Kleiner BOINC/Linux-Rechner

Kaufempfehlungen, Hardwaretips, Softwareprobleme, Overclocking, Technikfragen ohne Bezug zu DC.
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MWF
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Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#1 Ungelesener Beitrag von MWF » 13.05.2026 12:50

Hallo zusammen,

ich möchte hier mal das versammelte Forenwissen anzapfen: es geht um ein BOINC-Linux-Rechner, den ich hier gern parallel aufbauen möchte. Mir macht BOINC Spaß und ich möchte gern mehr Gas geben.
Mein Desktop-Rechner ist primär für Spiele konfiguriert. Er kann was, aber ein wenig trauere ich doch dem 7900X nach, der 24 statt der jetzigen 16 Threads rechnen konnte. Daher die Idee für einen Zweit-PC, der im Sommer die überschüssige Energie der Photovoltaik sinnvoll verbrauchen kann ;-)

Ziel:
  • klein
  • effizient (kein 600W-Stromfresser)
  • leise
  • Preis-Leistungsstark
Ich hatte zunächst in Richtung Mini-PC (z.B. von Geekom) überlegt, aber ich mache mir hier Sorgen um die Temperatur bzw. Lüftung bei Dauerlast. Wenn man die Bilder sieht, dann erkennt man dass nur so schmale Laptop-Lüfter verbaut sind. Das erscheint mir nicht zielführend.
Aus diesem Grund möchte ich auch keine Laptops, da kenne ich keinen, der unter Last nicht laut wird.
Es gibt noch weitere Lösungen, z.B. der Senza von Arctic - komplett passiv gekühlt. Ihr könnt hier gern weitere Anregungen liefern.
Rasperry ist mir von der Leistung her zu schwach.

Meine Tendenz geht zu einem Micro-ATX Gehäuse und µATX-Board. Dort kann ich dann alles so konfigurieren, wie ich es möchte. Leider weiß ich, dass im Zweifel doch das teurere Equipment kaufe und dann geht das doch ins Geld.

Habt Ihr Tipps?
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Novas
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#2 Ungelesener Beitrag von Novas » 13.05.2026 15:29

Ich persönlich würde mir in dem Fall Geekom oder Minisforum anschauen.
Micro-ATX und co. kann man auch machen, aber normale Desktop Prozessoren sind halt für viel Power ausgelegt, nicht für Effizienz. Da sind die Mini-PCs mit Laptop Chip schon deutlich besser. (Wobei man auch die Desktop Chips entsprechend im maximalen Stromverbrauch limitieren kann, dann wird das auch gehen mit Preis/Performance/Watt)
Wenns etwas mehr Geld und Linux sein darf, kann man sich den Framework Desktop anschauen oder aus der Bastelecke ein Framework Laptop Mainboard (kann man einzeln kaufen), welches dann in ein kleines Gehäuse kommt. Hier gibts dann aber bei den Top-Chips von AMD nur verlöteten RAM, was etwas doof bzw. teuer wird. Ggf. zum dauercrunchen aber auch nicht verkehrt, da die meisten Projekte ja nicht so viel RAM brauchen.

Theoretisch wären Mac Minis auch was (nicht das Grundmodell das ich habe, da das nur einen Aluminiumkühler hat und entsprechend die Kühlleistung nicht gut ist). Da aber die Emulationsschicht (Rosetta 2) für nicht Apple Silicon eingestellt werden soll, werden alle BOINC Projekte die keine speziellen Apple Silicon Builds anbieten, nicht mehr laufen. Daher wäre ich da vorsichtig, da man nur 1-2 Software Updates davon entfernt ist, nicht mehr rechnen zu können.

Wäre halt die Frage wo es mit dem Energieverbrauch hingehen darf. 600W sind ja erstmal nur 600W, das kann sehr effizient sein oder auch nicht. ARM Chips nutzen wäre theoretisch am besten, aber soweit ich weiß gibts nicht so viele Projekte die Software für ARM oder gar RISC-V liefern. Daher bleiben aus meiner Sicht fast nur Mini-PC Style Systeme mit Laptop CPUs oder Dekstop CPUs in kleinen Gehäusen und dann via BIOS und co. so weit limitieren, dass sie entsprechend effizienter werden.
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Michael H.W. Weber
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#3 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 13.05.2026 15:39

MWF hat geschrieben:
13.05.2026 12:50
Es gibt noch weitere Lösungen, z.B. der Senza von Arctic - komplett passiv gekühlt. Ihr könnt hier gern weitere Anregungen liefern.
...finde ich recht interessant vom Konzept her.
Die Frage ist, ob diese Passivkühlung ausreicht, wenn die Maschine 24/7 eine Woche lang auf allen Kernen plus IGP durchläuft? Da würde ich den Hersteller direkt ansprechen.
Ansonsten wird das Gehäuse vermutlich ziemlich genau auf diese Konfiguration ausgelegt sein, d.h. späterer Teilumbau oder so wird nicht gehen. Entweder aus Platzgründen im Case nicht oder weil plötzlich doch die Kühllösung nicht reicht.
Das ist der Grund, warum einige von uns nackte Rechenbretter ohne Case einsetzen: Da kannste ratz-fatz Teilkomponenten rausreißen und durch potenteres ersetzen oder 'ne zweite GPU reinstopfen (sofern das Netzteil noch reicht). Allerdings hörst Du dann auch die Lüfter.
Da Du aber ohnehin keine GPUs reinsetzen möchtest, gibt es sicher auch Mini-ITX-Systeme, die für Dich passend wären.
Evt. hat der Jens (gemini8) da auch ein paar konkrete Beispiele - ich meine, er betreibt solche Mini-PCs.

Michael.
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JagDoc
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#4 Ungelesener Beitrag von JagDoc » 13.05.2026 17:06

Wie wäre es damit:
https://minisforumpc.eu/products/minisf ... otherboard

Ich hab den Vorgänger BD790i (16C/32T) und bin sehr zufrieden damit.
Mit PBO aus läuft er mit 2,5GHz und zieht je nach Projekt zwischen 70 und 80W
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MWF
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#5 Ungelesener Beitrag von MWF » 13.05.2026 17:09

Novas hat geschrieben:
13.05.2026 15:29
Ich persönlich würde mir in dem Fall Geekom oder Minisforum anschauen.
Micro-ATX und co. kann man auch machen, aber normale Desktop Prozessoren sind halt für viel Power ausgelegt, nicht für Effizienz. Da sind die Mini-PCs mit Laptop Chip schon deutlich besser. (Wobei man auch die Desktop Chips entsprechend im maximalen Stromverbrauch limitieren kann, dann wird das auch gehen mit Preis/Performance/Watt)
Wenns etwas mehr Geld und Linux sein darf, kann man sich den Framework Desktop anschauen oder aus der Bastelecke ein Framework Laptop Mainboard (kann man einzeln kaufen), welches dann in ein kleines Gehäuse kommt. Hier gibts dann aber bei den Top-Chips von AMD nur verlöteten RAM, was etwas doof bzw. teuer wird. Ggf. zum dauercrunchen aber auch nicht verkehrt, da die meisten Projekte ja nicht so viel RAM brauchen.

...
Danke für die Tipps. :good:

Wie schon gesagt, bei den Mini-PCs befürchte ich schlechte Lautstärke-/Temp-Werte wenn die auf Dauerlast arbeiten.
Refurbished sind die Preise okay, aber oftmals OHNE SSD und RAM. Und wenn ich daran rumschraube, Komponenten kaufe und mich dann dagegen entscheide - was mache ich dann mit den Komponenten?

Framework ist interessant, kannte ich gar nicht. Ist nur preislich über meiner Grenze. Der geht bei 1.429€ los und da ist nicht einmal eine SSD dabei. :o
Da Du aber ohnehin keine GPUs reinsetzen möchtest, gibt es sicher auch Mini-ITX-Systeme, die für Dich passend wären.
Ich würde erstmal ohne GPU starten. Meine Frau hat eine 2070 im PC, ggf würde ich bei Kleinanzeigen was moderneres kaufen und dann die 2070 für Folding oder Einstein laufen lassen. Die habe ich damals mit einer Kraken G12 versehen und eine WaKü draufgesetzt. Unter Last keine 40°C, der Hammer :D
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#6 Ungelesener Beitrag von gemini8 » 13.05.2026 21:16

Bei mir laufen zwei AM4 Asrock DeskMEET mit Palit StormX GPU.
Ryzen 7 5700X mit GTX 1660 und 64GB RAM, Ryzen 5 5600 mit RTX 4060 und 32GB RAM.
Der DeskMEET ist theoretisch auf 65 Watt ausgelegt, aber die CPUs laufen auf 2.2GHz, die GPUs ebenfalls eingebremst, weil den Rechnern beim Crunchen zu warm wird. Hyper-Threading ist aktiviert, wird aber nur noch passiv genutzt, da Stromverbrauch und Temperaturen sonst deutlich ansteigen.
Obwohl das Board klein ist, hat es Platz für einen Desktop Prozessor, einen PCIe Slot und vier RAM Slots. SSD und WLAN Modul können auch noch aufs Board, und das Gehäuse hat Platz für einen 3.5" oder zwei 2.5" Datenträger.
Wenn man keine GPU einbaut, kann man einen flachen Gehäuselüfter einsetzen, mit dem die Temperaturen sicherlich wesentlich geringer ausfallen als mit einer GPU.
Beim Zocken muss ich nicht darüber nachdenken, ob einem der beiden zu warm wird, da ich zu Hause eher keine Titel spiele, die auch nur meinen alten Mac Pro mit 2010er Xeon und einer GTX 1060 oder 1050Ti ins Schwitzen brächten. ;) Ich bin allerdings sicher, dass sie forderndere Spiele in Bezug auf die Erwärmung besser wegsteckten als das Crunchen. :biggrin2: Vielleicht darf einer der beiden mal mit zu einer LAN-Party.

Der größte Nachteil an den Schuhkartons ist das Bronze Netzteil, das eins der Elemente der Kühlkette ist. Es zieht kühle Luft ins Gehäuse und auf den Prozessor. Grundsätzlich in Ordnung, aber schlecht zu ersetzen. Wenn das Netzteil den Geist aufgibt, hilft nur der komplette Austausch des DeskMEETs (Gehäuse, Netzteil, Mainboard), wenn man bei dieser Lösung bleiben möchte. Netzteile arbeiten normalerweise andersherum, und deshalb habe ich auch nicht nur das Netzteil, sondern auch den CPU-Lüfter getauscht, weil dieser gegen den Netzteillüfter arbeiten muss. Würde man ein Netzteil öffnen und dessen Lüfter herausholen (oder ein passives finden?), könnte man möglicherweise mit einem Wraith Prism oder dergleichen arbeiten, der das Netzteil mit kühlte.

Egal, welchen Ärger ich mit der Kühlung bisher hatte, und welche Geräuschkulisse ich in Kauf nehme: Die beiden DeskMEETs sind coole, kleine Geräte, mit denen ich sowohl in ihrer Funktion als Cruncher als auch sonst sehr zufrieden bin.

Den DeskMEET gibt es auch in der AM5 Version. Ich hatte überlegt, ihn mir mit einem Ryzen 9 7900 zu gönnen, bin aber nicht dazu gekommen, dies zu verwirklichen. Ich glaube, das lag an dem PowerMac G5 Gehäuse, in das ein Ryzen 9 5950X und eine 16GB RTX 4060Ti eingezogen sind, sowie an dem recht gedrungenen ATX Tower, in den ich die AIO Wasserkühlung für den i9-9900k nur mit sehr viel Gefrickel einbauen konnte - dafür aber auch gut Platz für zwei große RTX Karten fand. :biggrin5:
Gruß, Jens
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#7 Ungelesener Beitrag von MWF » 13.05.2026 21:50

Cool. Danke für den Input.
Ich finde das Minisforum BD895i SE Motherboard im ITX-Format sehr interessant, das kann echt viel und man kann den Rest noch beliebig dazu konfigurieren. Dazu ein offenbar sehr fähiger Laptop-Prozessor.

Der DeskMEET von AsRock klingt auch witzig. Lüfter aber nur bis 54mm Höhe. Hier hat man eigentlich nur die Möglichkeit eines Top-Blowers. Wenn man dann noch AM5 sucht, wird die Auswahl schon sehr dünn.

Insgesamt macht es die Wahl nicht einfacher, was es denn nun bei mir werden soll. Ich finde es aber super spannend die verschiedenen Konzepte anzusehen :)
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#8 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 14.05.2026 13:48

...sehe ich das richtig, dass das nur das Mainboard ist?

Michael.
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JagDoc
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#9 Ungelesener Beitrag von JagDoc » 14.05.2026 16:42

Michael H.W. Weber hat geschrieben:
14.05.2026 13:48
...sehe ich das richtig, dass das nur das Mainboard ist?

Michael.
Mainboard mit AMD Ryzen™ 9 8945HX und CPU-Kühler.
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#10 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 14.05.2026 18:47

OK, dann bin ich ja beruhigt...

Michael.
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#11 Ungelesener Beitrag von MWF » 15.05.2026 13:07

JagDoc hat geschrieben:
13.05.2026 17:06

Mainboard mit AMD Ryzen™ 9 8945HX und CPU-Kühler.
Für mich sieht das aus als wären nur Kühlrippen dabei. Lüfter muss man selbst beisteuern, oder nicht?

Zu meinen Plänen.
Es soll mATX in einem kleinen Gehäuse werden. Da bin ich maximal flexibel.

Aktuell bin ich hin- und hergerissen. Intel hat mit dem 270k plus einen fähigen 24Kerner mit guter Preis-Leistung. Undervolting und der ist gut dabei und ich könnte zeitnah mit dem Aufbau beginnen.

Andererseits steht die Nova Lake Serie schon in den Startlöchern, hier sind 40+ Kerne geplant und das alles am Ende des Jahres. Das wäre dann die ultimative Rechenmaschine (im Consumerbereich), nur leider auf einem neuen Sockel. Ggf haben sich dann die RAM/SSD Preise auch wieder etwas gefangen. :worry:

Klar könnte ich den 270k samt Mainboard bei meiner Frau verbauen, aber insgesamt dann doch wieder relativ viel Invest bzw. Hin- und Her.
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JagDoc
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Re: Kleiner BOINC/Linux-Rechner

#12 Ungelesener Beitrag von JagDoc » 15.05.2026 13:52

MWF hat geschrieben:
15.05.2026 13:07
JagDoc hat geschrieben:
13.05.2026 17:06

Mainboard mit AMD Ryzen™ 9 8945HX und CPU-Kühler.
Für mich sieht das aus als wären nur Kühlrippen dabei. Lüfter muss man selbst beisteuern, oder nicht?
Ja, ist ein heatpipekühler, da paßt ein 120er Lüfter(nach Wahl) drauf.

Beim 8945HX Mit AMD konfigurierbares TDP (cTDP) 55-75W
Grundtaktung 2.5 GHz , Max. Boost-Taktung Bis zu 5.4 GHz

Beim 270k plus Grundleistungsaufnahme des Prozessors 125 W
Maximale Turbo-Leistungsaufnahme 250 W
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