The Cost of Knowledge

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The Cost of Knowledge

#1 Ungelesener Beitrag von Torbjörn Klatt » 29.01.2012 10:51

Es formiert sich eine größere Bewegung gegen Elsevier, einem der größten Verlage wissenschaftlicher Journale. Die Gschäftspraktiken dieses Verlages sind alles andere als "Wissenschaftsförderung", sondern viel mehr nur für die eigene Profitmaximierung.

Auf http://thecostofknowledge.com/ bekunden schon über 1.000 Wissenschaftler, dass sie nicht in einem von Elsevier geführten Journal publizieren werden. Noch wollen sie Reviews schreiben.

Wie steht es um die Wissenschaftler in unseren Reihen? Wie stehen sie zu Elsevier? Wie zu OpenAccess Journals wie BMC oder PLoS?
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Michael H.W. Weber
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Re: The Cost of Knowledge

#2 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 29.01.2012 18:25

Naja, also erstens hatte ich das ja schon mehrfach hier in diversen Zusammenhängen diskutiert und zweites muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich nicht den Eindruck habe, dass Elsevier da jetzt eine Ausnahme ist. Es ist immer dasselbe. Als Wissenschaftler zahlt man erstmal dafür, Forschung machen zu können - die übrigens im Normalfall der Öffentlichkeit zu Gute kommt. Diese Gelder zu bekommen, ist schon ein Kraftakt. RKN hat bislang da keine Chance gehabt und ich würde liebend gerne RNA World nutzen, um damit professionell anständige Forschung zu machen. Wenn man dann seine Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen möchte zahlt man für jede Seite, die man publiziert an den Verlag des Journals wo der Kram letztlich erscheint - übrigens auch bei den sogenannten OpenAccess Journalen. Hat man sein Manuskript dann nach langem Hin und Her unterbekommen, darf man dann selbst zahlen, um seinen eigenen Artikel lesen zu können. Und glaubt mal nicht, man dürfte dann als Autor das Original-PDF auf seiner Webseite verlinken (da würde es dann ja bevorzugt von anderen geladen werden und der Verlag ginge leer aus). :wink:

Wie es bei BMC ist, weiss ich jetzt nicht (diese Journals existieren nur elektronisch, womit die gesamte Presse als Kostenfaktor natürlich flach fällt), aber die OpenAccess PLOS Jorunalserie scheint bisher immer noch verlustreich zu arbeiten (mit Ausnahme des ersten Magazins PLOS One). Und die sind gut. Haben sich zu meiner Freude sogar von dem albernen Impact Factor Gedöns distanziert.

Michael.
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Torbjörn Klatt
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Re: The Cost of Knowledge

#3 Ungelesener Beitrag von Torbjörn Klatt » 29.01.2012 18:32

Ich habe auch nicht behauptet, dass Elsevier die einzigen sind, die so übel Kasse machen. Nur sind die gute Preistreiber. :-/

Leider ist in den Bio- und Medizinwissenschaften die Nutzung von Arxiv.org nicht so verbreitet wie in der Physik und/oder Mathematik. Dort bedarf es keinerlei kosten ;-)

AFAIK muss man auch bei BMC oder PLoS als Autor zahlen. Und leider nicht wenig. Die finanzieren sich halt darüber.


Vielleicht findest du ja hier ein schönes Journal ohne Publication Fee: http://www.doaj.org/doaj?func=subject&c ... anguage=en
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