Rechnereignung für distributed computing

Grid-Computing, technische Entwicklung von Distributed Computing...
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Dunuin
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1743
Registriert: 23.03.2011 12:59
Wohnort: Hamburg

Re: Rechnereignung für distributed computing

#13 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 16.01.2014 13:04

Wenn ich einen bezahlbaren und sehr sparsamen Rechner haben wollen würde, dann würde ich wohl zu einem mit einer Intel CPU aus der Bay Trail Serie greifen.

Sprich:
1) Modelle ohne Turbo

Celeron J1750 (2.41GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 688/750MHz HD Graphics, 22nm, TDP 10W) (Produktseite)
Celeron J1850 (2.00GHz, Quad-Core, 2MB L3 Cache, 688/792MHz HD Graphics, 22nm, TDP 10W) (Produktseite)
Pentium J2850 (2.41GHz, Quad-Core, 2MB L3 Cache, 688/792MHz HD Graphics, 22nm, TDP 10W) (Produktseite)



2) Modelle mit Turbo

Celeron J1800 (2.41GHz, 2.58GHz Turbo, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 688/792MHz HD Graphics, 22nm, TDP 10W) (Produktseite)
Celeron J1900 (2.00GHz, 2.42GHz Turbo, Quad-Core, 2MB L3 Cache, 688/854MHz HD Graphics, 22nm, TDP 10W) (Produktseite)
Pentium J2900 (2.41GHz, 2.67GHz Turbo, Quad-Core, 2MB L3 Cache, 688/896MHz HD Graphics, 22nm, TDP 10W) (Produktseite)



3) Celeron Mobile

Celeron N2805 (1.46GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 667MHz HD Graphics, 22nm, TDP 4.3W) (Produktseite)
Celeron N2806 (2.00GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 756MHz HD Graphics, 22nm, TDP 4.5W) (Produktseite)
Celeron N2810 (2.00GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 756MHz HD Graphics, 22nm, TDP 7.5W) (Produktseite)
Celeron N2815 (2.13GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 756MHz HD Graphics, 22nm, TDP 7.5W) (Produktseite)
Celeron N2820 (2.40GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 756MHz HD Graphics, 22nm, TDP 7.5W) (Produktseite)
Celeron N2910 (1.60GHz, Quad-Core, 2MB L3 Cache, 756MHz HD Graphics, 22nm, TDP 7.5W) (Produktseite)
Celeron N2920 (2.00GHz, Quad-Core, 2MB L3 Cache, 844MHz HD Graphics, 22nm, TDP 7.5W) (Produktseite)



4) Atom 3800 Series

Atom E3815 (1.46GHz, Single-Core, 512KB L3 Cache, 400MHz HD Graphics, 22nm, TDP 5W) (Produktseite)
Atom E3825 (1.33GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 533MHz HD Graphics, 22nm, TDP 6W) (Produktseite)
Atom E3826 (1.46GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 533/667MHz HD Graphics, 22nm, TDP 7W) (Produktseite)
Atom E3827 (1.75GHz, Dual-Core, 1MB L3 Cache, 542/792MHz HD Graphics, 22nm, TDP 8W) (Produktseite)
Atom E3845 (1.91GHz, Quad-Core, 2MB L3 Cache, 542/792MHz HD Graphics, 22nm, TDP 10W) (Produktseite)

Guck mal da.
Aber da kommen die Mainboards jetzt erst so langsam raus, da die CPUs noch ganz neu sind.

Bei 10 Watt braucht das so wenig Strom, da kann man den Rechner auch gleich rund um die Uhr für BOINC laufen lassen, ohne all zu hohe Stromrechnungen erwarten zu müssen.
Bild

Benutzeravatar
X1900AIW
TuX-omane
TuX-omane
Beiträge: 2946
Registriert: 05.01.2008 16:34

Re: Rechnereignung für distributed computing

#14 Ungelesener Beitrag von X1900AIW » 16.01.2014 13:05

Sehr leistungsfähig bei sehr sparsamer Stromaufnahme, dann noch preisgünstig ... ich glaube jeder von uns hätte so ein Ding. Falls es das denn gäbe.

Einen Tod muss man sterben. Unter 20 Watt für einen kompletten Rechner unter Last, das schaffen die ARM etc. Kleinstprozessoren oder eben untertaktete (Intel) CPUs, eher in Richtung Notebook, weil dann Chipsätze u.a. Komponenten auf Stromverbrauch optimiert sind.

Geizhals zeigt dir etwa eine Liste von verfügbaren Mainboard Bundles inkl. CPU > DualCore, diese als Basis für eigene Zusammenstellung könnte ich mir noch günstig im Endpreis vorstellen. Doch da muss man sehr genau hinschauen, was die Leistungsaufnahme unter Last wäre und wie der Leistungsvergleich untereinander aussieht.

Deine Suche nach günstig (Anschaffung plus laufende Stromkosten im Jahr) ergibt ein Budget, man kann dieses Budget anders erreichen, indem man etwa gebrauchte Hardware nimmt, diese jedoch nur 8-10 Stunden am Tag laufen lässt. Einkauf günstig, Stromaufnahme entsprechend anteilig zu 24/7 bei 20 Watt > 480 Wh geteilt durch 8-10 = 60-48 Watt pro Stunden. Tja, das schaffen unter Last (DualCore) eigentlich nur bereits moderne CPUs.

Anders gebrauchte Notebooks, die liegen eher darunter, bereits ältere Generationen.

Bei ca. 150 Euro Investitionskosten + 0,480 kWh *365*0,25 ?/kWh = 150 + 43,8 = 193,8 Euro pro Jahr dürfte sich m.M. bei Notebooks eher etwas finden lassen. Bei stundenweiser Office-Nutzung am Tag kommen ja noch die Stromkosten für den Monitor dazu, die je nach Modell ganz schön happig sein können.

Sind die BOINC- bzw. DC Leistungsansprüche gering, hast du bereits einen Monitor/TV und kannst mit etwas Unkomfort umgehen, wäre eine Android TV Box ggf. eine Lösung. Beispiel auf myhdplayer, ähnliche Exemplare gibt es teilweise per Import deutlich günstiger, sind relativ gut ausgestattet, mit einer externen Tastatur müsste sich damit arbeiten lassen. Als Cruncher im 24/7 Betrieb dürfte das geschlossene Gehäuse jedoch der Knackpunkt sein.
Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.
Henry Ford

Benutzeravatar
Dunuin
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1743
Registriert: 23.03.2011 12:59
Wohnort: Hamburg

Re: Rechnereignung für distributed computing

#15 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 16.01.2014 13:14

Bei ARM sehe ich halt das Problem mit der Software. OpenOffice bekommst du auch für die ARM-Architektur.

Die Frage ist...
1.) brauchst du Windows oder reicht dir auch ein Linux?
2.) was machst du wenn dir jemand eine Datei schickt die du im Büro öffnen musst und es die Software dafür nicht für ARM gibt?
3.) Musst du auch Onlinebanking machen? Dann wird das mit der Software auch schwierig, jedenfalls wenn man etwas sicheres wie HBCI nutzen will.
4.) Wie gut kannst du mit Linux umgehen? Bekommst du es auch hin dir mal selbst eine Software für deine ARM-Hardware zu kompilieren, wenn es da keine passenden Binaries gibt?
5.) Wie sieht es mit Treibern aus? Sollen da noch Scanner, Drucker etc angeschlossen werden? Gibt es da für Linux und ARM passende Treiber?

Wenn du dir bei den oberen unsicher bist lieber zum x86 System greifen. Das mit den ARM-Boards ist halt nicht gerade Mainstream und ein ziemliches gebastel.
Bild

meego

Re: Rechnereignung für distributed computing

#16 Ungelesener Beitrag von meego » 16.01.2014 15:20

Linux wollte ich eigentlich sowieso, um mich da mal etwas einzuarbeiten. Ein Windows-PC (Hauptrechner) ist ja auch noch vorhanden. Das Problem ist tatsächlich der Druckertreiber. Onlinebanking funktioniert über den Browser. Auf folding@home bin ich erst vor wenigen Tagen gestossen. Sieht so aus als ob es sich doch nicht so einfach (effektiv) mitrechnen lässt. Danke für den Tip mit der Graphikkarte, vielleicht lässt sich irgendwo noch eine billige auftreiben um meinen Boardgraphikchip (Intel HD Graphics...) wenigstens etwas zu unterstützen.

Benutzeravatar
Dunuin
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1743
Registriert: 23.03.2011 12:59
Wohnort: Hamburg

Re: Rechnereignung für distributed computing

#17 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 16.01.2014 16:44

Sieht so aus als ob es sich doch nicht so einfach (effektiv) mitrechnen lässt.
Mitrechnen ist immer gut, egal ob schnell oder langsam. Und rein mathematisch lassen sich nicht alle Probleme mit einer Grafikkarte lösen, da ist man dann trotzdem auf CPUs angewiesen.

Das Problem ist halt wirklich mehr der Stromverbrauch. Wir haben hier so einige im Forum wo die Rechner mehrere hundert Euro im Monat an Stromkosten schlucken.
Zum einen sollte man da also etwas effizientes haben, damit man nicht sinnlos sein (Strom-)Geld verschleudert. Zum anderen ist dann auch die Frage wo der Strom herkommt. Die meisten nehmen den "billigen" Atom- und Kohlestrom. Und der Ökostrom aus dem Wasserkraftwerk ist auch nur versteckter Atomstrom. Da sollte man der Umwelt zu liebe schon nicht unnütz am PC den Strom verbraten.

Also nicht nur auf den Anschaffungspreis gucken, sondern auch mal ausrechnen was der PC so verbraucht und wie lange der läuft. Da stellen sich dann z.B. so Dinge heraus, wie das es sich lohnt 200? alleine nur für das Netzteil auszugeben, obwohl es die auch für 30? gibt, weil die teuren einfach so viel effizienter sind, das man da nach 2 Jahren die 170? schon durch die reduzierten Stromkosten wieder eingespart hat und nach dem 2. Jahr damit dann praktisch "Gewinn" macht.
Aber das muss jeder für sich selbst durchrechnen. Ist ja bei jedem anders.

Daher auch der Tipp mit den zwar schwachen aber modernen CPUs. Die haben eine deutlich bessere Energieeffizienz als wie die 6 Jahre alten Dinger und weil der Fortschritt ja immer weiter geht sind die rechenstarken CPUs von vor ein paar Jahren nun auch nicht mehr schneller wie die langsamen neuen von heute.
Bild

meego

Re: Rechnereignung für distributed computing

#18 Ungelesener Beitrag von meego » 16.01.2014 17:26

Da kämen dann vor allem diese Shuttle PCs (Intel Celeron) in Frage, die sind hier für ca. CHF 350 zu haben und "fressen" gemäss der Wattangabe ca. 3/4 vom Dell Optiplex.

Macht der hierzulande erfolgende Umstieg von ADSL auf Glasfaser für DC eigentlich etwas aus?

Benutzeravatar
ClaudiusD
Block-Bunkerer
Block-Bunkerer
Beiträge: 1301
Registriert: 29.01.2013 16:52
Wohnort: Wien

Re: Rechnereignung für distributed computing

#19 Ungelesener Beitrag von ClaudiusD » 16.01.2014 17:30

meego hat geschrieben:
Macht der hierzulande erfolgende Umstieg von ADSL auf Glasfaser für DC eigentlich etwas aus?
Nee nur bei MJ12.

Alle anderen sind mit ADSL schon ausreichend versorgt, so schnell rechnen wir nicht, dass der Download/Upload begrenzend wäre ;)

MJ12 ist aber eine Suchmaschine/Crawler, da kann schneller nur besser sein :D
Bild

Benutzeravatar
Dunuin
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1743
Registriert: 23.03.2011 12:59
Wohnort: Hamburg

Re: Rechnereignung für distributed computing

#20 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 16.01.2014 22:51

Plagiarism gibt es noch. Das ist eine CPU-unintensive BOINC-App, welche eine Doktorarbeit bekommt und dann das Internet nach ähnlichen Textdokumenten durchsucht, damit nicht mehr heimlich von anderen Leuten abgeschrieben werden kann.
Ich nenne es auch gerne "Gutenberg@Home". :D

Ich glaube da wäre das auch noch nützlich. Aber im allgemeinen brauchen BOINC-Apps nur wenige Gigabyte im Monat an Traffic und da reicht auch normales ADSL.
Bild

Benutzeravatar
ClaudiusD
Block-Bunkerer
Block-Bunkerer
Beiträge: 1301
Registriert: 29.01.2013 16:52
Wohnort: Wien

Re: Rechnereignung für distributed computing

#21 Ungelesener Beitrag von ClaudiusD » 17.01.2014 07:57

Wenn ich mir für "so wenig wie möglich, so viel wie nötig"-Geld einen Bürorechner (Open Office, Email, PDFs drucken etc) zusammenstellen sollte würde ich das da spontan bauen:

1 x Kingston SSDNow V300 120GB, 2.5", SATA 6Gb/s (SV300S37A/120G)
1 x Intel Celeron G1820, 2x 2.70GHz, boxed (BX80646G1820)
1 x Kingston HyperX Genesis Special Edition Grey DIMM XMP Kit 8GB, DDR3-1600, CL9-9-9-27 (KHX1600C9D3X2K2/8GX)
1 x ASRock H81M-DGS (90-MXGS60-A0UAYZ)
1 x SilverStone Precision PS09 schwarz, schallgedämmt (SST-PS09B)
1 x Enermax Triathlor 300W ATX 2.4 (ETL300AWT)

Die Konfiguration kost um die 290?, CD/DVD-Laufwerk braucht kaum mehr jemand und wenn doch, die gibts für 15?.

Wenn einem da mal der Prozessor zu lahm ist (ist er aber garnicht :P), kann man immernoch ein i5 oder sowas reinbauen.
Bild

meego

Re: Rechnereignung für distributed computing

#22 Ungelesener Beitrag von meego » 17.01.2014 12:15

Und das teure Windows kommt auch noch dazu. :roll2:

Ist eigentlich alles gut erhältlich hier, ausser das Gehäuse. Das gibt's nur beim überteuerten Conrad.

Bringt die (kleinere) Atomarchitektur massiv weniger Leistung auf die Waage?

Benutzeravatar
Dunuin
Vereinsmitglied
Vereinsmitglied
Beiträge: 1743
Registriert: 23.03.2011 12:59
Wohnort: Hamburg

Re: Rechnereignung für distributed computing

#23 Ungelesener Beitrag von Dunuin » 17.01.2014 12:37

Bringt die (kleinere) Atomarchitektur massiv weniger Leistung auf die Waage?
Ich denke schon, braucht aber auch massiv weniger Strom. Ein Dualcore mit 4,3W und ein Quadcore mit nur 7,5W ist schon eine Hausnummer. Das sind Werte und Geschwindigkeiten wie beim Tablet nur dass da auch normales Windows drauf laufen kann und auch alle normalen Treiber gehen sollten.

PS:
DVD-Brenner gibt es so ab 17?. Würde ich am Arbeits-PC auch nicht drauf verzichten wollen, weil man doch manchmal eine CD/DVD bekommt oder jemandem brennen will.
USB-Stick finde ich da immer doof zum mitgeben. Da weiß man dann nicht ob und wann man den zurück bekommt. Ist außerdem für chronologische Backups des Arbeitsverzeichnisses praktisch.

Edit:
So ein Atom-Mainboard hier fänd ich wie gesagt interessant. Aber die komme alle erst ab Ende diesen Monats raus.
Da müsste dann nur noch eine 120GB SSD rein, 2x 4GB RAM-Riegel, ein kleines günstiges Mini-ITX Gehäuse und so ein kleines 80W picoPSU-Netzteil (gibt es sowas auch mit unter 80W?).
Bild

meego

Re: Rechnereignung für distributed computing

#24 Ungelesener Beitrag von meego » 17.01.2014 13:58

Naja, ein wenig warten kann ich schon noch. Und welcher Prozessor?

Diese zwei Barbones scheinen beliebt (haben zwar auch kein DVD):
https://www.digitec.ch/ProdukteDetails2 ... kel=259068
https://www.digitec.ch/ProdukteDetails2 ... kel=264614

Zurück zu „Hintergrundinfos zu Verteiltem Rechnen“