Dupe-Check / Muon / same parameters ?

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bluumi
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Dupe-Check / Muon / same parameters ?

#1 Ungelesener Beitrag von bluumi » 08.09.2002 23:11

Dank Bananeweizens Einsatz habe ich nun das Vertrauen zum DupeCheker wieder... Aber ich bin nun SEHR verwirrt über Muon....

Wie können SO grosse unterschiede entstehen, wenn 2 Resultate GENAU die selben Parameter haben, aber die ergebnisse in Particle Anzahl, und in % SOOO gross auseinander driften?!? ...
:o :-? :(

Beispiele:
2.448779 (62495 particles) [v4.21b] {B75C17BC} Rank 9 by Stephen_Brooks
vs.
2.448779 (48889 particles) [v4.21b] {B75C17BC}

Ok "nur" weniger particles... würde MICH aber krass stören :-)

In den offiziellen TOP250:

1.764598 (46953 particles) [v4.21b] {B75C17BC} Rank 136 by Hydrox_[www.rechenkraft.net]
vs.
1.843432 (47056 particles) [v4.21b] {B75C17BC} Rank 14 by Bluumi_[SwissTeam.NET]

mit den GENAU gleichen Parametern 0.08% daneben?!?

1.718980 (47129 particles) [v4.21b] {B75C17BC} Rank 216 by [SG]_DOA
vs.
1.856586 (47206 particles) [v4.21b] {B75C17BC} Rank 12 by [SG]proteino.de

mit den GENAU gleichen Parametern 0.14% daneben?!?

Sorry, aber ich SEHR SEHR verwundert !!!!! Wenn nicht sogar das Wort ENTäUSCHT es besser trifft.
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#2 Ungelesener Beitrag von S_Garbe » 08.09.2002 23:25

@bluumi - mit den Partikeln ist es halt wie mit den Menschen - man kann nie genau vorhersagen was sie tun werden - auch wenn die Vorrausetzungen gleich sind :wink: - schau doch einfach mal die Börse an :P

Gruß
Stefan
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Pascal

#3 Ungelesener Beitrag von Pascal » 09.09.2002 06:07

S_Garbe hat geschrieben:@bluumi - mit den Partikeln ist es halt wie mit den Menschen - man kann nie genau vorhersagen was sie tun werden - auch wenn die Vorrausetzungen gleich sind :wink: - schau doch einfach mal die Börse an :P
Genau das ist der Fall bei der Berechnung. Da es nur einige Zigtausend Partikeln sind, welche durch die Fabrik gejagt werden, können Fehler bis ~0,20 % auftreten.

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Michael H.W. Weber
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#4 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 09.09.2002 10:12

Man könnte also für Bananeweizens Entduplikatisierungsmonitor zusammenfassend sagen: Er soll von JEDEM Datensatz ALLE Informationen vergleichen und NUR diejenigen herausfiltern, die sowohl in den Parametern, also auch dem "yield" UND der Partikelzahl identisch sind. Na, dann "happy filtering"... :o

Was mich viel mehr beschäftigt, ist jedoch folgendes: Wir wollen hier ein Gerät basteln, welches effizient und repoduzierbar Neutrinos erzeugt. Aus bluumis erstem Beispiel kann man entnehmen, daß es 22% Abweichung hinsichtlich simulierter Partikel BEI IDENTISCHEN GERÄTEPARAMETERN gibt. Ich nehme mal an - ohne jetzt die genauen Hintergünde der Parameter zu kennen - daß diese 22% Differenz auf verlorene Partikel zurückzuführen sind? Wieso? Da kommen mir doch fundamentale Zweifel zur Sinnhaftigkeit des Projekts in den Sinn.
Ich kann auch gut nachvollziehen, daß Bananeweizen in erster Linie die Parameter auf Identität untersucht hat. Hat nämlich - wie ich - vermutlich angenommen, daß identische Geräteparameter auch zu identischem Ergebnis führen. Wenn das nicht gegeben ist, frage ich mich, was ich hier mache... bzw. ob ich nochmal die Webseite genau durchlesen muß (wegen quantenmechanischer Unschärfe-Effekte)... :lol:

Michael.
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gogomaus

#5 Ungelesener Beitrag von gogomaus » 09.09.2002 10:56

zur unterschiedlichen Partikelzahl bei gleichen % :
im Fall a kommen die Teilchen gut durch den Röhrenteil, es fliegen aber etliche in der Schikane raus. Im Fall b krachen etliche früh an die Röhren(blenden), der Rest macht es dann super.
Das Kernproblem liegt in dem nichtdeterministischem Gesamtprozess während Stephens Simulation.
Auch bei absolut identischem Design werden immer etwas unterschiedliche %-Ergebnisse beobachtet, da nur einige zigtausend Partikel simuliert werden; während der "wahre" Ablauf ja statistischer Natur ist.
Man erzeugt zuerst Pionen mit sehr kurzer Lebensdauer. Diese zerfallen spontan in Muonen (und anderen Kleinkram), wobei deren neuer Impulsvektor ebenfalls stark variieren kann.
Am besten zu vergleichen mit dem radioaktiven Zerfall von Nukliden.
Man kann zwar sehr gut vorhersagen, wieviel Teilchen im Laufe der Zeit zerfallen, aber es ist fast unmöglich zu bestimmen, wann. Und noch viel schwieriger ist es anzugeben, _wo_ und mit welcher Geschwindigkeit sich die Bruchstücke zu jedem späteren Zeitpunkt befinden.
Derartige Aussagen sind um so genauer, je grösser das untersuchte Kollektiv ist und das ist mit Stephens Prog eben begrenzt.
Gott sei Dank, sonst müssten wir tagelang für eine sim rechnen, und nicht bloss Stunden...

Sind wir jetzt wir etwas schlauer ? :smoking:

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HAT muon so noch einen SINN?

#6 Ungelesener Beitrag von bluumi » 09.09.2002 11:51

Michael H.W. Weber hat geschrieben:daß diese 22% Differenz auf verlorene Partikel zurückzuführen sind? Wieso? Da kommen mir doch fundamentale Zweifel zur Sinnhaftigkeit des Projekts in den Sinn.
Jep, genau DIESE Zweifel habe ich ja.. Und die wurmen mich kräftig...

Ich meine schön und gut in der Theorie hier und zufall dort...
Aber für was suchen wir die besten Parameter, wenn die BESTEN dann vielleicht nur durch ZUFALL grad etwas besser ist...
Was wenn mit den anderen Parametern, die einen schlechteren % Wert rausbrachten, da diese Zufällig schlechter wirkten, eigentlich der bessere Weg währe....

Also kann man eine Evolution des Schlechteren Wertes fördern!

daß identische Geräteparameter auch zu identischem Ergebnis führen. Wenn das nicht gegeben ist, frage ich mich, was ich hier mache...
Jep, das haben meine Zweifel auch ausgelöst......

Vielleicht DARUM, dass man auf keinen fall ZU früh zu Sippenhaften ergebnissen kommen darf, da der Zufall einen falschen Parameterstand fördern könnte?

:evil: :evil: :evil:
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#7 Ungelesener Beitrag von Bananeweizen » 09.09.2002 16:41

Michael H.W. Weber hat geschrieben:Man könnte also für Bananeweizens Entduplikatisierungsmonitor zusammenfassend sagen: Er soll von JEDEM Datensatz ALLE Informationen vergleichen und NUR diejenigen herausfiltern, die sowohl in den Parametern, also auch dem "yield" UND der Partikelzahl identisch sind. Na, dann "happy filtering"... :o
Already done.

Der Vergleich ist inklusive Yield bzw. inklusive der kompletten Resultzeile möglich. Siehe Einstellungen in der 0.1.9.

Ciao, Michael.

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#8 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 09.09.2002 17:03

Bananeweizen hat geschrieben:Der Vergleich ist inklusive Yield bzw. inklusive der kompletten Resultzeile möglich. Siehe Einstellungen in der 0.1.9.
Damit berachte ich das Duplikatproblem als behoben. :D

Michael.
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#9 Ungelesener Beitrag von bluumi » 09.09.2002 18:51

Michael H.W. Weber hat geschrieben:
Bananeweizen hat geschrieben:Der Vergleich ist inklusive Yield bzw. inklusive der kompletten Resultzeile möglich. Siehe Einstellungen in der 0.1.9.
Damit berachte ich das Duplikatproblem als behoben. :D

Michael.
Nun, ich sehe nun nicht ganz ein, weiso gerand DIES das Problem behoben haben soll?

Denn was, ausser einer Optischen verbesserung nützt es :-)

Ich finde es jedenfalls notwendig, dass man es auswählen kann... ich werde sicher immer NUR nach Parametern unterscheiden... Denn ob ich nun 1 Muon mit den Parametern drin habe oder 3 trotzdem ist es der SELBE Parametersatz ...

UND somit noch zu den selbst gemachten Muons zurück ...
Wenn also schon in Stephens TOP250 gleiches drin ist, so wird einem Stephen auch nicht killen, wenn man SEIN eigenes bestes einfach 3x in den eigen TOPs drin lässt :-))

logisch...
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Pascal

#10 Ungelesener Beitrag von Pascal » 09.09.2002 19:02

Ich würde fast dazu tendieren, bei der Entduplikatisierung alle Duplikate mit den schlechteren Ausbeuten rauszuwerfen.

Genaugenommen müßte man aus diesen gleichen wahrscheinlich das Mittel bilden.

Aber nur so wird der genetische Algorithmus vorangetrieben. :evil2: :evil2: :evil2: :evil2:

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#11 Ungelesener Beitrag von bluumi » 09.09.2002 21:01

Pascal hat geschrieben:Aber nur so wird der genetische Algorithmus vorangetrieben. :evil2: :evil2: :evil2: :evil2:
Wieso?
Die schlechteren, mit den GLEICHEN Parametern zeigen doch eher wie schlecht das Resultat sein kan, also nimm besser die besseren weg, damit das Resultat, welches ja nachweislich (auch) schlecht war, auch nicht zu gute EvolutionsChancen hat.. :evil2: :wink: :evil2:
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#12 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 10.09.2002 02:36

Ihr könnt euch gerne nachträglich noch "den kleinen Wolf filtern". Ich werde bei meinen Datensätzen NUR sicherstellen, daß keine VÖLLIG identischen Daten enthalten sind. Alles weitere läßt sich ja mit Bananeweizens Monitor bestens aussieben.

Michael.
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