COMPUTE POWER MARKET
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alist
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COMPUTE POWER MARKET
Ich bin beim surfen auf ein interessantes Projekt gestoßen, das sich jedoch noch in Entwicklung befindet:
Es geht in diesem Projekt darum, dass Computerleistung verkauft wird, ähnlich wie Strom auf internationalen Märkten.
Wie gesagt, das Projekt befindet sich Entwicklung, aber wenn jemand Experte auf dem Gebiet des Grid Computing ist, ist das vielleicht interessant.
Hier jedenfalls mal der Link: http://www.computepower.com/
lg Alex
Es geht in diesem Projekt darum, dass Computerleistung verkauft wird, ähnlich wie Strom auf internationalen Märkten.
Wie gesagt, das Projekt befindet sich Entwicklung, aber wenn jemand Experte auf dem Gebiet des Grid Computing ist, ist das vielleicht interessant.
Hier jedenfalls mal der Link: http://www.computepower.com/
lg Alex
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Dennis Kautz
- Vereinsmitglied

- Beiträge: 4742
- Registriert: 22.02.2003 02:12
Also ich steh dem ganzen ein wenig skeptisch gegenüber... Bei den DC-Projekten, die es zur Zeit gibt, ist es elementar, dass die User ihre Rechenpower kostenlos zur Verfügung stellen.. anders könnten sich viele Projektbetreiber das garnicht leisten. Und denjenigen möchte ich sehen, der seine Rechenkraft noch kostenlos bereitstellt, wenn er anderswo Geld dafür kriegt 
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Sebastian
Da gebe ich frost absolut Recht. Es kommt auch sicherlich darauf an, wie sinnvoll diese Projekte, für die man Geld bekäme, wären.
Wenn sich da die absolute Hirnlosigkeit eines Projekts zeigt, dann würde ich auch nach wie vor meine Rechenkraft kostenlos einem sinnvolleren Projekt zur Verfügung stellen.
Wenn sich da die absolute Hirnlosigkeit eines Projekts zeigt, dann würde ich auch nach wie vor meine Rechenkraft kostenlos einem sinnvolleren Projekt zur Verfügung stellen.
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Sascha_Luehrs
Dadurch bestände aber vielleicht die Chance, die mehr als 95% Prozent der weltweit vorhandenen Rechenleistung, die derzeit noch im Leerprozess von Windows verpuffen, vielleicht doch noch für wissenschaftliche Zwecke heranzuziehen; wenigstens zum Teil. Übrigens ist die Idee auch nicht neu, sondern Hewlett Packard arbeitet schon länger an einer ähnlichen Lösung. Ich denke außerdem, viele DC-Skeptiker nehmen schon deshalb nicht an DC-Projekten teil, weil sie nicht einsehen, kostenlos ihre Rechenleistung herzugeben. Darüberhinaus wird das vermutlich doch auch nicht so viel Geld für den einzelnen User abwerfen; vielleicht gerade mal so viel, daß er davon seine Stromkosten einigermaßen decken kann. Ferner gibt es imho zwei Arten, an einem DC-Projekt mitzurechnen: Entweder ich lasse das DC-Projekt nur auf meinem Rechner laufen, wenn ich auch selbt an ihm arbeite (In dem Fall ist es für den gewöhnlichen Anwender, also den Nicht-DC-Fan, sicher interessant, einen Teil seiner Stromkosten erstattet zu bekommen, die er ja so oder so hätte, auch ohne den DC-Client), oder ich lasse ihn sogar dann damit laufen, wenn ich gar nicht daran arbeite, nicht zu Hause bin, oder schlafe. Und letzteres tun viele DC-Fans doch, auch wenn die jährlichen Stromkosten deswegen über 100 ¤ höher liegen. D.h. also diese Menschen sind sogar bereit dafür Geld auszugeben. Und wer das tut, wird sich durch bezahltes, kommerzielles DC ( das nur so viel ( oder noch weniger ) Geld abwirft, daß man gerade mal den Strom davon bezahlen kann ) sicher auch nicht davon abhalten lassen, wie bisher für ein Charity-Projekt zu rechnen.frost hat geschrieben:Also ich steh dem ganzen ein wenig skeptisch gegenüber... Bei den DC-Projekten, die es zur Zeit gibt, ist es elementar, dass die User ihre Rechenpower kostenlos zur Verfügung stellen.. anders könnten sich viele Projektbetreiber das garnicht leisten. Und denjenigen möchte ich sehen, der seine Rechenkraft noch kostenlos bereitstellt, wenn er anderswo Geld dafür kriegt
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SpeedKing
- TuX-omane

- Beiträge: 2943
- Registriert: 12.09.2003 17:14
Das wäre bei mir auf jeden Fall der Fall - wobei natürlich eine Kombination von beidem (ich rechne eigentlich unentgeltlich für ein "Charity"-Projekt, aber über einen Sponsor bekomme ich doch etwas dafür) natürlich am Besten wäre und viele neue Leute für DC begeistern könnte.Sascha_Luehrs hat geschrieben:[...]Und wer das tut, wird sich durch bezahltes, kommerzielles DC ( das nur so viel ( oder noch weniger ) Geld abwirft, daß man gerade mal den Strom davon bezahlen kann ) sicher auch nicht davon abhalten lassen, wie bisher für ein Charity-Projekt zu rechnen.
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alist
- Taschenrechner

- Beiträge: 9
- Registriert: 19.07.2004 14:00
- Wohnort: Wien
Ich glaube nicht, dass durch bezahlte DC-Projekte, die unbezahlten wesentlich an Zustrom verlieren würden, da wir alle hier unsere CPU-Leistung derzeit ja auch für Projekte zur Verfüngung stellen, weil wir sie gut finden und unterstützen möchten.
Ich glaube nur, dass durch bezahlte DC-Projekte Distributed Computing allgemein bekannter werden würde und vielleicht sich durch diese Projekte mehr Menschen mit DC beschäftigen würden. Vielleicht würden die Teilnehmerzahlen der unbezahlten Projekte auch steigen. Viele rechnen ja nur deshalb nicht, weil sie nicht wissen, was DC überhaupt ist!
Ich glaube nur, dass durch bezahlte DC-Projekte Distributed Computing allgemein bekannter werden würde und vielleicht sich durch diese Projekte mehr Menschen mit DC beschäftigen würden. Vielleicht würden die Teilnehmerzahlen der unbezahlten Projekte auch steigen. Viele rechnen ja nur deshalb nicht, weil sie nicht wissen, was DC überhaupt ist!
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Mystwalker
- Oberfalter

- Beiträge: 483
- Registriert: 24.04.2003 14:40
- Wohnort: Potsdam
Ich kann mir schon vorstellen, dass es zu Abwanderungen kommt. Viele (die Mehrheit?) der momentanen Teilnehmer dürfte zwar aus Interesse an dem jeweiligen Projekt mit von der Partie sein, doch der Rest (Stats-Junkies, "Ist so schön bunt!"-Typ, ...) hat wenig Bindung an ein spezielles Projekt und könnte schon eher wechseln.
Die Frage ist, was passiert, wenn es bezahlte Projekte sind, die von der Art her den aktuellen ähnlich sind. Würden dann auch interessierte Teilnehmer wechseln?
Aber zur Zeit ist das sowieso noch kein Thema, da viele Anforderungen einfach noch nicht oder nur schwer umsetzbar sind:
- MicroPayment (gut, das kommt so langsam)
- Verlässlichkeit der RK (Rechenkraft)-Anbieter
--> wenn dieser die letzte wichtige Workunit auf seinem Rechner hat, aber in Urlaub fährt, dauert das Endresultat länger zur Fertigstellung (gibt wahrscheinlich Time-outs, dauert trotzdem ein wenig länger)
- (damit verbunden): Zeit bis zur Fertigstellung
--> bei SETI@home ist die Zeit weniger wichtig, bei Prognosedaten etc. schon eher...
- Korrektheit der Daten?
--> Zur Zeit durch Redundanz
- Sicherheit
--> Wenn die Daten bei einem anonymen RK-Anbieter sind - bleiben sie trotzdem vor seinem Zugriff geschützt?
- Infrastruktur
--> Verwaltung von Millionen von Benutzern muss gut durchdacht sein
- Nationale Unterschiede
--> Gesetzgebung, Vorschriften etc. unterschiedlich
- Anfälligkeit des Grids
--> Sofern "jeder" das Grid in Anspruch nehmen kann, muss jeder Code vorher geprüft werden - bei Sandboxes kann es problematisch werden, wenn Sicherheitslücken auftauchen. Dann hat man ggf. eine schöne Wurm- und Virenplattform.
- benötigte Bandbreite
--> viele rechenintensive Berechnungen benötigen viele MB/GB an Daten - nur Hochgeschwindigkeitsnetze sind hierfür adäquat
- Seriösität des RK-Abnehmers
--> Wenn man nicht sieht, was man für Aufgaben erledigt, wie kann man sicherstellen, dass es das ist, was der Abnehmer angegeben hat?
Es hat schon seine Bewandnis, dass (aktuelle) Grid-Systeme nur mit bekannten Knoten funktionieren. Letztlich baut das System zu großen Teilen auf (vertraglich zugesichertes
) Vertrauen auf...
Projekte wie dieses hier haben eher noch Forschungscharakter, einen großflächiger Einsatz würde ich bestenfalls gegen Ende des Jahrzehnts erwarten.
Die Architektur ist quasi Standard für Resource-Broker allgemein, nur wird hier Jxta zur Implementierung verwendet...
Die Frage ist, was passiert, wenn es bezahlte Projekte sind, die von der Art her den aktuellen ähnlich sind. Würden dann auch interessierte Teilnehmer wechseln?
Aber zur Zeit ist das sowieso noch kein Thema, da viele Anforderungen einfach noch nicht oder nur schwer umsetzbar sind:
- MicroPayment (gut, das kommt so langsam)
- Verlässlichkeit der RK (Rechenkraft)-Anbieter
--> wenn dieser die letzte wichtige Workunit auf seinem Rechner hat, aber in Urlaub fährt, dauert das Endresultat länger zur Fertigstellung (gibt wahrscheinlich Time-outs, dauert trotzdem ein wenig länger)
- (damit verbunden): Zeit bis zur Fertigstellung
--> bei SETI@home ist die Zeit weniger wichtig, bei Prognosedaten etc. schon eher...
- Korrektheit der Daten?
--> Zur Zeit durch Redundanz
- Sicherheit
--> Wenn die Daten bei einem anonymen RK-Anbieter sind - bleiben sie trotzdem vor seinem Zugriff geschützt?
- Infrastruktur
--> Verwaltung von Millionen von Benutzern muss gut durchdacht sein
- Nationale Unterschiede
--> Gesetzgebung, Vorschriften etc. unterschiedlich
- Anfälligkeit des Grids
--> Sofern "jeder" das Grid in Anspruch nehmen kann, muss jeder Code vorher geprüft werden - bei Sandboxes kann es problematisch werden, wenn Sicherheitslücken auftauchen. Dann hat man ggf. eine schöne Wurm- und Virenplattform.
- benötigte Bandbreite
--> viele rechenintensive Berechnungen benötigen viele MB/GB an Daten - nur Hochgeschwindigkeitsnetze sind hierfür adäquat
- Seriösität des RK-Abnehmers
--> Wenn man nicht sieht, was man für Aufgaben erledigt, wie kann man sicherstellen, dass es das ist, was der Abnehmer angegeben hat?
Es hat schon seine Bewandnis, dass (aktuelle) Grid-Systeme nur mit bekannten Knoten funktionieren. Letztlich baut das System zu großen Teilen auf (vertraglich zugesichertes
Projekte wie dieses hier haben eher noch Forschungscharakter, einen großflächiger Einsatz würde ich bestenfalls gegen Ende des Jahrzehnts erwarten.
Die Architektur ist quasi Standard für Resource-Broker allgemein, nur wird hier Jxta zur Implementierung verwendet...
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Bananeweizen
- Urvater

- Beiträge: 2867
- Registriert: 14.06.2001 01:00
- Wohnort: Kornwestheim
Mir kam das Projekt doch gleich so bekannt vor...
Wer mal am unteren Rand auf die Jahreszahl schaut, stellt schnell fest, daß dieses Projekt bzw. die Idee aus dem Jahr 1999 stammt, einer Zeit also, als mehrere Firmen solche kommerziellen Versuchsballons starten wollten und keine einzige (außer denen mit Webserver-Tests) richtig Erfolg damit hatte.
Wer mal am unteren Rand auf die Jahreszahl schaut, stellt schnell fest, daß dieses Projekt bzw. die Idee aus dem Jahr 1999 stammt, einer Zeit also, als mehrere Firmen solche kommerziellen Versuchsballons starten wollten und keine einzige (außer denen mit Webserver-Tests) richtig Erfolg damit hatte.
