Grafikchips in dc einsetzen?

Grid-Computing, technische Entwicklung von Distributed Computing...
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Michael H.W. Weber
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#13 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 06.06.2002 11:27

Zeuge hat geschrieben:AGP Krafikkarten erweitern Ihrern Speicher beispielsweise über den AGP-Bus und nutzen somit den Hauptspeicher. Dorthin können ja z.B die berechneten Daten abgelegt werden. Die fertigberechneten Daten dann aus dem AGP-Alloc-Speicher wieder auszulesen dürfte damit nicht schwierig sein denke ich.
Ja, das hat allerdings ein, zwei Haken:
1) Stehen nicht die gesamten Daten im Hauptspeicher, da der größte Teil im GraKa-eigenen Speicher abgelegt sein dürfte und 2) würde das Auslesen der von der GraKa im RAM abgelegten Daten wiederum die CPU belasten, sodaß dies wiederum von deren dc Leistung abgeht. Muß man also genau abwägen, wieviel "speed" man da rausholen kann und ob es sich dann lohnt. Zum ersten Punkt kann man sicher gegenargumentieren, daß es sich wohl programmieren lassen müßte, wo nun die Daten abgelegt werden. Aber wie gesagt, ich bin kein IT-Kenner und finde die Idee, GraKas bei dc einzubeziehen durchaus überlegenswert (bin mal wieder an dem Punkt, wo ich mich über mein mangelndes Wissen ärgere, hehehehe...).

Michael.
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bluumi
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#14 Ungelesener Beitrag von bluumi » 06.06.2002 12:45

Michael H.W. Weber hat geschrieben:der Client diese nur durch Aktivieren einer OPTIONALEN Checkpox anspricht.
Klar, anders hätte ich es auch nicht gesehen :-)

Aber wo es schon so lange geht, bis einer die P4 ausreizt oder zuwenig Optimierung (je nach Projekt) für Athlons rausgeholt werden, so wird es auch bei den NOCH weniger standarts wie der Grafikkarten eine verzögerung geben ....

Die dee über den AGP Auslagerungsspeicher finde ich recht gut, fragt sich nur wie freundlich die Grafikkarte ist auf "manipulation" Ihres Speicherbereichs ... oder ob es sie nicht stört wenn dieser Bereich andersweitig ausgelesen wird :-)

Nun, mal sehen ob es mal soweit ist ....

Gruss
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Namanao
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#15 Ungelesener Beitrag von Namanao » 06.06.2002 12:50

Hallo,
ich hab beim stöbern nach programmierbaren Grafikkarten hier einen interessanten Beitrag gefunden. Vielleicht ein paar neue Gedanken für diesen Beitrag.

:o http://www.flewi.de/marcnews/News/2001/01-01/180101.htm

Gruss, Namanao.

al

#16 Ungelesener Beitrag von al » 11.06.2002 09:34

Grafikkarten geben ihre Daten zwar auf dem Bildschirm aus, aber nicht direkt. Der Inhalt wird im Speicher der Grafikkarte abgebildet und der ist ebenso von außen beschreibbar wie auch auslesbar, unabhängig ob über AGP im RAM den Rechners gemappt oder nicht. Meist wird hier mit Double- oder gar Triple-Buffer gearbeitet. Während ein Speicherbereich ausgelesen und auf dem Bildschirm ausgegeben wird, wird auf einer weiteren Speicherseite gezeichnet, danach wird bloß umgeschaltet (page flipping).

Die derzeitigen Grafikkarten dürften keine große Hilfe sein, weil sie nicht wirklich porgrammierbar sind. Bei den DX9-Karten muss man mal abwarten wie weit die programmierbar sind, ein weiterer Faktor ist die Genauikeit der Berechnungen. Intel-kompatible CPUs haben 80 Bit breite FPU-Register, andere Systeme rechnen immerhin noch mit 64 Bit, bei Grafikkarten habe ich noch nie von mehr als 24 oer 32 Bit gehört. Das mag die generelle Eignung für DC weiter einschränken.

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