? Nun was wäre aber mit Prozessoren, die das beste für die einzelnen Projekte sind, die aber unsere Haupt-CPU von ihrer Arbeit nicht ablenkt?



PCI-Boards mit FPGAs drauf ist die antwort. Das distributed-computing Programm läuft auf dem PCI-Board, nicht auf der CPU. Und wenn das ECCp-109 Projekt beendet ist, könnte man ein anderes laufen, dass mit maximaler Kapazität betrieben wird und die optimalsten Werte liefert.



Das wäre doch wirklich ein wunderbarer Traum?! Nun, es ist kein Traum, die Dinger gibt es für 329 ?, aber leider noch keine distributed-computing Clients. ECCp-109 könnte möglicherweise in der Zukunft einen solchen rausbringen, aber es wäre eine teure Investition, wenn man danach, nichts mit der Harware anfangen könnte, ohne sich gleich wie ein Informatik-Student in die Materie zu vertiefen..



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#2 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 04.01.2002 21:59

Ja, die Möglichkeiten finde ich extrem faszinierend. Nicht nur bei DC, sondern ganz allgemein. Man stelle sich nur mal vor, die Grafikkarte enthält so einen Chip, den man für jeden neuen Videokomprimierungscodec einfach neu konfigurieren kann. Wäre doch sicher sinnvoll. Allerdings schließe ich mal aus der Tatsache, daß es sowas noch nicht gibt, daß es dabei irgendwelche großen Nachteile oder Schwierigkeiten (Kosten, Geschwindigkeit etc.) gibt.



Und ich würde deshalb erstmal nicht auf dieses Pferd setzen...



Ciao, Michael.

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#3 Ungelesener Beitrag von Der Diplomat » 05.01.2002 10:03

Das Wissen ist nicht vorhanden. Welcher Informatik-Student erhält die Möglichkeit überhaupt an Clustern zu arbeiten oder an solchen Hardware-Nischen wie FPGAs? Vielleicht kannst Du uns ja mal etwas aus dem Nähkästchen erzählen <IMG SRC="/phpBB/images/smiles/icon_wink.gif" alt="Wink">



Allerdings sehe ich darin die Zukunft. Die Vision vom total vernetzten Haus, in dem jeses Gerät mit jedem Gerät kommunizieren kann und auch Ressourcen von anderen "Kollegen" anfordern kann existiert ja. Warum also nicht im Keller ein Pool von Hardware (Gott wäre das geil :->), die beliebig einsetzbar ist. Die erforderlichen Specs zieht man dann aus dem Netz..



Michel

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#4 Ungelesener Beitrag von Flexman » 08.01.2002 09:09

Wir haben im Studium solche Teile programmiert. Wirklich nett! Nachteile sind allerdings wirklich die recht niedrige Geschwindigkeit, die um Größenordnungen unterhalb der von heutigen CPUs liegt. Und selbst bei gleichem Takt ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit niedriger, da diese Dinger eben auf Flexibilität getrimmt sind. Durch ihre hohe interne Komplexität stehen sich die Dinger auch oft selbst im Weg. Und man muß vor der Programmierung recht aufwendige Simulationen fahren, die nur mit unerschwinglicher Spezialsoftware durchzuführen sind. Wahrlich nichts für den Hausgebrauch.

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#5 Ungelesener Beitrag von Der Diplomat » 08.01.2002 17:02

Danke für Deinen Erfahrungsbericht.



So wie ich allerdings in den verschiedenen News lese, werden die Dinger wohl Aalonfähiger, vielleicht werden sie als Allgemein-Prozessor-Blöcke besser werden..



Michel

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