LHC@Home - SixTrack

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Felix2015

LHC@Home - SixTrack

#1 Ungelesener Beitrag von Felix2015 » 06.08.2016 08:27

Selten - aber wahr:
Eine Danksagung von einem Projekt.
Die Mitglieder des SixTrack-Projektes von LHC@Home möchten all den Freiwilligen danken, die uns ihre CPUs zur Verfügung gestellt haben! Euer Beitrag ist wertvoll, da wir in unserer Forschung einen recht großen Parameterraum durchsuchen müssen, um die besten Arbeitspunkte für unsere Maschinen zu finden, und dies ohne die Rechenleistung, die ihr alle uns anbietet, schwer möglich wäre!

Seit 2012 haben wir mit Leistungsmessungen mit dem Strahl begonnen, welche auf die Untersuchung der sogenannten "dynamischen Apertur" (DA) spezialisiert sind. Dies ist der Bereich im Phasenraum, wo sich Teilchen ohne einen großen Anstieg der Bewegungsamplitude bewegen können. Für große Maschinen wie den LHC ist dies ein wesentlicher Parameter für die Strahlstabilität und die Möglichkeit, über längere Zeit Daten aufzunehmen mit den riesigen LHC-Detektoren. Die Messungen werden mit numerischen Simulationen verglichen und an diesem Punkt spielt ihr eine wichtige Rolle! Derzeit stellen wir eine erste Simulationskampagne fertig und sind dabei, die Ergebnisse zusammenzuschreiben. Als nächstes werden wir die zweite Hälfte der gemessenen Daten auswerten, wofür eine neue Spurverfolgungskampagne benötigt werden wird. …also, bleibt dran!

Magnete sind die Hauptbestandteile eines Beschleunigers und Nichtlinearitäten in ihren Feldern haben direkten Einfluss auf die Strahlendynamik. Die Studien, die wir mit eurer Hilfe durchführen, konzentrieren sich nicht nur auf den aktuellen Betrieb des LHC, sondern auch auf dessen Erweiterung, den High Luminosity LHC (HL-LHC). Der Aufbau der neuen Komponenten der Maschine ist kurz vor dem Abschluss und es ist sehr wichtig sicherzustellen, dass die Qualität der Magnetfelder der neu gebauten Komponenten der Erreichen der anspruchsvollen Projektziele erlaubt. Zwei Aspekte sind besonders wichtig:

Spezifikationen der Feldqualität der neuen Magnete. Das Kriterium zur Beurteilung, ob die Feldqualität eines Magnets akzeptabel ist, basiert auf der Berechnung der DA, welche größer als eine vorgegebene Untergrenze sein sollte. Die verschiedenen Magnet-Klassen werden nach und nach in den Simulationen hinzugefügt, der Einfluss auf die DA wird ausgewertet und die erwartete Feldqualität wird variiert, bis das Kriterium für die DA erfüllt ist.
Dynamische Apertur unter verschiedenen optischen Bedingungen, Auswertung des nichtlinearen Korrektursystems und Optimierung der Optik sind wesentliche Schritte bei der Bestimmung der Feldqualität-Ziele für die Konstrukteure der Magneten sowie der Auswertung und Optimierung der Strahlleistung.


An diesen Forschungen sind Beschleuniger-Physiker von CERN und SLAC beteiligt.


Langer Rede kurzer Sinn: Die Spurensimulationen, die wir durchführen, benötigen signifikante Rechenleistung und BOINC ist sehr hilfreich bei der Durchführung der Forschung. Vielen Dank für eure Hilfe!
Das SixTrack-Team
Quelle-ist-wie-so-oft: SG

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