Yoyo@home/history

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So kam es zu yoyo@home

Am Anfang hatte ich gar nicht das Ziel, ein Projekt zu betreiben. Aber dann ging alles schneller als erwartet.

Ende 2006, Anfang 2007 hab ich mir gedacht, dass ich seit Jahren DC mache und mich jetzt auch mal die Serverseite interessiert und Boinc ja Open Source ist. Also wollte ich mir das mal ansehen und habe mich zu allen Boinc Mailinglisten angemeldet, um zu sehen, was so abläuft und welche Probleme es gibt.

Dann wollte ich einfach mal einen Boinc Server installieren. Christian Beer schrieb dann auf der Boinc Mailingliste, dass er daran arbeitet, eine VM zu bauen, in der der ganze Boinc Server enthalten ist. Da dachte ich mir: Fein, warteste das mal ab, mußt du nicht alles selbst installieren und konfigurieren. Dann also die VM gedownloaded und auf meinem Laptop 1,6GHz, 500MB RAM lief auf einmal ein Boincserver mit uppercase. Alles damals unter yoyo8.homedns.org:8080 oder so ähnlich.

Nebenbei diskutierten sie auf der Boinc Mailingliste gerade die Möglichkeit mit einem Wrapper existierende Applikationen in Boinc zu integrieren. Die Dokumentation und Sourcen hab ich mir dann durchgelesen und gedacht, dass der alte distributed.net Client viele Platformen unterstützt und weitreichend konfigurierbar ist. Da versuche ich es eben mal. Ein Wochenende intensives Arbeiten und dnet lief im Wesentlichen als Applikation in Boinc und rechnete OGR, alles in der VM. Neben der VM war der Laptop kaum noch bedienbar, woraufhin meine Frau den einfach rebootete als ich auf Arbeit war.

Auf einmal lief das Projekt und einen Namen mußte ich auch vergeben. Da ich nicht wusste, was das Projekt alles machen soll und der Server bei mir @home lief, nahm ich einfach meinen Nicknamen und nannte es yoyo@home.

Als nächstes sprach ich dann mit anderen Rechenkraft.net e.V. Mitgliedern und zog auf den Rechenkraft.net-Server um.

Einige Tage später entschloss sich SETI.Germany dazu, bei yoyo@home auf Platz 1 zu steigen, was sie auch erreichten. Einige Wochen später meldete sich der Tierry, der Teamkaptain der Alliance Francophone mit der Frage, ob der Server es verkrafte, wenn sie ein Race machen, um SETI.Germany zu überholen, es könne dabei bis zu 1 Mio Credits / Tag kommen. Ich hatte keine Ahnung, was der Server verkraftet und was nicht und sagte, macht das doch. Sie fingen an, alles auf yoyo@home zu konzentrieren.

Das blieb SETI.Germany nicht verborgen und sie gingen dran ihre #1 zu verteidigen. Und der Server verkraftete das, zumindest zunächst. Nur sind die OGR so tückisch, man weiß vorher nicht, wie lange die laufen, das kann wenige Sekunden bis mehrere Stunden sein und auf einmal wurden die sehr kurz und da draußen waren 5000 Rechner, die nach Arbeit riefen und welche zurück liefern wollten.

Als es passierte, war ich gerade auf Dienstreise in München. Es muss Januar/Februar 2008 gewesen sein. Abends am Flughafen wollte ich nochmal schauen, was der Server so treibt. Da war auf einmal kein Boincserver mehr da. Also ging ich schnell in den Chat und fragte nach. Unser Admin hatte den Boincserver runter gefahren, da der single core Server mit einer Load von über 30 zu kämpfen hatte. Das Forum und die Webseite funktionierten nicht mehr.

Im Chat haben wir dann AdHoc entschieden, einen 2. Server zu mieten und sind innerhalb von 1-2 Tagen auf den anderen Server umgezogen. Das waren hektische Nächte.

Auf dem Server wurden dann in Folge noch weitere Projekte in yoyo@home eingebunden.


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