Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

Kaufempfehlungen, Hardwaretips, Softwareprobleme, Overclocking, Technikfragen ohne Bezug zu DC.
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Mad Matt
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Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#1 Ungelesener Beitrag von Mad Matt » 22.09.2009 17:43

In der Vergangenheit habe ich immer einen großen Bogen um das Thema Overclocking gemacht. Mein erster Overclock war daher ein Athlon XP-M 2800+, der seit Jahren stabil und silent auf 2.2 GHz läuft und damit auch DC gut gerechnet hat.

Nun ist Overclocking aber ein richtiger Volkssport geworden und wird von Hardware-Herstellern mit den einfachen Tools geradezu gefördert, darüber hinaus scheint es geradezu ratsam zu sein in Kombination mit Undervolting, um die optimale Energieeffizienz für's DC zu erreichen. Also habe ich ein paar Versuche gemacht und nach scheinbar schnellen Erfolgen auch einige schmerzhafte Verluste erfahren.

Während der Rechner im 'Normalbetrieb' mit allen Overclocking-Settings gut klarzukommen scheint, sieht das bei viele DC-Projekten ganz anders aus. Also ist hier die Toleranz-Schwelle noch viel niedriger, was ich auch gleich mit Verlusten an fast fertigen WUs und an Laufzeit teuer bezahlt habe. Insgesamt scheint es sich auch bei einem einzigen Rechner kaum zu lohnen, solange der gerade 'powercruncht'. Die Auszeit, Testzeit und Fehlerausfälle können hier wohl kaum durch bessere Performance anschliessend wettgemacht werden. Und wahrscheinlich sollte man dann auch konsequent die Finger von alpha- und möglicherweise beta-Clients lassen, solange nicht klar ist, ob die absolut stabil laufen.

Auch das Testen mit verschiedenen Tools scheint nicht immer zu helfen: meine Graka schien perfekt mit 1700 MHz Shader unter Furmark zu laufen, Folding@home interessiert das aber wenig. Bei 1800 würde es erst gar nicht starten (instable client), bei 1700 oft mit Fehler im letzten Drittel abbrechen, erst bei 1600 MHz habe ich dann stabil WUs zu Ende gebracht. Bei der CPU dagegen hat mir Prime95 geholfen, den Fehler zu finden: bei FSB 360 treten Bluescreens auf, bei 355 läuft alles prima. So habe ich wenigstens eine mögliche Erklärung gefunden, warum mir QMC alpha-Clients abgeschmiert sind und das System mitgenommen haben.

Nach langem hin und her bin ich also (vorläufig) bei diesen Einstellungen gelandet. Vielleicht habt Ihr noch Tips, wie ich das verbessern kann oder effizienter machen kann:

CPU

Specification Intel(R) Core(TM)2 Quad CPU Q9550 @ 2.83GHz
FSB 355 (Bios)
Core Speed 3017.6 MHz
Undervolting: 1.06xx V im Bios, läuft gerade unter Volllast bei 0.98/99 V

RAM

Speicherbusgeschwindigkeit : 2x 473MHz (946MHz)
Speichermodul Hersteller : OCZ
Modell : OCZ2P10002G
Typ : 2GB DIMM DDR2


GPU

Name NVIDIA GeForce 9500 GT
Memory size 512 MB
Memory type DDR2

Core clock 694.0 MHz
Shader clock 1614.0 MHz
Memory clock 539.0 MHz


Performance Information
-----------------------
Memory Copy
Host Pinned to Device: 5217.47 MB/s
Host Pageable to Device: 2949.46 MB/s
Device to Host Pinned: 5231.69 MB/s
Device to Host Pageable: 2902.64 MB/s
Device to Device: 7094.08 MB/s
GPU Core Performance
Single-precision Float: 101859 Mflop/s
Double-precision Float: Not Supported
32-bit Integer: 20451.1 Miop/s
24-bit Integer: 101920 Miop/s
Die CPU kann meinetwegen auch so bleiben, bis ich einen leiseren Lüfter gefunden habe, die Graka macht mir aber echt Probleme. Die GPU-Profile habe ich mit nTune erzeugt (rechnet vorab anhand der GPU-Clock), aber es ist mir nicht gelungen, stabil einen höheren Shader-Takt zu finden. Ausserdem muss ich das Profil immer über Autostart laden, da ich mich noch nicht an NiBiTor herantrauen mag. Auf Dauer werde ich das wohl aber machen müssen, denn das ganze Gefrickel mit Autostart-Profilen nervt doch ordentlich, und Undervolting ist so auch nicht möglich. Riva-Tuner scheidet auch aus, weil er nur unter Administrator-Rechten voll funktioniert.

Gibt es eine Möglichkeit, die optimale Undervolting-Einstellung zu testen, ohne in den GPU Bios zu schreiben, nachdem ich einmal die beste Einstellung gefunden habe?

So, das war jetzt erst mal viel Stoff. Danke für's Lesen und Danke für Eure Hilfe. Vielleicht hilft es ja auch ein paar anderen NewBies beim DC-Overclocken. :good:
Zuletzt geändert von Mad Matt am 23.09.2009 14:38, insgesamt 2-mal geändert.
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nico
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Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#2 Ungelesener Beitrag von nico » 22.09.2009 18:50

Das Problem mit Tools wie Furmark: Wenn überhaupt, fallen Fehler, die für FAH tödlich sind, nur auf, wenn man die ganze Zeit das Bild beobachtet und dort auf Grafikfehler achtet - allerdings fallen da ein paar Pixel in einem Frame auch nicht auf... Gibt es denn sowas wie prime95 für Grafikkarten?
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Txt.file

Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#3 Ungelesener Beitrag von Txt.file » 22.09.2009 21:41

Ich konnte sehr deutlich sehen, dass meine geforce 8600GS ab 70°C im furmark berechnungsfehler macht.

Könnte man nicht auch MPrime/Prime95 auf OpenCL portieren? Dann hat man doch eigentlich den ultimativen DC-test.

L3v3l0rd

Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#4 Ungelesener Beitrag von L3v3l0rd » 23.09.2009 07:46

Mad Matt hat geschrieben: Die CPU kann meinetwegen auch so bleiben, bis ich einen leiseren Lüfter gefunden habe, ...
Da ich die gleiche CPU habe würde es mich freuen, wenn du den leiseren Lüfter hier posten würdest. Kriege wegen der Lautstärke nämlich Stress mit meiner Finanzministerin und konnte für einen leiseren bereits Gelder locker machen :smoking:

Gruß, L3v3l

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Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#5 Ungelesener Beitrag von Myrmidon » 23.09.2009 08:29

Poste bitte mal die Daten deines Arbeitsspeichers. Mir wird aus deinen Ausführungen nicht klar, wie weit du diesen mit übertaktet hast. Wenn du bei deinem System den FSB anhebst kann es unter umständen dazu führen, das der Takt für den RAM mit angehoben wird (abhängig vom Board und Einstellungen).

Wenn es der Fall sein sollte, das auch dieser über den Spezifikationen läuft, musst du im Bios den RAM-Teiler so einstellen, das dieser den RAM-Takt auf ein vertretbares Niveau herabsetzt. Unter Umständen kannst du dann deinen Prozessor noch weiter übertakten.

Aber wie du ja selbst schon geschrieben hast...man sollte sinnvollerweiße ein Mittelmaß zwischen OC und Undervolting finden.
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Mad Matt
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Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#6 Ungelesener Beitrag von Mad Matt » 23.09.2009 14:51

Myrmidon hat geschrieben:Poste bitte mal die Daten deines Arbeitsspeichers. Mir wird aus deinen Ausführungen nicht klar, wie weit du diesen mit übertaktet hast.

Unter Umständen kannst du dann deinen Prozessor noch weiter übertakten.
Oops...Anfängerfehler. :worry: Klar, habe ich zum OP gleich hinzugefügt. Ich bin im BIOS auf 946 MHz gegangen. Der Speicher kann gut bis ca. 1000 MHz, kann ich bei diesem FSB aber in der Tat nicht ausreizen. Die nächst höhere Taktung ist über dem Limit.
L3v3l0rd hat geschrieben: Da ich die gleiche CPU habe würde es mich freuen, wenn du den leiseren Lüfter hier posten würdest. Kriege wegen der Lautstärke nämlich Stress mit meiner Finanzministerin und konnte für einen leiseren bereits Gelder locker machen :smoking:

Gruß, L3v3l
Mein Händler meinte etwas von ca. 40?. Leider habe ich vergessen, nach der Marke zu fragen. :oops: Bei mir läuft der Stock-Kühler aber recht ruhig und stabil bei etwa 1700 rpm; hast Du schon mal im Bios auf leise gestellt oder ein Lüfter-Tool verwendet?
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Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#7 Ungelesener Beitrag von Mad Matt » 24.09.2009 04:22

Denkste... :worry: Meine Odyssee ist noch lange nicht zu Ende. Offensichtlich dauern die Stabliltätstests viel länger als gedacht. Nachdem ich eine Unmenge an EAH-WUs zermatscht habe, ist wohl nun klar, dass EAH mindestens so kritisch ist für die CPU wie FAH für die GPU. Ausserdem haben auch andere Apps wie Firefox (!!!) :uhoh: gemeckert. Mehr (auf englisch): http://einstein.phys.uwm.edu/forum_thread.php?id=7588

Bevor ich nun ganz aufgebe: erst einmal die Zahl der Rädchen reduzieren, an denen geschraubt wird. Habe die Graka wieder normal laufen, alle Bios-Optionen für den RAM auf Auto gestellt und den Vcore erhöht auf 1.10 V. Es sieht gerade so aus, als wäre das jetzt die Lösung, fragt sich nur für wie lange. :suspect:

Es könnte gut sein, dass das Ganze mit einem dicken Reinfall endet und mir ausser Ausfällen und Ärger nichts gebracht hat. Abgesehen von der Erkenntnis, das DC eben doch zum Testen von Rechnern bestens geeignet ist. :evil2:
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L3v3l0rd

Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#8 Ungelesener Beitrag von L3v3l0rd » 24.09.2009 08:02

Mad Matt hat geschrieben:...; hast Du schon mal im Bios auf leise gestellt oder ein Lüfter-Tool verwendet?
Mmh, nee. Irgendwie meine ich das meine CPU relativ warm wird (~70°C), da wollte ich nicht auch noch runterschrauben; oder ist das unkritisch?

Gruß, L3v3l

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Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#9 Ungelesener Beitrag von Mad Matt » 24.09.2009 13:42

L3v3l0rd hat geschrieben:
Mad Matt hat geschrieben:...; hast Du schon mal im Bios auf leise gestellt oder ein Lüfter-Tool verwendet?
Mmh, nee. Irgendwie meine ich das meine CPU relativ warm wird (~70°C), da wollte ich nicht auch noch runterschrauben; oder ist das unkritisch?

Gruß, L3v3l
Laut Intel ist das kritisch: http://ark.intel.com/Product.aspx?id=33924. Bestenfalls taktet er sich dann selber runter, bevor es Toast gibt. Meiner läuft meistens bei Volllast um die 51-53 C. Allerdings werden es dann schon 60 C beim Prime Hitzetest.

Hoffe, das hilft. :good:
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L3v3l0rd

Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#10 Ungelesener Beitrag von L3v3l0rd » 24.09.2009 13:54

Mad Matt hat geschrieben:Laut Intel ist das kritisch: http://ark.intel.com/Product.aspx?id=33924.
Äääh, da steht 71,4°C. Ist das jetzt Obergrenze oder normale Betriebstemperatur?
Dateianhänge
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Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#11 Ungelesener Beitrag von Mad Matt » 24.09.2009 14:02

L3v3l0rd hat geschrieben: Äääh, da steht 71,4°C. Ist das jetzt Obergrenze oder normale Betriebstemperatur?
Mein Asus schlägt schon ab 65 C Alarm, vielleicht etwas zu früh. Ich lese das aber als Obergrenze. Vielleicht geht noch etwas mehr als Sicherheitstoleranz, das müsste im Datasheet stehen.

Hilfreich könnte dieser Artikel sein:

http://ht4u.net/reviews/2009/intel_q955 ... index7.php
Auch unter extremer Übertaktung läuft da nichts über 67 C.
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L3v3l0rd

Re: Overclocking@home: Meine kleine NewBie-Odyssee

#12 Ungelesener Beitrag von L3v3l0rd » 24.09.2009 14:10

So ein Mist! Jetzt kann ich wieder ALLEs auseinander popeln, Kühler ab, CPU säubern, Kühler säubern (womit eigentlich?) und dann wieder drauf stecken... mistmistmist.
Naja zumindest hab ich jetzt den Grund, warum der so laut ist, der sitzt wahrscheinlich nich gut drauf oder hat Luftbläschen oder so.... Mannmannmann...

Danke Mad Matt (war nich ironisch gemeint :wave: )

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